Fenster beschlagen innen

Und als Mieter ist man in Sachen Energiekosten vollkommen
machtlos! Wenn der Vermieter nicht investiert (was so gut wie
keiner macht), hat man selbst keine Möglichkeit (ausser in der
Kälte zu sitzen).

Hallo!

Völlig machtlos ist der Mieter auch nicht. Er kann sich eine andere Wohnung suchen. Der Eigentümer, der seine Wohnung in einer Zeit mit niedrigen Energiekosten gekauft hat, hat es schwerer. Eine Mietwohnung zu kündigen und eine neue anzumieten, fällt leichter, als eine Wohnung zu verkaufen und eine neue zu kaufen.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Bereitschaft zur Renovierung bei privaten Vermietern auch stark vom Verhalten der Mieter abhängt. Ich werde mich z.B. hüten, in der Wohnung meiner beiden Grazien, die nicht pünktlich zahlen, auch nur einen unnötigen Euro zu investieren. Dabei hätten sie so gern ein schöneres Bad. Was nachvollziehbar ist, aber nicht wirklich nötig. Ich werde mich hüten. Die dann zulässige Mieterhöhung könnten sie dann gar nicht bezahlen… So gesehen, wäre es rausgeschmissenes Geld.

Was aber in Sachen Energie auch noch geht: Einfach einen Pullover, eine lange Unterhose und ein paar Socken mehr anziehen, heißen Tee trinken und die Raumtemperatur drastisch senken. Wärmflasche ins Bett und eine zweite Decke obendrauf. Das haben wir mal einen Winter durchgehalten, als das Geld wirklich knapp war. 18 Grad sind noch erträglich, bei 17 hört es bei uns auf. Aber es spart enorm!

Manche Leute meinen ja heute noch, ein T-Shirt wäre die richtige Bekleidung im Haus, heizen wie irre und beklagen sich dann über die hohen Kosten. Wir haben auch mal lecker warm bei 24 Grad angefangen (da war das Öl noch vergleichsweise billig) und sind dann runter auf 18. Jetzt ist das Geld nicht mehr so knapp und wir freuen uns über 20-21. Das ist schon Luxus nach dem knappen, kalten Winter. Man sollte sich aber bei der Einstellung der Heizkörper gut überlegen, wieviel einem die Wärme wert ist. Es ist aber erstaunlich, wie gut man sich an niedrigere Temperaturen gewöhnen kann. Die 18 Grad waren zwar nicht so toll, aber der Komfortverlust hielt sich wirklich in Grenzen.

Viele Grüße

Anne

Hallo,

also ich spare Energie und trage immer Fleecepullover und eine warme Hose im Winter zuhause. Leider dringt die kalte Luft aber durch Nasenlöcher und Mund in den Körper. Auch am Kopf kühlt man schnell aus. Ich habe daher mein Heizverhalten inzwischen wieder nach oben korrigiert, da ich dauernd erkältet war.

Auch dem Vermieter kann an allzu energiesparendem Verhalten seines Mieters eigentlich nicht gelegen sein. Es gibt bei kalten Wänden nämlich eine Riesengefahr: Schimmel! Der lässt sich nur durch vernünftiges Heizen und regelmäßiges Lüften verhindern.

Ein Umzug mag für viele gehen. In einem Ballungsraum wie München sind die meisten froh, überhaupt ein Dach über dem Kopf gefunden zu haben. Die Mieten sind dort generell hoch und die Wohnungen generell mies ausgestattet (weil man sie auch so teuer vermieten kann). Da bleibt nur in eine andere Stadt zu ziehen. Das habe ich übrigens gemacht :smile:.
Aber nicht jeder hat beruflich die Möglichkeit dazu.

Ein Umzug mag für viele gehen. In einem Ballungsraum wie
München sind die meisten froh, überhaupt ein Dach über dem
Kopf gefunden zu haben. Die Mieten sind dort generell hoch und
die Wohnungen generell mies ausgestattet (weil man sie auch so
teuer vermieten kann). Da bleibt nur in eine andere Stadt zu
ziehen. Das habe ich übrigens gemacht :smile:.
Aber nicht jeder hat beruflich die Möglichkeit dazu.

Hallo!

München soll wirklich übel sein. Dort gibt es aber auch kaum Alternativen. Wenn es jemandem hier in Düsseldorf und Umgebung zu teuer ist, kann er immer noch nach Duisburg oder Essen ausweichen. Da ist es deutlich billiger und mit einem S-Bahn-Ticket ist man trotzdem relativ schnell in Düsseldorf. Die Kosten dafür darf man aber auch nicht unterschätzen (nicht nur die finanziellen).

Viele Grüße

Anne