mal angenommen, ich möchte den Durchschnittslohn sowie Ober und Untergrenze eines Berufes in Deutschland erheben und würde aber leider nicht die richtigen Leute befragen (z.B. nur welche die sehr wenig verdienen). Wie nennt man dann dieses statistischen Fehler, welcher meine Statistik fälschen würde?
mal angenommen, ich möchte den Durchschnittslohn sowie Ober
und Untergrenze eines Berufes in Deutschland erheben und würde
aber leider nicht die richtigen Leute befragen (z.B. nur
welche die sehr wenig verdienen).
Das würde voraussetzen, dass man die Grundgesamtheit kennt.
Wie nennt man dann dieses
statistischen Fehler, welcher meine Statistik fälschen würde?
das Problem wäre, dass die Stickprobe nicht representativ wäre.
Ein Bias ist dagegen ein Messfehler, der in deinem Fall nicht vorkommt, das du ja wie beschrieben richtig misst, nur eben das Falsche. In der Literatur würde ein Bias in die Kategorie systematische Fehler fallen.
MfG,
Nick
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das Problem wäre, dass die Stickprobe nicht representativ
wäre.
Korrekt.
Ein Bias ist dagegen ein Messfehler,
Hier erhebe ich Einspruch. Ein Bias kann auf einem systematischen Messfehler beruhen (und meistens tut er das auch), er kann aber auch eine andere, systematische Ursache haben.
In der Statistik bezeichnet „Bias“ die Differenz zwischen dem Erwartungswert einer Statistik und dem zu schätzenden Objekt. Es ist dabei unerheblich, ob diese Differenz von einer systematisch falschen Messung oder einer systematisch falschen Stichprobe verursacht ist.
Eine nicht-representative Stichprobe ist per Definition verzerrt in Bezug auf die Population, sie ist systematisch falsch und Grund für einen „Bias“ in der Schätzung der Populationsparameter. Eine echte Zufallsstichprobe hingegen ist per Definition nicht „nicht-representativ“ (sie kann höchstens zu klein sein und hat einen entsprechend großen Schätzfehler!), die Schätzung aber ist Erwartungstreu (d.h., sie liefert im Mittel bzw. bei sehr großen Stichprfoben eine richtige Annäherung an den wahren Populationsparameter.
Das Gegenteil von „Bias“ ist übrigends „Erwartungstreue“.
In der Literatur würde ein Bias in die Kategorie
systematische Fehler fallen.
Wieder richtig. Und nochmal: Die Quelle des systematischen Fehlers ist unerheblich. Die Daten sind eben systematisch verzerrt - egal ob durch ein falsch geeichtes/kalibriertes Meßgerät, ein verzerrendes Messprinzip oder eine verzerrte (=nich-representative) Stichprobe.