Sicher haben es die meisten gelesen, die FAZ hat die Nase voll von der neuen Rechtschreibung und kehrt wieder zur alten zurück.
Da sag ich nur: BRAVO!
Gruss
Rainer
Sicher haben es die meisten gelesen, die FAZ hat die Nase voll
von der neuen Rechtschreibung und kehrt wieder zur alten
zurück.
Da sag ich nur: BRAVO!
Bravo würde ich nicht unbedingt rufen, da die FAZ vor einem Jahr den selben Fehler gemacht hat wie so viele deutsche Blätter. Die Reform wurde, obwohl niemand wusste, ob sie je akzeptiert werden würde, einfach mal übernommen. Jetzt wird versucht, nachträglich das zu tun, was eigentlich sowieso hätte geschehen müssen: die Reform links liegen zu lassen. Die Entscheidung ist zwar in Ordnung, aber mein Bravo gilt den wenigen Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften, die die Reform bisher komplett ablehnen. Denn sollten die neuen Regeln doch irgendwann von der breiten Masse akzeptiert werden und sich in der Praxis bewähren, kann man ja immer noch wechseln.
Falls jetzt jemand sagen will: Du schreibst, dass man die neuen Regeln am besten ignorieren sollte und benutzt sie selbst. Das ist mir klar, allerdings mache ich das nur, weil es mir zu schwierig ist in der Schule und im privaten Bereich zwei verschiedene Rechtschreibungen zu benutzen. Ich habe das zur Einführung der neuen Regeln ein paar Wochen versucht, aber heraus kam das allerletzte Mischmasch und dann lieber neu, aber richtig :o)!
Liebe Grüße!
Chris
Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. George Orwell hat das 1964 für 1984 vorausgesagt, mit der Gedankenpolizei. Sprechen, Schreiben --> Denken.
Es beruhigt mich, daß fast 80 Prozent der Bevölkerung (siehe Umfrage unter www.t-online.de) nicht bereit sind, sich ihre Schreibweise und letztlich ihre Denkweise von oben vorschreiben zu lassen. Jetzt noch vielleicht ein Jahr Beständigkeit und Widerstand, vielleicht auch nur drei Monate, dann ist der ganze Spuk vorbei, natürlich auf unser aller Kosten.
Vorbeugend zum Argument mit den armen Schulkindern: Meine Kinder (11 und 13, bis 1999 in Deutschland) und ihre Mitschüler/innen hassen diese RSR aus vollem Herzen. Ebenso die Lehrer, die aber sagen, daß sie sich lieber bedeckt halten.
Ich lebe im Ausland, und wenn ich die Aussies frage, was sie dazu meinen - Does this still happen in Germany? F*ck the government, forget that bullsh*t
Gunter
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Jetzt noch vielleicht ein Jahr
Beständigkeit und Widerstand, vielleicht auch nur drei Monate,
hallo,
das ist ja schön und gut, aber wer sollte verhindern, daß dies nur der Lückenfüller fürs Sommertheater ist?
Gruß,
Christian
Hallo Chris,
Mir geht das auch so! Wenn man beruflich mit Sprache etc. zu tun hat, dann kommt im Wechsel zwichen Privat-Schreibe und Berufs-Schreibe nix als Quatsch dabei herum. Aber ehrlich gesagt: Ich kann das ganze Gezanke nicht immer verstehen: Nach einer recht kurzen Zeit merkt man gar nicht mehr, dass alles ja soooo komisch ist bei der neuen Schreibung. Ich glaube, jedeR ( R nicht gedeckt durch das Regelwerk, denke ich!!!) macht das mit der Anpassung an die neuen Regeln nach eigener Geschwindigkeit.
Ich würde mich mal dafür interessieren, ob in anderen Ländern/Sprachen auch ein derart festes Regelwerk besteht wie bei uns? Vielleicht könnte man dann eine etwas größere Gelassenheit ins Spiel bringen? Nicht jeder, der die Alt- oder Neuregeln des Duden verletzt, muss ja gleich verhaftet werden! (kleiner Scherz!) Nach ein paar Jährchen hat sich dann auch bestimmt bei allen (oder den meisten) deutschsprachigen Schreibern ein Regelkonsens herausgestellt - und dann hat die liebe Seele vielleicht auch endlich Ruh???
viele liebe Grüße
Anne
PS: Hoffentlich habe ich jetzt keine Tippfehler o.ä. gemacht, sonst lachen se ja alle!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
ganz ehrlich, ich kann die Reaktion der FAZ nicht verstehen. Hier wird so getan, als ob die deutsche Sprache und somit auch die Rechtschreibung eine statische Angelegenheit sei. Und natürlich auch eine heilige Kuh, die man ja nicht antasten darf.
