'Feintuning' von Brotbackautomaten

Ich habe einen Brotbackautomaten vom Typ Unold Backmeister 8650.
Den kann ich zwar im Eigenprogramm programmieren - aber die Backtemperatur ist nicht veränderbar. Wer kennt sich mit der Elektronik von Brotbackautomaten aus? Gibt es eine Programmierschnittstelle zum PC? Kann man die Software updaten?
Der Hersteller schweigt sich zu diesem Thema aus…
Danke,
Andreas

Der Hersteller schweigt sich zu diesem Thema aus…

Hi Andreas,
klar doch.
Ich glaube ich kenne die Gründe:

  1. Gewährleistung.
    Wenn der Kunde selbst „rumfummeln“ darf, kann keiner mehr genau nachvollziehen, was das Gerät wie lange aushalten kann/wird.
    Es wird garantiert welche geben, die auf 250° setzen wollen… und das würde die Maschine nicht oder nicht lange aushalten.
    Habe ich die Grundmöglichkeit gefunden/erfahren, kann ich alles machen… auch Blödsinn.

  2. Ahnung.
    Manchmal bekommt der Hersteller nur vorprogrammierte Bauteile. Die werden verbaut und fertig ist. Man verlässt sich auf Zulieferer und beschäftigt sich nicht näher damit.

  3. Technik.
    Eventuell ist eine spätere Programmänderung nicht möglich, da es sich z.B. um E-Proms handelt, die nicht neu beschrieben werden können… ode eben nur von Herstellerwerken.

  4. Sicherheit.
    Man kann jede Programmierung so ändern, dass sich Sicherheitsprobleme ergeben könnten (Überhitzung, Kurzschluss etc.)
    Verantwortlich ist dann aber trotzdem für alle Folgeschäden der Hersteller des Gerätes (Produkthaftung)
    Dieses Risiko will man nicht eingehen.

Gruß
BJ

Okay - das kann ich ja auch nachvollziehen, ABER:
Wenn die Gewährleistung erlischt kann man doch den Hersteller auch hinterher nicht mehr zur Verantwortung ziehen.

Ich hätte schon ein paar nützliche Änderungen…
Das mit den Eproms ist schon eher ein Grund. Wozu Geld für eine Schnittstelle investieren. Ich hatte mir gedacht, dass die Firma die Programme ja irgendwie ins Gerät einprogrammieren muß. Aber es reicht ja wirklich ein programmiertes Eprom auf die Platine zu stecken.

Danke, für die Antworten - trotzdem: Schade!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Ich hatte mir gedacht, dass
die Firma die Programme ja irgendwie ins Gerät
einprogrammieren muß. Aber es reicht ja wirklich ein
programmiertes Eprom auf die Platine zu stecken.

in aller Regel gibt es keine Eproms in so einem Gerät. Das Steuerungsprogramm und die Backprogramme befinden sich in einem ROM im Steuerprozessor. Und der ist in aller Regel vor auslesen geschützt, wenn überhaupt lösch- und wiederbeschreibbar.
Es gibt zudem einen ganzen Haufen verschiedener Prozessoren, mit jeweils eigener Programmiersprache. Und in welcher Form die Backprogramme abgelegt sind, weiß nur der Programmierer, dafür gibt es keine Norm. Du stellst Dir die Sache also viel zu einfach vor.
Ist aber vielleicht kein Wunder im Zeitalter der Windows-PCs, bei denen kaum noch einer weiß, was da drin wirklich so alles abläuft.

Btw., selbstverständlich wäre es für den Entwickler kein Problem, andere Backprogramme zu implementieren. Nur ist der Speicherplatz der kleinen Prozessoren meist bis auf’s letzte Bit bereits belegt. Und bedienen muß man das ja auch noch können.

Gruß
loderunner