Fenster

Liebe/-r Experte/-in,

wir wohnen in einer Mietwohnung im Altbau.
Die Außenwände sind sehr massiv. Die vorhandenen Fenster sind ältere ISO-Holzfenster.

Das Haus liegt an einer stark befahrenen Straße.
Der Vermitter will in absehbarer Zeit die Fenster nicht erneuern.

Jetzt kam mir die Idee, ob es nicht sinnvoll ist noch zusätzliche Fenster auf eigene Kosten und mit Zustimmung des Vermieters in die breiten Fensternieschen einzubauen??
Somit dürfte der Schallschutz und Wärmedämmung bestimmt sehr verbessert werden.
Was halten Sie von dieser Idee?

Sinnvoll und durchführbar??
Was kosten qaktuell eigentlich nach Maß angefertigte Fenster??
Ich denke, daß in diesem Altbau bestimmt keine aktuelle DIN-Fenster reinpassen würden.

Danke für Ihre Mühe und Hilfe im Voraus.

Gruß
Jörg

Hallo Jörg,

zu aktuellen Preisen kann ich leider nichts sagen. Zur grundsätzlichen Idee, ein zweites Fenster einzubauen, ist erst einmal nicht einzuwenden. Das hat man vor 200 Jahren schon so gemacht. Man hatte ja auch keine Isoliergläser usw. Früher wurden sogar sogenannte „Kastenfenster“ gefertigt, die hohen Schall- und moderaten Wärmeschutz boten, und das bei Einfachverglasungen.
Ein kompletter Rahmen wird sicher nicht in die Fensterniesche passen. Aber es ist ja auch denkbar, ein Element von innen gegen die Wand zu montieren und der zu öffnende Flügel so groß ist, dass die vorhandenen noch zu öffnen sind. Wenn Sie dafür eine Holzkonstruktion vor die Wand stellen, dann können Sie die Fenster sogar zerstörungsfrei montieren und beim Auszug wieder mitnehmen (wenn der Vermieter kein Interesse hat).
Ich empfehle jedoch, sich einmal mit einem Sachverständigen zu unterhalten. 1 Stunde investieren und dann gut schlafen können. Es macht nämlich Sinn, die Bausituation genau zu untersuchen und zu prüfen, ob ein zusätzliches Innenfenster den Isothermenverlauf nicht negativ beeinflusst. Sonst ist mit Schimmelpilzbefall zu rechnen. Der Sachverständige ist in der Lage, die erforderliche Konstruktion unabhängig von Anbietern fachlich exakt vorzugeben. Das spart eine Menge Geld und späteren Ärger.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen und wünsche viel Erfolg beim Renovieren.
Maik Ahrens

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Liebe/-r Experte/-in,

wir wohnen in einer Mietwohnung im Altbau.
Die Außenwände sind sehr massiv. Die vorhandenen Fenster sind
ältere ISO-Holzfenster.

Das Haus liegt an einer stark befahrenen Straße.
Der Vermitter will in absehbarer Zeit die Fenster nicht
erneuern.

Jetzt kam mir die Idee, ob es nicht sinnvoll ist noch
zusätzliche Fenster auf eigene Kosten und mit Zustimmung des
Vermieters in die breiten Fensternieschen einzubauen??
Somit dürfte der Schallschutz und Wärmedämmung bestimmt sehr
verbessert werden.
Was halten Sie von dieser Idee?

Das ist durchaus machbar. Ein Profi sollte dich vor Ort beraten & ein Angebot machen.
Achtung das innere und außere Fenster sollte 90° aufgehen!!

Sinnvoll und durchführbar??
Was kosten qaktuell eigentlich nach Maß angefertigte Fenster??
Ich denke, daß in diesem Altbau bestimmt keine aktuelle
DIN-Fenster reinpassen würden.

Danke für Ihre Mühe und Hilfe im Voraus.

Gruß
Jörg

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Hallo Jörg,
pauschal betrachtet macht es wenig Sinn zusätzliche Fenster in die Nischen einzusetzen.
a) Fenster der neuen Generation weisen erheblich größere Abmessungen bei Blendrahmen und Flügelbreiten auf. Hier ergibt sich die Problematik, dass die dann
außen sitzenden alten Fenster sich wahrscheinlich nur noch einen Spaltbreit öffnen lassen werden.

b) die Fenster werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach Maß gefertigt werden müssen.
Inklusiv der Einbaukosten würde als Kostenfaktor lediglich der relativ geringe Anteil des Ausbaus der alten Fenster entfallen.
Mein Tipp: mit dem Hauswirt über eine eventuelle Kostenbeteiligung an neuen Fenstern verhandeln oder
wenn die vorhandenen Fenster noch nicht sehr alt sind und bereits über Dichtungen in den Flügeln verfügen kann es auch sinnvoll sein lediglich die Verglasung durch eine Schall- und Wärmedämmverglasung ersetzen zu lassen.
Dies wäre alternativ zu neuen oder zusätzlichen Fenstern eine wesentlich kostengünstigere Variante, die aber nur Sinn macht wenn die Fenster wirklich noch in technisch akzeptablem Zustand sind.
Zu Preisen könnte ich nur Auskunft geben wenn ich über
mehr Details verfüge (Größe, Aufteilung). Im übrigen würde ich empfehlen einfach mal bei einem örtlichen Anbieter (Tischlerei o.ä.) ein unverbindliches und kostenloses Angebot einzuholen um überhaupt erst einmal einen Überblick oder Entscheidungshilfe zu erhalten.
mfg Helmut

