Hallo,
ich habe folgendes Problem:
im Frühjahr letzten Jahres habe ich mein Auto, einen 1999er Chevy Camaro, zu einer Werkstatt gefahren wegen einer Bremse vorne, die sich nicht mehr löste. Die Werkstatt wurde mir empfohlen als eine der besten überhaupt in der Region und sie akzeptierte US-Fahrzeuge. Da wurde schnell entschieden, das läge an der Bremszange, die wäre verklemmt und müsse dann neu gemacht werden an der Vorderachse. Die ganze Aktion hat mich ca. 1000€ für neue Bremszangen, -scheiben und -beläge gekostet. Nur das Problem mit der sich nicht lösenden Bremse blieb bestehen.
Um eine andere Meinung einzuholen habe ich zu einer reinen US-Car Werkstatt gewechselt und war begeistert und hochgradig verärgert gleichermaßen: der andere Mechaniker ermittelte den Fehler sehr zügig und es lag an verschlossenen Bremsleitungen, wodurch die Bremse den Druck nicht mehr ablassen konnte. Kostenfaktor: 70€. Am Ende war die komplett neue Bremse vorne absolut unnötig, daher mein Ärger.
Jetzt verliert mein Fahrzeug massiv Bremsflüssigkeit und der Mechaniker (gleicher, welche die Bremsschläuche diagnostizierte) bemerkte, dass die Flüssigkeit stark aus der letzten Jahres erneuerten Bremszange läuft. Erneute Kosten: ca. 700€ für zwei Bremszangen und -beläge.
Die Rechnungen von der Reparatur habe ich noch hier liegen und spiele jetzt mit dem Gedanken, die erste Werkstatt für die schlechte Arbeit rechtlich zu belangen. Ich weiß aber auch, dass ich z.B. im Einzelhandel ja jemandem auch erst eine Chance geben muss, seinen Fehler selbst auszubessern. Allerdings war nach diesem groben „um-den-Fehler-herum“ reparieren mein Vertrauen zu besagtem Mechaniker weg.
Wie sieht die rechtliche Lage hier aus? Habe ich mit der Nachbesserung bei einer anderen Werkstatt meinen Anspruch auf Regress verloren?
Vielen Dank.