Dabei wird gerne vergessen, dass es sicher nicht die erste Reform der Rechtschreibung ist. Ab 1879 wurde die Rechtschreibung erstmals vereinheitlicht, 1902 reformiert, seitdem immer den Gegebenheiten angepasst. Seit 1997 eben mal wieder. Warum also die ganze Aufregung? Es spricht heute niemand mehr so wie vor hundert Jahren, warum also so schreiben?
Ganz ehrlich: mittlerweile fällt es mir gar nicht mehr auf, ob irgendwas in neuer, alter oder gemischter Schreibweise verfasst ist. Ich schreibe so, wie es mir gerade richtig erscheint; beschwert hat sich noch keiner darüber.
In ein paar Jahren hat sich die Sache eingespielt und ist wahrscheinlich nur noch für ein paar überspannte Autoren ein Thema.
Ist doch komisch: sonst sind wir alle doch so sehr für Fortschritt und Wandel zu haben - und bei diesem Thema sollen wir 100jährige Tradition wahren?
Gruss
Peter
Hallo,
ganz ehrlich, ich kann die Reaktion der FAZ nicht verstehen.
Hier wird so getan, als ob die deutsche Sprache und somit auch
die Rechtschreibung eine statische Angelegenheit sei. Und
natürlich auch eine heilige Kuh, die man ja nicht antasten
darf.Dabei wird gerne vergessen, dass es sicher nicht die erste
Reform der Rechtschreibung ist. Ab 1879 wurde die
Rechtschreibung erstmals vereinheitlicht, 1902 reformiert,
seitdem immer den Gegebenheiten angepasst. Seit 1997 eben mal
wieder. Warum also die ganze Aufregung? Es spricht heute
niemand mehr so wie vor hundert Jahren, warum also so
schreiben?Ganz ehrlich: mittlerweile fällt es mir gar nicht mehr auf, ob
irgendwas in neuer, alter oder gemischter Schreibweise
verfasst ist. Ich schreibe so, wie es mir gerade richtig
erscheint; beschwert hat sich noch keiner darüber.In ein paar Jahren hat sich die Sache eingespielt und ist
wahrscheinlich nur noch für ein paar überspannte Autoren ein
Thema.Ist doch komisch: sonst sind wir alle doch so sehr für
Fortschritt und Wandel zu haben - und bei diesem Thema sollen
wir 100jährige Tradition wahren?
Interessanterweise hat hier wohl der Bürger sich dem Staat verweigert, 90 % schreiben einfach weiter so wie vorher.
Ich mach das auch, also ist es doch konsequent, was die FAZ macht, und kundenfreundlich.
Gruss
Rainer
NZZ…
Hallo Rainer
Hast Du den Kommentar des NZZ (Schweizer Schwester/Bruder) der FAZ) Chef Korrektors gehört? „Bravo“ meinte er. Die NZZ hat nach Einführung der Rechtschreibung einiger der neuen Schreibweisen übernommen, so sie nach Ihrem Verständnis mehr Klarheit bringen…
Wahrscheinlich sind wir Schweizer halt scho es bitzli Separatisten…
)
Grüsse Peter
)
Hallo Rainer
Hast Du den Kommentar des NZZ (Schweizer Schwester/Bruder) der
FAZ) Chef Korrektors gehört? „Bravo“ meinte er. Die NZZ hat
nach Einführung der Rechtschreibung einiger der neuen
Schreibweisen übernommen, so sie nach Ihrem Verständnis mehr
Klarheit bringen…Wahrscheinlich sind wir Schweizer halt scho es bitzli
Separatisten…)
Die Schweizer waren ja immer schon Schlitzohren, wenn es um ihren Vorteil ging
)
Gruss
Rainer
Es beruhigt mich, daß fast 80 Prozent der Bevölkerung (siehe
Umfrage unter www.t-online.de) nicht bereit sind, sich ihre
Schreibweise und letztlich ihre Denkweise von oben
vorschreiben zu lassen
Es mag ja sein, dass dich das beruhigt, aber zunächst einmal sind wohl von denjenigen, die dort gegen die RSR gestimmt haben, wiederum 80% überhaupt nicht betroffen! Solange Du nämlich nicht gerade in einer Schule (auf welcher Seite auch immer) oder einer Behörde sitzst, kannst Du immer noch schreiben wie Du willst. Dein Arbeitgeber wird zwar von Dir erwarten, dass Du so schreibst, dass keine Verständnisschwierigkeiten auftreten, allerdings kann er Dir nicht direkt vorschreiben, dass Du die alte oder neue Rechtschreibung verwendest. Die Ämtler und die Schüler sind also die Hauptbetroffenen (s.u.)!