Lieber Jörg

Deine Idee ist nicht neu und hat sich sehr bewährt.Wenn du die Zusatzfenster auf der Innenseite montieren kannst, ist es sehr wichtig, dass du das sogenannte Vorfenster (Kastenfenster) mit Dichtungen und einem Wärmedämm/Schallschutzglas versehrst. Der Luft-zwischenraum sollte leicht mit Aussenluft (Kaltluft) hinterlüftet sein, um Kondensat zu vermeiden. Im Internet findest du eine Möglichkeit von Hinterlüftungen unter Regelair.

Mit dieser Fensterkonstruktion erreichst du einen Schalldämmwert von ca. 42 DB und einen G Wert von ca. 1.0
Fachkompetenz eines Fensterbauers ist hier gefragt, um Bauschäden zu vermeiden!
Eine entsprechende Offert musst du bei einer Firma anfragen.

Beste Grüsse Otto

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Hallo Jörg,

diese Lösung ist prinzipiell möglich, sollte im Einzelfall jedoch von einem Fachmann (Energieberater, Bautechniker, Bauphysiker o.ä.) untersucht werden. Massives Mauerwerk ist kein Garant für einen guten Dämmwert. Wenn die Dämmung der Fenster insgesamt besser wird als der Dämmwert des Mauerwerks, kann es zu Durchfeuchtungserscheinungen des Mauerwerks führen. Daher wird ein seriöser Berater keine Ferndiagnose erstellen. Dass diese Lösung funktioniert, wird in einigen Denkmalen bewiesen. Eine alternative Lösung wäre, von Innen oder Außen einfach verglaste Fenster einzusetzen oder die Fenster innen mit einer dritten Scheibe zu versehen. Auch dafür gibt es verschiedene Lösungsansätze, jedoch immer unter Berücksichtigung der obigen Hinweise. Sonst bliebe noch der Einbau zusätzlicher Dichtungen, sofern noch keine vorhanden sind.

Fenster werden heute nur noch in Ausnahmefällen nach „Norm“-größen hergestellt, da die Lagerhaltung einfach zu teuer ist. Moderne Maschinen fertigen in der gleichen Zeit ein Maßfenster ohne Mehrkosten. Der Preis wird hauptsächlich durch die Qualität bestimmt. Billige Fenster sind dabei meist von geringerer, teurere Fenster meist von höherer Qualität.

Viele Grüße
Robert Schwarz
(Energieberater, Ing. für Altbausanierung, Bauschadensgutachter)

Grundsätzlich ist diese Idee natürlich sinnvoll, da in der Regel die meiste Energieeinsparung bei einem Einfamilienhaus die Isolierung der obersten Geschoßdecke, dann kommen schon die Fenster und Außentüren und an dritter Stelle die Isolierung der Außenwände.

Daß darüberhinaus der Schallschutz verbessert wird steht auch außerfrage.
Da heute defakto alle Fenster maßlich individuell gefertigt werden, enstehen dadurch keine echten Mehrkosten.
Neben den Kosten des Fensters sind die Kosten des Einbaus nicht unerheblich incl. der Wiederherstellung der Fassade und der Innenwand die in der Regel im Altbau beim Wechsel der Fenster zu adaptieren ist.
Da stellt sich dann die Frage ob der Fensterwechsel nicht im Zuge einer Fassadensanierung (Dämmung + Optik) erfolgen sollte.
Heutige moderne Fenster sollten einen U-Wert von

Entschuldige Jörg ich habe den G Wert mit dem U Wert verwechselt. Mit dieser Fensterkonstruktion erhälst du einen Schalldämmwert von ca. 42 DB und einen U Wert von
1.0 Wm2K über das Fenster gemessen.
Gruss Otto

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Hallo an alle Antwortenden,

vielen, vielen Dank für Ihre Antworten.

Fazit für mich:
Gute Idee, aber muß Fachmann(Tischler, Fensterbauer o.ä.) vor Ort befragen, wegen Klärung von Fachfragen und Vermeidung von Baumängeln.
Einfach Fenster aus messen und einbauen - ist nicht.
Muß fachlich richtig beurteilt und entschieden werden.
Frage zuerst aber beim Vermieter nach, wegen Erlaubnis und ggf. Kostenbeteiligung.

Danke nochmals für Ihre Mühe!!

Gruß
Jörg