Fehlerhafte Lohnabrechnung

Liebe/-r Experte/-in,

mein AG hat mich „versehentlich“ zum 30.11.12 abgeledet, da angeblich ein neues Lohnbuchhaltungsprogramm aufgespielt wurde.
Über diesen Sachverhalt wurde ich als AN erst Mitte Januar telefonisch informiert. Der Nettolohn wurde mittels Brutto-Netto-Rechner von der Lohnbuchaltung geschätzt und auch überwiesen.
Es konnte für den Monat Dezember also keine Lohnabrechnung erstellt werden. Dafür hat der AG das zu versteuernde Einkommen auf die Gehaltsabrechung für den Janunar addiert. Das führt selbstredend dazu, daß sich das zu verst. Einkommen nahezu verdoppelt und ich statt ca 10% auf eine niedrigere Summe, über 15% auf doppelt so hohe Summe Lohnsteuer und den Solidaritätszuschlag zahlen muss.
Macht in der Summe etwa 250€ weniger Nettoeinkommen im Monat Januar.
Ich habe den AG selbstverständlich unverzüglich nach Erhalt der Lohnabrechnung darauf aufmerksam gemacht und um eine Korrektur gebeten. Die Lohnbuchhaltung ist jedoch der Meinung dies sei alles so in Ordnung und könne nicht mehr geändert werden, weil im Januar das neue Geschäftsjahr begonnen habe und ich mir das fehlende Geld am Ende des Jahres mit der Steuererklärung zurück holen könne.
Da es sich um hierbei eine Leiharbeitsfirma handelt, habe ich eh kein besonders hohes Einkommen und komme gerade so über die Runden. Diese 250€ fehlen also spürbar in meiner Geldbörse.

Nun mein Standpunkt zu der Angelegenheit.
1.Der AG hat dafür zu sorgen, daß seine AN korrekt und fristgerecht bezahlt werden.
2.Der AG kann nicht von mir verlangen, eine Lohnsteuererklärung nur deswegen zu machen um seine eigenen Fehler wieder auszubügeln.
3.Der AG ist meiner Meinung nach sehr wohl in der Lage eine Nachträgliche Korrektur anzustellen.

Wer kann mir zu diesem Sachverhalt eine juristische Einschätzung geben?

Welche Maßnahmen kann und sollte ich einleiten um mein Ziel zu erreichen und mein mir zustehendes Geld zu bekommen?

Vielen Dank schon einmal für sachdienliche Tips und Hinweise.

Schönen Gruß