Vorbeugend zum Argument mit den armen Schulkindern: Meine
Kinder (11 und 13, bis 1999 in Deutschland) und ihre
Mitschüler/innen hassen diese RSR aus vollem Herzen. Ebenso
die Lehrer, die aber sagen, daß sie sich lieber bedeckt
halten.
Du hast uneingeschränkt Recht (schreibt man ja jetzt auch groß), dass es für Kinder, oder Jugendliche, die die neue Rechtschreibung sieben oder acht Jahre gelernt haben, wirklich schwierig ist. Ob die Erstklässler jetzt leichter schreiben und lesen lernen, zweifle ich durchaus an. Vor allem wird es für sie sehr, sehr schwer, wenn ihnen eventuell nächstes Jahr in der zweiten Klasse gesagt wird, dass das, was sie in der ersten Klasse gelernt haben, nicht mehr gilt. Schon den älteren Schülern fällt dieses Hickhack wirklich schwer, da viele Lehrer in nicht-sprachlichen Fächern die neuen Regeln einfach ignorieren (aus eigener Unwissenheit).
Ich bin kein Reformgegner, weil ich sinnvolle Änderungen ablehne, sondern, weil ich der Meinung bin, dass bei dieser Reform Änderungen durchgedrückt wurden, die einfach nicht hätten sein müssen. Ein paar behutsame Änderungen hätten sicher gereicht, und die wären ja auch angenommen worden. Sinnvolle, wohlüberlegte Änderungen hätten mich nicht gestört, aber worüber ich mich jetzt aufrege ist dieser Wirrwarr, dieses Hin und Her, das mich dazu bringt, dass ich in der Schule Spagetti schreibe und daheim Spag h etti esse! Guten Appetit! Chris
Findet ihr nicht auch, dass diese „Reform“ nur halbherzig ist?
Und auch nicht konsequent genug? Kleinschreibung der Nomen–das hätte was gebracht!
Gruß Brigitte
Interessanterweise hat hier wohl der Bürger sich dem Staat
verweigert, 90 % schreiben einfach weiter so wie vorher.
Woher hast Du diese Zahl? Denke nur mal an die vielen Schüler,
die alle nach der neuen Rechtschreibung schreiben müssen.
Ich mach das auch, also ist es doch konsequent, was die FAZ
macht,
Was die FAZ macht ist konsequent, weil Du es auch machst??
))
und kundenfreundlich.
Es passt auf jeden Fall zu deren Leserschaft.
Aber ansonsten sehe ich die Sache so: Die Reform ist beschlossen
(wenn auch nicht in allen Teilen gelungen, so doch in den
meisten logisch, vernünftig und dem Sprachwandel angepasst). Die
Kinder müssen sich alle danach richten. Wie sollen sie es
vernünftig lernen, wenn nicht einmal alltägliche Medien zeigen,
wie es aussehen soll? Das allgegenwärtige neue Bild ist das, was
es den Kindern in Fleisch und Blut übergehen lässt - sonst machen
sie in der Schule wieder Fehler und kriegen schlechte Noten. Eine
Reform, die gegen Gewohnheiten und den inneren Schweinehund
ankämpfen muss, kann nur so funktionieren, dass sich die Jungen
gleich richtig umgewöhnen. Die Alten könne ja rihig zeigen, dass
sie’s nimmer packen (meine Großmutter schrieb auch noch Thür und
Thor und gieb, schrieb auch noch in Sütterlin). Aber bei ihnen
ist es nicht so wichtig, wenn sie auf Ungewohntes beim Lesen
stoßen, als wenn die Schüler dauernd überlegen müssen, was jetzt
richtig ist.
