Wie kann es funktionieren, dass Feinstrumpfhosen / -strümpfe, wenn man sie vor dem ersten Tragen ins Gefrierfach legt, angeblich wesentlich länger halten?
So lange ich kein plausibles „weil“ habe, kann ich das irgendwie nicht so ganz glauben…
… ich niiiieeemals ein eiskaltes Strumpfhöschen an meine zartbesaiteten Beinchen lassen würde
… ich sowieso nicht in die stocksteifgefrorenen Dinger reinpassen würde
… ich aus Schusseligkeit und/oder morgendlicher Benommenheit mit kaum zu hebenden Augenlidern sowieso statt nach dem Höschen, nach dem arktischtiefgefrorenen Gemüsebeutel greifen und mich wundern würde, warum der mir nicht passt
… ich die Dinger aus oben genannten Gründen und sowieso und überhaupt in den Tiefen der Kühltruhe vergessen würde
Mal sehen ober der Chemie Leistungskurs was gebracht hat. Ich erkläre mir das so:
Nylon ist ein Handelsname von duPont und steht für Kunststofffasern aus Polyamid. Die Eigenschaften von Polyamid hängen unter anderem von dessen Wassergehalt ab. Wasserfreies Poliamid ist eher spröde und wird erst duch Wasseraufnahme flexibel. Dabei können sich die Werte für Schlagzähigkeit und Elastizität je nach Wassergehalt fast verdoppeln.
Nimmt man also eine Strumfhose aus dem Tiefkühlfach, kondensiert das Wasser aus der Umgebungsluft an den Fasern (ebenso wie an einem eiskalten Getränk im Sommer), Die Faser nimmt das Wasser auf, gewinnt damit an Elastizität und reisst deshalb weniger schnell.