Da habe ich nun die Federvorspannung meiner Gabel reduzieren wollen,weil sie mir sehr
hart und mit kaum statischen Durchhang erschien.
Als ich das Gabelöl wechselte und alles wieder ordnungsgemäß zusammenbaute, sackte
die Gabel erheblich ein, und war butterweich.
Logisch kann ich mir des Problemes auch nicht klar werden, denn ich habe die Federn
und die Distanzstücke zur Vorspannung nicht
verändert.
Woher kommt plötzlich dieser Unterschied ?
Lothar
falsche Viskosität
des verwendeten Gabelöls?
Etwa die alten Dichtringe wieder verwendet?
ich habe ein etwas dünneres Gabelöl verwendet.
Bin aber der Meinung,daß die Federvorspannung und somit der statische Durchhang unabhängig von der Viskosität ist.
Für Leute wie mich :
Statischer Durchhang bezeichnet den Unterschied des Federweges zwischen aufgebockten Rad und nachher ohne Fahrer im Stand.
Ist maßgeblich für das Ansprechverhalten der Federung.
… ?
Moin!
ich habe ein etwas dünneres Gabelöl
verwendet.
Daran liegt das grundsätzlich andere Ansprechverhalten der Gabel, jetzt zu weich. Aber auch an der Menge kann’s liegen. War vorher etwas zuviel drin und jetzt genau richtig, wird die Fuhre auch weicher.
Bin aber der Meinung,daß die
Federvorspannung und somit der statische
Durchhang unabhängig von der Viskosität
ist.
Korrekt. Bei modernen Motorrädern lassen sich an der Gabel mannigfaltige Einstellungen vornehmen:
Zugstufe: Hier wird eingestellt, wie schnell die Gabel ausfedert.
Druckstufe: Hier wird, analog zur Zugstufe, die Dämpfung beim Einfedern eingestellt.
Vorspannung: Hier wird die Feder vorgespannt, um unterschiedlichen Belastungen Rechnung zu tragen.
Die Einstellungen sind sehr sensibel zu handhaben, da bereits kleinste Änderungen massive Änderungen der Fahreigenschaften zur Folge haben. Aufschaukeln, Stuckern, Verhalten bei Bodenwellen in Kurven, aber auch Durchschlagen, „teigige“ Lenkung und höherer Reifenverschleiß können die Folgen falscher Einstellungen sein. Dies kann sogar richtig gefährlich werden.
Normalerweise sind die werksseitigen Einstellungen schon brauchbar, meistens etwas zu weich.
Bei älteren Motorrädern läßt sich oft lediglich die Vorspannung einstellen. Über Ölsorte und -Menge jedoch auch immer Zug- und Druckstufe gleichzeitig. Wenn Du die Gabel über das Öl härter machst (die Dämpfung erhöhst), muß auch die Vorspannung erhöht werden und umgekehrt. Eine ideale Einstellung zu finden ist oft das Ergebnis langwieriger 'Rumprobiererei.
Für Leute wie mich :
Statischer Durchhang bezeichnet den
Unterschied des Federweges zwischen
aufgebockten Rad und nachher ohne Fahrer
im Stand.
Ist maßgeblich für das Ansprechverhalten
der Federung.
… ?
Der statische Durchhang kann durchaus als Maß für die Federvorspannung angesehen werden. Für das Ansprechverhalten ist eher die Dämpfung maßgeblich: Wie schnell taucht das Rohr ein? Wie schnell entspannt es sich wieder? Wie oft schwingt es? Schwingen soll es normalerweise gar nicht, dennoch soll es relativ schnell ein- und ausfedern. Insgesamt ein Thema, wo man Bücher drüber schreiben kann (und wo auch schon eine Menge Bücher drüber geschrieben worden sind).
Munter bleiben… TRICHTEX
Na ja…
Also das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.
Ich habe aber mein Problem lösen können.
Am Anfang war die Gabel hart und tauchte
kaum ein.
Als ich dann das Gabel aufmachte, machte es zisch und eine Menge Luft kam raus.
Daran lag schon mal das schlechte Ansprechverhalten. Der Stoßdämpfer hatte sich mit Luft vollgepumpt.
Ab und zu muß man auch eine Gabel entlüften(aha !).
Aber woran lag das wegsacken schon im
Stand?
Daran daß sich die Feder im Laufe der Zeit durch den Betrieb etwas zusammengedrückt hatte und nun mehr Vorspannung brauchte.
Aber das hatte der Überdruck in dem Dämpfern
bis zum Entlüften kompensiert.
…
merke: auch meine KTM braucht etwas Zuneigung und will nicht immer getreten werden !
Gruß Lothar