Wart’ mal ab, bis Du Dich auf Euro umstellen musst. Hast Du es
eigentlich bei kJ statt kcal und bei kW statt PS gepackt? Sicher
nicht. Und zwar deshalb, weil hier immer noch die alten Werte
mindestens in Klammern angegeben werden. Und die Briten werden
belächelt, weil sie sich so schwer tun mit der Umstellung von
Gallonen und Pints auf Liter und ccm, von Pounds und Unzen und
stones auf Gramm und Kilogramm, auf ein dezimales Währungssystem
und von Fahrenheit auf Celsius. Aber die haben es gepackt, sogar
die alten Leutchen auf den Inseln im Norden, wo ich gerade war.
Und die Briten sind doch weiß Gott traditionsverhafteter als wir
…
Gruss
Rainer
Gruß R.B.
*deralslohnschreibersichnachderneuenformrichtenmussundzuerstangst
davorhattesichaberbaldumgewöhnthatte*
Interessanterweise hat hier wohl der Bürger sich dem Staat
verweigert, 90 % schreiben einfach weiter so wie vorher.Woher hast Du diese Zahl?
Aus der FAZ. T-Online macht gerade eine Umfrage, 78,8 % sind gegen die neue Rechtschreibung (Stand von heute).
Denke nur mal an die vielen Schüler,
die alle nach der neuen Rechtschreibung schreiben müssen.
Ich mach das auch, also ist es doch konsequent, was die FAZ
macht,Was die FAZ macht ist konsequent, weil Du es auch machst??
-)))
und kundenfreundlich.Es passt auf jeden Fall zu deren Leserschaft.
Aber ansonsten sehe ich die Sache so: Die Reform ist
beschlossen
(wenn auch nicht in allen Teilen gelungen, so doch in den
meisten logisch, vernünftig und dem Sprachwandel angepasst).
Vernünftig? *lach*
Die Filosofie der Rächtschreipprevorm ist, das sie keine hat und Banalitäten zur Norm erhebt.
Dass man Kinder praktisch als Geiseln nimmt, um die Erwachsenen zum Neuschreib zu zwingen, ist schon fast Erpressung.
Nee, so nicht.
Gruss
Rainer
Interessanterweise hat hier wohl der Bürger sich dem Staat
verweigert, 90 % schreiben einfach weiter so wie vorher.Woher hast Du diese Zahl?
Aus der FAZ. T-Online macht gerade eine Umfrage, 78,8 % sind
gegen die neue Rechtschreibung (Stand von heute).
Also nicht mal 80. Und die sind auch nur gegen die Reform - ob
sie alt weiterschreiben, wird nicht gesagt. Außerdem ist die
Quelle ja nicht gerade objektiv in diesem Zusammenhang, und die
Erhebung der Zahlen auch nicht repräsentativ. Das sind doch nur
maulige FAZ-Leser, die da antworten.
Denke nur mal an die vielen Schüler,
die alle nach der neuen Rechtschreibung schreiben müssen.
Ich mach das auch, also ist es doch konsequent, was die FAZ
macht,Was die FAZ macht ist konsequent, weil Du es auch machst??
-)))
und kundenfreundlich.Es passt auf jeden Fall zu deren Leserschaft.
Aber ansonsten sehe ich die Sache so: Die Reform ist
beschlossen
(wenn auch nicht in allen Teilen gelungen, so doch in den
meisten logisch, vernünftig und dem Sprachwandel angepasst).Vernünftig? *lach*
Die Filosofie der Rächtschreipprevorm ist, das sie keine hat
und Banalitäten zur Norm erhebt.
Dass man Kinder praktisch als Geiseln nimmt, um die
Erwachsenen zum Neuschreib zu zwingen, ist schon fast
Erpressung.
Nee, so nicht.
Es passt mir überhaupt nicht, wenn so hochemotional, polemisch
und wenig informiert „diskutiert“ wird. Hast du dich wirklich
schon mal mit den Regeln und deren Logik auseinander gesetzt?
Und, mal ehrlich, es geht doch nur um die Bequemlichkeit.
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich die Reform zur Gänze gut
finde, sondern nur in den meisten Teilen. Hast Du auch schon mal
überlegt, wieviel Prozent des Geschriebenen das überhaupt nur
betrifft? In meinem ganzen Text waren jetzt nur 3 Stellen
Neuschreib!
