Faust*

hallo!
fange demnächst in der schule an mit faust dem 1.teil, könnte mir einer sagen um was es in diesem werk von goethe hauptsächlich geht?

gruß* roxy

könnte mir einer sagen um was es in diesem werk von goethe hauptsächlich geht?

Lesen ist ein sehr probater Weg, das zu erfahren. :wink:

Aber so viel sei dir verraten, dass der Faust ein Kerl ist,
der mit der menschlichen Beschränktheit sehr sehr unzufrieden ist, und auf jeden Fall - und auf Teufel komm raus! - über die übliche Maß des Menschen hinaus gelangen will.

Im Text findest du auch schon das Wort „Übermensch“ - hundert
Jahre vor Nietzsche.

Weil er das mit den eigenen Kräften nicht schafft, holt er
sich höllische Hilfe.

Im ersten Teil ist dem guten Goethe allerdings das Gretchen
dazwischen gekommen; und deren Tragödie ist etwas zu weit
ausgebreitet worden.

Richtig spannend wird es erst im zweiten Teil. Dort kommen
Börsenspekulationen, Zeitreisen, Erdentstehungstheorien,
Genmanipulation und künstliche Intelligenz, Landgewinnung
durch Meerestrockenlegung und andere hochmoderne und höchst
aktuelle Probleme zur Sprache.

Gruß Fritz

hallo!

auch

fange demnächst in der schule an mit faust dem 1.teil, könnte
mir einer sagen um was es in diesem werk von goethe
hauptsächlich geht?

Alter vertrockneter Professor kriegt ohne teuflische
Hilfe niemand mehr ins Bett. Mit besagter Hilfe klappt’s,
er schwaengert und verlaesst das Maedchen.
Sie stirbt, aber verzeiht ihm.
Alter Professor geht mit teuflischem Kumpel auf
Weltreise.

Sorry, aber wie soll man um Himmels Willen dieses
Werk in drei Saetze fassen?

Gruesse
Elke

Alter vertrockneter Professor kriegt ohne teuflische
Hilfe niemand mehr ins Bett. Mit besagter Hilfe klappt’s,
er schwaengert und verlaesst das Maedchen.
Sie stirbt, aber verzeiht ihm.
Alter Professor geht mit teuflischem Kumpel auf
Weltreise.

…war das nicht auch der, dem so ein niedlicher Pudel zugelaufen ist?

SCNR
Gruß
Kreszenz

…war das nicht auch der, dem so ein niedlicher Pudel zugelaufen ist?

Genau! Der mit dem Kern!

SCNR

me too!

Gruß
Fritz

Alter vertrockneter Professor … aber verzeiht ihm.
Alter Professor geht mit teuflischem Kumpel auf Weltreise.

Also wirklich, Elke!

Sorry, aber wie soll man um Himmels Willen dieses
Werk in drei Saetze fassen?

So sicher nicht!
Etwas mehr Respekt vor dem Herrn Geheimrat! Er hat immerhin sechzig Jahre an dem Ding gearbeitet!

Fritz

Auch wenn du mir nicht glauben willst,
genau das:

Etwas mehr Respekt vor dem Herrn Geheimrat! Er hat immerhin
sechzig Jahre an dem Ding gearbeitet!

wollte ich damit ausdruecken.
Ach Fritz, meine flapsigen Worte ueberdecken doch
nur mein Seelenweh!
Gerade beim „Faust“ finde ich ein „um was geht’s da
hauptsaechlich“ sowas von daneben und schade (fuer
die Nicht-Leser) und schade (fuer den Frankforter
Borscht) und unmoeglich und chancenvergebend und
es schmerzt mich koerperlich, wenn der Faust als
Pflichtlektuere dahinkuemmert und aufgezwungen
wird und (deshalb?) als langweilig empfunden wird,
etwas ‚wo-man-halt-durch-muss‘ und nicht
genossen wird(was ja durchaus kritisch
passieren kann).
Genauso leid tut’s mir um Shakespeare-Stuecke!
Dann schickt die halt ins Theater, damit
sie wirklich erfahren koennen, wie gutes Theater
aussieht (hoffentlich in eine anstaendige Inszenierung),
zum Kuckuck so hat’s unser Deutschlehrer
schliesslich auch gemacht,
und dabei nichts gescheut, inkl. seinen Stundenplan
umzuhudeln, damit es mit der Auffuehrung zusammen-
klappt.

Gruesse
Elke

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nochwas
Schon etwas weiter unten hat mich die
Frage ja sprachlos gemacht (deshalb mein
kurzer Dank an dich), weil ich mich frage,
wie bei solchem wortwoertlichen Lesen und den
daraus resultierenden Misinterpretationen
jemand noch bis zu des Pudels Kern vordringen
will.
Du bist halt doch viel mehr Lehrer als ich!

Gruesse
Elke

Faust, Shakespeare und all die anderen
Liebe Elke,

dieses

Seelenweh!

kann ich gut verstehen undn nachvollziehen und teile es mit dir.

Was einem doch ein Lehrer ein Fach, ein Gebiet, ein Thema, einen Autor, ein Buch versauen kann.
Mir ist die Mathematik durch drei Jahre Kurvendiskussion vermiest worden.

Als Trost bleibt einem der Spruch:

Gute Schüler lernen auch beim schlechtesten Lehrer etwas Sinnvolles.

Und auch als Lehrer kann man manchmal einen Erfolg sehen.

Ich habe einmal einen Leistungskurs 12 vier Wochen lang mit Thomans Manns „Dr. Faustus“ traktiert. Als Referendar! Mentor und Fachleiter haben den Kopf geschüttelt, mich aber gewähren lassen. Ein ausgewachsener Lehrer ließe die Finger davon. Und ich bin sicher, die Klasse atmete auf, als ich das Thema beendet hatte und den Kurs verließ.

Etwas später aber traf ich ein Mädchen aus der Klasse und sie sagte mir, so im Vorbeigehen: „Achja, der (sic! in dem Dialekt dort ist der Akkusativ verloren gegangen) Dr. Faustus hab ich meim Vatter zum Lesen geschenkt!“

Ich rechne das als einen Erfolg.

Also, nicht verzagen! Die guten Ideen setzen sich durch!

Fritz

Lesen !