Felgenschlösser

Hallo,

da mein Auto neue Leichtmetallfelgen bekommen hat, habe ich mich entschlossen auch einen Satz Felgenschlösser zu kaufen.
Entschieden habe ich mich auf Empfehlung für die „Kleeblatt-Felgenschlösser“ von Racimex.
Ich würde gerne wissen ob diese Schlösser wirklich etwas bringen und ob sie gut sind. Sollten sie nicht so gut sein, bitte ich um Empfehlung anderer Schlösser.

Gruß
Jonny

Hallo!

Ja, das ist eine gute Wahl,
weil es da wie bei einem Schlüssel sehr viele individuelle Varianten gibt.

Die üblichen Schlösser, wie ich sie häufig sehe, sind ja alle gleich,
die habe ich auch alle in meiner Werkstatt.
Die Autoknacker haben die bestimmt auch.

Diese Kleeblatt-Sicherungen sind aber etwas empfindlich, und sollten sorgfältig behandelt werden.
Also das Gewinde immer leicht fetten, damit die nicht festrosten.
Keine Schlagschrauber verwenden,
und gefühlvoll mit der Hand anziehen und lösen. Dann lieber die anderen, normalen Schrauben etwas fester anziehen.
Und immer den Dreck aus dem „Kleeblatt“ entfernen, wenn der Schlüssel benutzt wird.

Wenn Du das beachtest,
hast Du viele Jahre optimalen Schutz.
Aber eine absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht,
ich selbst habe auch schon auf Prospekten Werkzeugsätze für Werkstätten gesehen, mit denen man solche Sicherungen überlisten kann, wenn z. B. ein Kunde den Schlüssel verloren hat. Das war aber zum Glück sehr teuer.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

„Kleeblatt-Felgenschlösser“ von Racimex.

Ja, das ist eine gute Wahl,
weil es da wie bei einem Schlüssel sehr viele individuelle
Varianten gibt.

es gibt Universalschlüssel, mit denen alle Schraubenköpfe geöffnet werden können.

Keine Schlagschrauber verwenden,
und gefühlvoll mit der Hand anziehen und lösen.

Nimmt man da nicht üblicherweise einen Drehmomentschlüssel?

Dann lieber
die anderen, normalen Schrauben etwas fester anziehen.

und ich habe mal gelernt, alle Schrauben gleichmäßig fest zu ziehen.

Ich montiere meine Felgenschlösser nicht mehr. Der Sicherheitsgewinn ist nicht besonders hoch und man muss immer den passenden Steckschlüsselaufsatz mitnehmen.

Gruß, Niels

Hallo Niels!

Nimmt man da nicht üblicherweise einen Drehmomentschlüssel?

Ja, normalerweise schon,
aber ich nicht.
Man kann auch mit einem Drehmomentschlüssel die Räder unterschiedlich fest anziehen, je nachdem, wie schnell man das tut. Ich selbst habe natürlich auch solche Drehmomentschlüssel, und das schon ausgetestet.
Ich nehme immer ein Radkreuz, und verlasse mich auf mein Gefühl.
Das hat mich noch nie im Stich gelassen. Da hat man das schön im Gefühl, wie der Konus sich langsam zusammenzieht…
Beim Drehmomentschlüssel schaltet man das Gefühl aus, und wartet nur auf den Knack.

und ich habe mal gelernt, alle Schrauben gleichmäßig fest zu
ziehen.

Wenn sich das im Bereich von 10 Nm abspielt, wird davon die Felge nicht krumm.

Ich montiere meine Felgenschlösser nicht mehr. Der
Sicherheitsgewinn ist nicht besonders hoch

Also bei den Kleeblatt-Schlössern sitzen die bei Alu-Felgen ja in einem Loch, wo ringsum nur einige wenige mm Platz sind.
Wie man die mit einem Spezialwerkzeug aufbringen soll, kann ich mir nur schwer vorstellen, aber es soll ja tatsächlich sowas geben. Aber das dürfte nicht ganz billig sein, und auch nicht frei verkäuflich.

Und die Leute, welche Räder klauen, werden die Räder bestimmt an irgendwelche Hehler für 100 € verkaufen, und das Geld versaufen oder zur Tankstelle bringen. Die haben so einen Werkzeugsatz bestimmt nicht.

und man muss immer
den passenden Steckschlüsselaufsatz mitnehmen.

Das ist natürlich das beste Argument, ha ha,
im Werkzeugfach ist dafür meist sogar eine Halterung, und da kommt das Teil immer hin. Zumindest bei mir.

Grüße, Steffen!

Hallo,

je nachdem, wie schnell man das
tut.

wie schnell? Die Muttern werden von Hand komptell reingedreht und dann wird vorsichtig mit dem Drehmo bis zum Knack angeschraubt. Das hat doch mit Geschwindigkeit nichts zu tun. Selbstverständlich zieht man die nicht mit einem Ruck an. Das ist auch gar nicht nötig, weil die Drehmos sowieso einen großen Hebelarm haben.

Ich nehme immer ein Radkreuz, und verlasse mich auf mein
Gefühl.
Das hat mich noch nie im Stich gelassen. Da hat man das schön
im Gefühl, wie der Konus sich langsam zusammenzieht…
Beim Drehmomentschlüssel schaltet man das Gefühl aus, und
wartet nur auf den Knack.