Noch was: Niemand ist gehindert, in seinen privaten Briefen und
Postings usw. so zu schreiben, wie er mag. Aber eine Ordnung in
der offiziellen Rechtschreibung möcht schon sein. Und dass dies
ab und zu der lebendigen Sprache wieder etwas nachgeführt werden
muss, ist doch auch unstreitig, oder?
Gruss
Rainer
Gruß R.B.
ist mir doch egal
Sicher haben es die meisten gelesen, die FAZ hat die Nase voll
von der neuen Rechtschreibung und kehrt wieder zur alten
zurück.
Da sag ich nur: BRAVO!
die Rechtschreiberei ist sowas von unwichtig, daß man sich über den Eifer und die Bissigkeit, mit der sich Leute darüber keilen nur wundern kann.
Ich, für meinen Teil, schreibe so, wie’s mir gerade paßt. Wenn die beabsichtigte Aussage beim Leser ankommt, ist alles bestens.
Rechtschreibregeln können doch bestenfalls eine Empfehlung sein und nie eine Verordnung/ein Gesetz (wie etwa die Straßenverkehrsordnung).
eljot
*dendiegackereiganzcoolläßt*
Es passt mir überhaupt nicht, wenn so hochemotional, polemisch
und wenig informiert „diskutiert“ wird.
Hi Rudolf
mit leichtem Augenzwinkern geschrieben *g*
war satirisch gemeint.
Aber eine Ordnung
in
der offiziellen Rechtschreibung möcht schon sein.
Warum?
Weil sich das so gehört?
Ist für mich kein Argument.
Der Herr Duden und seine Nachfolger haben das seit mehr als 100 Jahren prima im Griff. Wenn sich Sprachtrends durchsetzen, werden sie auch übernommen, so einfach ist das.
Das Du Dich als Journalist lieber von Bürokraten gängeln lässt, wundert mich aber *kicher*
Gruss
Rainer
Es passt mir überhaupt nicht, wenn so hochemotional, polemisch
und wenig informiert „diskutiert“ wird.Hi Rudolf
mit leichtem Augenzwinkern geschrieben *g*
war satirisch gemeint.Aber eine Ordnung
in
der offiziellen Rechtschreibung möcht schon sein.Warum?
Weil sich das so gehört?
Ist für mich kein Argument.
Natürlich. Denn sowohl im Straßenverkehr braucht’s eine Ordnung
als auch im Schriftverkehr. Sonst bricht das Chaos aus, wenn der
eine nicht mehr weiß, was der andere meint. Das ist durchaus
vergleichbar.
Der Herr Duden und seine Nachfolger haben das seit mehr als
100 Jahren prima im Griff. Wenn sich Sprachtrends durchsetzen,
werden sie auch übernommen, so einfach ist das.
Wie fast alle Deutschen, so glaubst auch Du, dass der Duden
irgendwie verbindlich wäre. Das ist aber nicht der Fall!
Die Einigung auf den Duden als die verbindlichen
Rechtschreiberegeln ist gänzlich informell und unverbindlich! Es
gibt ja auch noch andere Wörterbücher und Regelwerke, und die
haben nicht immer die gleichen Inhalte (siehe z.B. das
Bertelsmann-Werk). Außerdem hatte ich mehr als einen
Chefredakteur, dessen Wahlspruch war: „Der Duden bin ich!“ 
Das Du Dich als Journalist lieber von Bürokraten gängeln
lässt, wundert mich aber *kicher*
Gängeln lasse ich mich von niemandem. Nicht vom Duden, nicht von
Sesselfurzern, nicht von der Polizei (nicht mal von Apothekern
)) ). Aber ich sehe es, wenn manchmal auch zugegebener Maßen
(neu! neu!) zähneknirschend ein, dass es praktisch ist, wenn alle
sich an eine Regel halten, wenn sie miteinander zu tun haben. Nur
eine Religion möchte ich nicht daraus machen ob und wie weit nun
diese marginalen Veränderungen sein müssen oder nicht.
Gruss
Rainer
Gruß
R.B.
Natürlich. Denn sowohl im Straßenverkehr braucht’s eine
Ordnung
als auch im Schriftverkehr. Sonst bricht das Chaos aus, wenn
der
eine nicht mehr weiß, was der andere meint. Das ist durchaus
vergleichbar.
Nee, da vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
Bist Du schon mal von ner Schreibmaschine überfahren worden?
