Hallo,
die eltern haben sich entschlossen eine ETW kaufen zuwollen und wegen familiärer verhältnisse, es so zugestalten, das der sohn Eigentümer bzw Immobilienfinanzierung stellt.
nun sind alle 3 unerfahren was ETW kauf betrifft.
eine passende ETW wurde schon ins auge gefasst und Besichtigung wurde mit kaufabsicht abgeschlossen.
die nötigen dokumente wurden erhalten:
fassade wurde erneuert, fenster sind neu, treppenhaus neu, eingang neu, gas heizung, dachetage gedämmt, kellerdecke ungedämmt, energieausweis: MFH gut modernisiert
ausstehende forderungen an miteigentümer:keine
60 parteien in 12 häusern)
wie kann man die dokumente unabhängig und am besten kostengünstig prüfen lassen? bzw auf welche punkte sollte man unbedingt achten (protokolle,kostenaufstellung, etc) und warum ?
gibt es eine faustformel zum rücklagenfond?
wie gross sollte der sein? gibt es da eine grobe faustformel an der man sich ungefähr orientieren kann oder muss man das jedesmal individuell betrachten?
schonmal danke für eure hilfe
Hallo Anderer Joe! (wer war den der eigentliche, naja egal)
Glückwunsch zu der Entscheidung! Ich halte Immokauf nach wie vor für die beste Lösung zur Altersvorsorge.
Da so vieles angesprochen wurde versuche ich einfach mal ein paar Basics mit auf den weg zu geben:
Einsehen VOR dem Kauf würde ich:
- Teilungserklärung
- Gemeinschaftsordnung
- Protokolle der letzten 2-3 Jahre
Ziel: Gucken, was tatsächlich zur Wohnung gehört, wer welche Kosten tragen muss, wie einzelne Punkte geregelt sind, WAS in den letzten Jahren beschlossen wurde UND was noch ansteht. Dadurch kann man sich auch einen Eindruck davon verschaffen, wie gepflegt die Anlage tatscählich ist, was an Reserven da ist und was noch an Arbeiten ansteht.
Zum Kauf:
- Notar löchern mit Frage - dafür ist er da
- ggf. vertragliche Besonderheit aufgrund der Tatsache, dass der Sohn kauft: Lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen ?!?
- Nebenkosten mitberechnen! Dazu gehören Notarkosten, Grunderwerssteuer, Finanzierungskosten. Dann natürlich auch Umzug, Renovierung, normale Nebenkosten.
Ansonsten: Viel Glück! (oder mehr Detailfragen
)
Hallo Anderer Joe! (wer war den der eigentliche, naja egal)
der andere ist der JOE *G* und erstmal danke für die antwort.
Einsehen VOR dem Kauf würde ich:
- Teilungserklärung
- Gemeinschaftsordnung
- Protokolle der letzten 2-3 Jahre
Ziel: Gucken, was tatsächlich zur Wohnung gehört, wer welche
Kosten tragen muss, wie einzelne Punkte geregelt sind, WAS in
den letzten Jahren beschlossen wurde UND was noch ansteht.
Dadurch kann man sich auch einen Eindruck davon verschaffen,
wie gepflegt die Anlage tatscählich ist, was an Reserven da
ist und was noch an Arbeiten ansteht.
Zum Kauf:
- Notar löchern mit Frage - dafür ist er da
- ggf. vertragliche Besonderheit aufgrund der Tatsache, dass
der Sohn kauft: Lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen ?!?
- Nebenkosten mitberechnen! Dazu gehören Notarkosten,
Grunderwerssteuer, Finanzierungskosten. Dann natürlich auch
Umzug, Renovierung, normale Nebenkosten.
Ansonsten: Viel Glück! (oder mehr Detailfragen
)
nach einsicht der protokolle und der „irgendwann“ fälligen modernisierungskosten für wärmedämmung fassade/kellerdecke, ist keine kaufabsciht mehr vorhanden.
nach begutachten der finanziellen möglichkeiten (eigenkapital/finazierungsaufwand), haben wir uns entschieden mit dem kauf zuwarten. lieber noch etwas sparen und nicht so „knapp“ finanzieren zumüssen. (im moment 20% eigenkapital aber danach wäre absolut nix mehr da und die angst auf „sonderumlage“). da „kapitalanlage“ wäre auch die kfw-alternative in dem fall nicht möglich.
habe zwar schon viel gehört „das geht auch so oder gar ohne eigenkapital“-„im moment zinsen günstig“ aber das ist mir zu heiss.
Die zinsen bleiben auch weiterhin niedrig und selbst wenn die steigen sollten, reguliert sich der wert einer immobilie immer noch nach der nachfrage. die dann ja auch wieder sinkt. alles in allem, knete reicht nicht zum danach noch ruhig schlafen:smile:
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! *GG*