Das müsste man einrahmen lassen…

und ich habe mal gelernt, alle Schrauben gleichmäßig fest zu
ziehen.

Wenn sich das im Bereich von 10 Nm abspielt, wird davon die
Felge nicht krumm.

aber bitte mit Gefühl :smile:

Und die Leute, welche Räder klauen, werden die Räder bestimmt
an irgendwelche Hehler für 100 € verkaufen, und das Geld
versaufen oder zur Tankstelle bringen. Die haben so einen
Werkzeugsatz bestimmt nicht.

Ich sehe, du hast tiefgreifende Menschenkenntnisse.

und man muss immer
den passenden Steckschlüsselaufsatz mitnehmen.

Das ist natürlich das beste Argument, ha ha,
im Werkzeugfach ist dafür meist sogar eine Halterung, und da
kommt das Teil immer hin. Zumindest bei mir.

Wie schön, dass das Werkzeug dort für den Dieb bereitliegt.

Gruß, Niels

Oh je
Moin,

Ich nehme immer ein Radkreuz, und verlasse mich auf mein
Gefühl.
Das hat mich noch nie im Stich gelassen. Da hat man das schön
im Gefühl, wie der Konus sich langsam zusammenzieht…
Beim Drehmomentschlüssel schaltet man das Gefühl aus, und
wartet nur auf den Knack.

Das müsste man einrahmen lassen…

Genauso mache ich das auch. Nach meiner Erfahrung nehmen die wenigsten Werkstätten einen Drehmomentschlüssel. Schlagschrauber und fertig, und an dem wird nix eingestellt.
Der Drehmomentschlüssel kommt zum Einsatz wenn der Kunde daneben steht, sonst selten.

und man muss immer
den passenden Steckschlüsselaufsatz mitnehmen.

Das ist natürlich das beste Argument, ha ha,
im Werkzeugfach ist dafür meist sogar eine Halterung, und da
kommt das Teil immer hin. Zumindest bei mir.

Wie schön, dass das Werkzeug dort für den Dieb bereitliegt.

Klar, die Diebe brechen das Auto auf und suchen nach dem Werkzeug.
Wahrscheinlich buddeln sie auch den Original-Wagenheber aus?
Nee, entweder sie haben den passenden Schlüssel dabei oder sie lassen es sein. Ausnahme wäre vielleicht ein Auto mit teuren Felgen, das auf einem einsamen Waldparkplatz steht.
Profis nehmen das Auto mit oder stehlen die Airbags oder das Navi. Kleinkriminelle vergreifen sich an Felgen und Radios.

Gruss Jakob

Nach meiner Erfahrung nehmen die
wenigsten Werkstätten einen Drehmomentschlüssel.
Schlagschrauber und fertig, und an dem wird nix eingestellt.
Der Drehmomentschlüssel kommt zum Einsatz wenn der Kunde
daneben steht, sonst selten.

Hallo!

Die Werkstätten haben aber solche Drehmomentbegrenzer, welche auf den Schrauber gesteckt werden. Es gibt da viele verschiedene.
Ich selbst habe nur einen, Schlüsselweite 17, 110 Nm. Für die Autotypen, die ich am häufigsten habe.
Das ist also ein ca. 20 cm langer dünner Stahlstab,
auf einer Seite ist das Vierkant für den Schrauber dran, auf der anderen Seite das Seckskant für die Radschraube.

Das funktioniert ganz gut, habe ich öfters ausprobiert, also mit dem Drehmomentschlüssel nachgeprüft.
Als ich mich dann immer darauf verlassen habe, ist aber dummerweise doch mal ein Rad locker gewesen.
Das kann ich mir bis heute nicht erklären,
vermutlich war da zu viel Dreck zwischen Bremsscheibe und Felge.

Derzeit nehme ich wieder das Radkreuz.

Grüße, Steffen!

Moin,

Die Werkstätten haben aber solche Drehmomentbegrenzer, welche
auf den Schrauber gesteckt werden. Es gibt da viele
verschiedene.
Ich selbst habe nur einen, Schlüsselweite 17, 110 Nm. Für die
Autotypen, die ich am häufigsten habe.
Das ist also ein ca. 20 cm langer dünner Stahlstab,
auf einer Seite ist das Vierkant für den Schrauber dran, auf
der anderen Seite das Seckskant für die Radschraube.

Klar. One Size fits all :wink:
Die Jungs werden auch ihre Erfahrungen damit haben.
Mit Schlagschrauber arbeite ich sehr selten.

Derzeit nehme ich wieder das Radkreuz.

Ich bin da eher der Freund des etwas längeren Radmutternschlüssels.
Da bricht man sich nicht das Kreuz, wenn man mal mit Fusstritten arbeiten muss und auf der anderen Hälfte gegenhalten muss.
Ich mache das eben auch immer „mit Gefühl“ wie bei (fast) allen Schrauben. Bisher habe ich nie Probleme damit gehabt. Keine Schrauben abgerissen oder zu lose gehabt.
Ist natürlich Erfahrungssache. Wer nur ab und an mal was schraubt, der kann dieses Gefühl nicht haben.

Gruss Jakob