Der Herr Duden und seine Nachfolger haben das seit mehr als
100 Jahren prima im Griff. Wenn sich Sprachtrends durchsetzen,
werden sie auch übernommen, so einfach ist das.Wie fast alle Deutschen, so glaubst auch Du, dass der Duden
irgendwie verbindlich wäre. Das ist aber nicht der
Fall!
Weiss ich doch *stolzbin*, gerade deswegen hat es ja so gut funktioniert.
Mal sehen, ob sich jetzt was tut.
Gruss
Rainer
Natürlich. Denn sowohl im Straßenverkehr braucht’s eine
Ordnung
als auch im Schriftverkehr. Sonst bricht das Chaos aus, wenn
der
eine nicht mehr weiß, was der andere meint. Das ist durchaus
vergleichbar.Nee, da vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
Bist Du schon mal von ner Schreibmaschine überfahren worden?
Das nicht, aber schon von manchem Brief …
))
Da war ich dann platt.
Gruß
R.B.
Ich würde mich mal dafür interessieren, ob in anderen
Ländern/Sprachen auch ein derart festes Regelwerk besteht wie
bei uns? Vielleicht könnte man dann eine etwas größere
In Japan ist die Rechtschreibung vom Kultusministerium sehr genau geregelt. Nach dem Krieg hat es eine sehr durchgreifende Rechtschreibreform gegeben. U.a. wurde die Schreibrichtung quer nach links abgeschafft, und es wurden sehr viele Schriftzeichen kraeftig vereinfacht und viele auch offiziell abgeschafft.
Es hat lautstarke Opposition gegen diese Rechtschreibreform gegeben, aber hauptsaechlich von Nationalkonservativen, die wegen des verlorenen Krieges diskreditiert waren.
Im Vergleich mit der Veränderung der Rechtschreibregeln in Deutschland erscheint mir besonders interessant, daß gerade die Wortabschaffung bis heute nicht „voll ständig“ akzeptiert wurde. Man hat ca. 2000 Schriftzeichen als zu verwenden definiert. In der Schule werden nur diese unterrichtet, und die Zeitungsverlage benutzen keine anderen. Auch mehr als 50 Jahre nach der Reform ist es aber bei weitem nicht genug, nur diese offizielen Schriftzeichen zu kennen, weil tatsaechlich immer noch knapp 5000 verwendet werden.
Seitdem gibt es kleine Rechtschreibreförmchen im Jahresrhytmus.
Da nimmt der Minister mal das eine oder andere Schriftzeichen aus dem Kanon heraus, erlaubt vielleicht ein anderes nur für die Verwendung in Eigennamen, oder es wird bei einzelnen Wörtern die Schreibweise einer seit langer Zeit üblich gewordenen, geänderten Sprechweise angepaßt.
Die Japaner sind mit ihren Rechtschreibregeln vertraut und zufrieden. Im privaten Schriftverkehr ismada alladings recht locka, mea vüleicht sogar wie in Amerika.
Die durchgreifende Rechtschreibreform Japans hat die Schrift erheblich schneller gemacht. Aufgrund dieses praktischen Aspekts ist sie zu großen Teilen schnell von den Leuten in Japan angenommen worden. Die deutsche Rechtschreibreform macht deutsche Sätze jedoch nicht kürzer, sondern länger. Niemand aber hatte je darunter gelitten, daß Deutsch zu kurz liefe.
Bestehende Wörter sind für die Leute ein Besitzstand. Man verzichtet nicht einfach so auf wichtige Wörter.
Die Aussprache mancher Wörter verändert sich im Laufe der Zeit, aber nicht, weil die Kultusministerkonferenz z.B. sagt, daß man das „e“ in „aufwendig“ jetzt wie ein „ä“ zu sprechen habe, sondern auf andere Art und aus anderen Gründen. Veränderungen in der Aussprache muß die Rechtschreibung in gebührendem Abstand folgen, und nicht von sich aus welche befehlen.
Ich meine, allmählich wäre es z.B. an der Zeit, die Schreibweise „fümunzwanzig“ zu erlauben, denn wenn man heutzutage tatsächlich sagt „fünfundzwanzig“, dann ist das doch schon bayrischer Dialekt.
Fazit
Viel mehr vernünftiges als der „Delfin“ ist in der ganzen deutschen Rechtschreibreform nicht drin und wird sich auch nicht durchsetzen.