Hallo,
was passiert eigentlich, wenn ein Handwerker ein Angebot für irgendeine Installation (Werklieferungsvertrag) abgibt, dabei aber einen Fehler gemacht hat und die Menge einer benötigten Ware falsch berechnet, aber auf Grund unsicherer Zeichnungen und nicht exakt bekannter Art der Ausführung diese Menge der benötigten Ware mit einem „ca.“ und einem Einzelpreis versieht?
Mal ein Beispiel:
Man bietet eine Anzahl Netzwerkdosen an, an eine Anzahl Patchfelder, die komplette Verlegung, den Anschluss und eben „ca. 1000m“ Netzwerkkabel. Als Grundlage für die Kalkulation diene eine persönliche Begehung der Räume und ein Plan, der allerdings falsch bemaßt (real sind die Räume etwa 20% länger als angegeben) sei.
Bei der Ausführung stellt man fest: „Hoppla, ich hab mich ja voll vertan, ich Depp, zu jeder Dose gehören zwei Leitungen, ich habe den Faktor 2 vergessen und benötige nicht ca. 1000m sondern fast das Doppelte!“
Einerseits hatte man ja nur eine „circa“ Angabe gemacht und wegen der falschen Pläne ergeben sich schon ca. 20% längere Leitungen.
Andererseits ist man mit fast 2000m ja nicht mehr „knapp daneben“, sondern VOLL.
Dem Kunden hätte der Fehler NICHT unmittelbar auffallen müssen, ob Konkurrenzangebote mit richtiger Längenangabe vorliegen sei unbekannt.
