Hallo Pegasus,
hey, schön Dich mal wieder zu lesen *freu*
Vor einem halben
Jahr wurde eine Bewerbung von mir, nicht an die zuständige
Abteilung weitergeleitet, weil sie unvollständig war.
Ja, das passiert, darum musst Du gucken, dass Du die Unterlagen vervollständigt kriegst. Ganz viele Personalabteilungen sortieren die Bewerbungen, bevor sie sie an die Fachabteilung weitergeben. Und da ist halt „Vollständigkeit“ eines der Hauptkriterien.
Inzwischen habe ich probiert ein Zeugnis eines seit Jahren
insolventen Betriebes zu bekommen. Ohne Erfolg.
Wie lange ist der Laden schon insolvent? Wie lange warst Du da? Seit wann bist Du da weg? Was genau hast Du schon probiert?
Oder anders gefragt: hast Du versucht, die Kontaktdaten vom damaligen Chef/Überchef/Personaler zu bekommen? Bist Du an die besagten Leute mit (D)einem Entwurf vom Zeugnis herangetreten (letzteres ist wichtig, denn erstens steht dann da genau das drin, was Du erwähnt haben möchtest und zweitens macht’s denen das Leben leichter und beschleunigt die Sache).
Könnte Dir eventuell das Arbeitsamt weiterhelfen? Die haben in sowas oft mehr Überblick und Erfahrung als man selber.
und brauche ich auch Nachweise über
meinen Schulabschluss und die Bundeswehr.
Naja, beides solltest Du ja beim jeweiligen Abschluss bekommen haben. Falls die Werke verloren gegangen sind, sollte sich das mit einiger Bürokratie und eventuell dem einen oder anderen Euro lösen lassen. Im Zweifelsfall ist übrigens hingehen die beste Kontaktmöglichkeit.
Außerdem wäre ein
aktuelles Arbeitszeugnis ideal. Das kann ich aber auch nicht
anfordern. Dafür hätte mein Chef kein Verständnis.
Ja, sowas ist immer heikel. Wie lange bist denn schon bei der aktuellen Firma? Vielleicht gab es kürzlich mal einen Abteilungswechsel? Einen neuen Vorgesetzten? Ein neuer Aufgabenbereich für Dich? Irgendwas, was Du als Aufhänger verwenden könntest, ein Zeugnis zu erbeten?
Aber oftmals wird Dir das Fehlen des aktuellsten Zeugnisses „verziehen“, weil jeder verstehen kann, wie heikel das sein kann, sowas zu kriegen. Gerade wenn Du im Anschreiben noch sowas wie „bitte behandeln Sie meine Bewerbung zunächst vertraulich, da meine Vorgesetzten von meinem Veränderungswunsch noch nicht informiert sind“
Außerdem
war ich zwischen Ausbildung und Bundeswehr fast ein Jahr
arbeitslos.
Na, dafür kriegste ja gemeinhin kein Zeugnis *fg* Sprich, die Zeit erwähnst Du im Lebenslauf - idealerweise nicht als „arbeitssuchend“ sondern „Weiterbildung im Bereich x, y und z - eherenamtliche Tätigkeit im Vorleseverein für alte Tante“ oder was Du halt auch gemacht hast (nix erfinden, aber halt die erwähnenswerten Sachen rausstellen).
Jetzt ist die gleiche Stelle wieder ausgeschrieben und ich
möchte mich noch einmal bewerben. [nach hinten kopiert]
Hmm, das würde ich nicht blindlings machen. Zum einen isses immer komisch, sich nach verhältnismässig kurzer Zeit nochmal bei der gleichen Firma zu bewerben - könnte man sich an Dich noch erinnern.
Da die aber offensichtlich Deinen Traumjob (ist das diese Uni-Sache?) haben und Du meinst, sehr gut darauf zu passen, würde ich nicht den klassischen Weg gehen.
Sprich - siehst Du ne Chance mal dorthin zu gehen und direkt zur Fachabteilung zu kommen? Hättest Du dafür nen Ansprechpartner?
Oder mal die Personalabteilung anrufen und schildern, dass Du gerade dabei bist, Deine Unterlagen zu vervollständigen, aber das alles noch im Gange ist - ob Du die Bewerbungsunterlagen schonmal „vorab“ hinschicken darfst? Dann wissen die Jungs Bescheid und können in der Checkliste bei „Unterlagen vollständig“ hinschreiben „kommt noch“ und sortieren Dich nicht sofort aus 
Aber das heisst natürlich, dass Du jetzt und sofort und auf dem schnellst möglichen Weg versuchen musst an die Zeugnisse zu kommen.
Wenn Du meinst, dass ich Dir mit irgendwas davon weiterhelfen kann, mail mir ein Mail, ja?
*wink*
Petzi