Fehdeführung auch im Auftrag?

Liebe Historiker/innen

Wurden Fehden im Mittelalter auch im Auftrag - gegen Entgelt -
geführt, zum Beispiel von Adeligen für den Klerus? Stützen die beiden
Beispiele die These, dass Fehden im Auftrag geführt wurden?

" … Diese Krise ließ nach Feustel dem Landadel, weil er in der
Ökonomie kaum bewandert war, nur einen Ausweg: die Fehde (S. 23).
Diese Zwanghaftigkeit überzeugt keineswegs, lebte der Adel doch seit
Jahrhunderten von der Landwirtschaft, und das schloß zumindest
ökonomische Grundkenntnisse ein. Die Fehde soll Gewinne versprochen
haben, die eben aus der Landwirtschaft nicht mehr zu holen
waren. …"
http://209.85.129.104/search?q=cache:AMExGHliYuIJ:de…
netpub/16/52/93/975935216/_data_deli/_deli_stand_01_2001/
ei200943pa.tar.pdf+fehde+auftrag&hl=de&gl=ch&ct=clnk&cd=27&lr=lang_de

„… Fritz und Heinrich Nothaft vereinbarten in dreijährigem Wechsel
für den Unterhalt und die Besatzung der Burg Weißenstein aufzukommen,
zudem erkannte Heinrich Nothaft von Wernberg den 1464 geschlossenen
Burgfriedensvertrag an und räumte Fritz Nothaft und seinen Erben ein
Vorkaufsrecht an seinem Teil am Weißenstein ein. (…) Jeder solle
das Recht haben, den Weißenstein auf eigene Kosten zur Kriegs- und
Fehdeführung einzusetzen. Dadurch entstandene Schäden am Besitz
anderer Ganerben hatte derselbe dann allerdings aus seinem eigenen
Vermögen zu begleichen. Schließlich sollte keiner seinen Teil am
Weißenstein, ohne Wissen der anderen Mitbesitzer, einem Dritten zum
Zweck der Kriegs- oder Fehdeführung überlassen. …“
http://www.notthafft.de/sitze/weissenstein.htm

Mit Gruss & Dank
Rolf

Hallo, Rolf,

du kommst fei rum! :wink:

Wurden Fehden im Mittelalter auch im Auftrag - gegen Entgelt -
geführt, zum Beispiel von Adeligen für den Klerus? Stützen die
beiden Beispiele die These, dass Fehden im Auftrag geführt wurden?

Ja! Götz von Berlichingen war so ein gefürchteter Stellvertreterkämpfer. In diesem Zusammenhang lohnt sich, seine diktierte „Autobiografie“ zu lesen.

Selbst sein Engagement für die aufständischen Bauern ist wohl so zu erklären, obwohl er es später anders darstellt. Aber „Vor Tische las mans anders!“

Gruß Fritz

Danke, Fritz

Danke, Fritz

Gruss, Rolf