Fehlmessung,oder?

Hallo Experten

Vor kurzem habe ich mit einem Digitalmeßgerät einen Messung an einer 3-adrigen Leitung durchgeführt.
Ein Draht war an 220 V angeschlossen.Die 2 anderen ohne Anschluß.
Am anderen Ende der etwa 10 m langen Leitung führten alle 3 Drähte in isolierte Dosenklemmen.

Mit meinem Digitalmeßgerät konnte ich zwischen einen von den 2 spannungslosen Drähten und Erde eine Spannung von 80 V messen.

Ich kann mir vorstellen das diese Spg. durch Induktion der eng aneinander liegenden Leiter entsteht und somit ungefährlich ist.
Aber was wenn durch eine Beschädigung der Leitung eine gefärliche Spannung entsteht?

Soll ich denn mein modernes Digitalmeßgerät wieder durch ein Analogmeßgerät ersetzen?

Gruß Robert (der das Sch…-meßgerät bald aus dem Fenster wirft)

Nicht wegschmeissen…
Hallo Robert!
Es kommt immer darauf an WAS man messen will. Dann das dafür passende Messgerät benutzen!
Digitalmultimeter haben einen recht hohen Innenwiderstand und fangen deshalb leicht induktiv oder kapazitiv gekoppelte Signale auf. Wenn Du das vermeiden wolltest, könntest Du dem Eingang parallel einen 0.5 … 1MOhm Widerstand schalten.
Messgeräte für Elektriker sind i.A. niederohmiger und vermeiden solche Effekte.
Gruss
Michael

Obacht!!!
Moin, Moin!

  1. Dass die 80V durch Induktion entstehen ist ziemlich unwahrscheinlich und wenn wären sie auch gefährlich!!!
  2. Besser du machst alles Spg.- bzw. Stromlos, überprüfst die Leitungen z.B. mit dem Ohmmeter denn …
    in der Regel sind nicht angeschlossene Leitungen Spannugslos
  3. Du mißt falsch. Durch unglücklich gewählte Messpunkte ganz du gegen unterschiedliche Potentiale messen.

Gruss Heiko

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[…]

Gruß Robert (der das Sch…-meßgerät bald aus dem Fenster
wirft)

Moin, Moin!

  1. Dass die 80V durch Induktion entstehen ist ziemlich
    unwahrscheinlich und wenn wären sie auch gefährlich!!!
  2. Besser du machst alles Spg.- bzw. Stromlos, überprüfst die
    Leitungen z.B. mit dem Ohmmeter denn …
    in der Regel sind nicht angeschlossene Leitungen Spannugslos
  3. Du mißt falsch. Durch unglücklich gewählte Messpunkte ganz
    du gegen unterschiedliche Potentiale messen.

Gruss Heiko

Moin moin und Vorsicht!

  1. Wenn die Leitungen lange genug nebeneinanderherlaufen kann man (auch gerade mit einem Digitalmessgerät) eine Spannung messen.
  2. Grundidee ist nicht schlecht, nur bitte mit einem richtigen Isolationsprüfgerät, das misst nämlich mit einer höheren Spannung als die 9V, die wahrscheinlich aus dem Messgerät kommen.
  3. Zustimmung, liegt der „Erde“ Messpunkt wirklich auf einem Potential wie zum Beispiel der PE? D.h. ist alles orderntlich und ordnungsgemäß an einen Potentialausgleich angeschlossen und ist dessen Erdungswiderstand in Ordnung?

Wenn Du (Robert) ein Fachmann bist oder einen kennst, schalte Dein Multimeter auf den größten Strommessbereich (10 oder 20 A) solltens schon sein und versuche zu messen wieviel Strom denn die 80V liefern…
Doch !!!VORSICHT!!! wenn da mehr Strom rauskommt (was ich aber nicht vermute, ich hatte auch mal 100V in ner alten Wohnung auf meiner metallischen Kühlschrankumrandung, aber nur 15µA) raucht Dir Dein Messgerät ab, wenn die Sicherung nicht rechtzeitig kommt.
Wenn da mehr Strom rauskommen sollte, hätte die Sicherung eigentlich auch schon vorher ansprechen müssen…

Viel Spaß bei der weiteren Untersuchung!
(Ich würde mir ein professionelles Isolationsprüfgerät oder einen Instalationtester, z.B. LEM UNILAP 100XE besorgen oder leihen)

Ansonsten frage einen Elektroinstallateur Deines Vertrauens nach einem „E-check“, der TÜV-Plakette für die Installation…

Und immer wieder wichtig:
VORSICHT BEIM UMGANG MIT NETZSPANNUNG!!!
Wer nicht weiss, was er tut lässt lieber die Hände in der Tasche!
(Und wer sich nicht dran hält ist selber Schuld!)

>Fred

siehe auch Reply auf Obacht!!!
>Fred

Hallo,
soweit richtig, nur würde ich einen 47kOhm - 1 Watt Widerstand parallel schalten, um die Induktivspannung zu kompensieren. Da bist Du auf der sicheren Seite, und ausserdem kannst Du auch die 230V messen, ohne Gefahr zu laufen, dass der Widerstand abfackelt.
MfG
Michael Zettler

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