Fenster beschlagen innen

Ich habe so die Nase voll …Seit einigen Tagen sind die Fenster meiner Wohnung (diese "tollen " verarsche Dinger) ständig beschlagen…
Ich lüfte regelmäßig 2- 3 mal täglich (was ja immer schön eingeredet wird, dass man ja nicht richtig lüften würde), die Wohnung hat immer so ca. 21 - 22 Grad … ich heize auch.
Wäsche wird im Keller oder auf dem Balkon getrocknet -
Ich kann nicht noch mehr heizen, da ich jetzt schon eine Nachzahlung von 300 Euro an Betriebskosten hatte… Ich habe auch kein Bock wenn es dann eiskalt draussen ist (noch geht es ja) länger als 15 min durchzugslüften zu machen…
Nachts schlafe ich, wenn es kalt ist, nicht mit offenem Fenster… habe 2 Zimmer - ges. 60 m2 WE und die Türen sind (wegen Haustieren) immer offen…
Am Morgen mache ich - nach dem Aufstehen - immer die Fenster im Schlafzimmer am einen Ende der WE - und die Balkontür am anderen Ende der WE weit auf (für 10 - 30 min)… dabei stelle ich die Heizung aus…
Am Abend wird auch nochmal so gelüftet (täglich!) und oft auch noch zwischendurch (wenn ich daheim bin)
(Dies bezieht sich auf die kalte Jahreszeit…)
Ihr könnt mir gauben, dass ich (wie ich denke) gut lüfte … ich will ja hier nicht erstinken und tu es schon allein deswegen, weil ich ja 2 Katzen hier habe… diese haben auch Balkonzugang - sodass auch die Balkontür zwischendurch sowieso auch noch oft geöffnet wird)
Wenn ich nach dem lüften die Fenster wieder schließe, kann ich fast zusehen, dass sie wieder beschlagen.Ich schließe die Fenster und drehe die Heizung wieder auf. Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll (oder falsch mache). Ich will hier ja keinen Schimmel.
da ich manchmal in der Wohnung Zug spühre (wahrscheinlich von der Wohnungstür) ist die Wohnung ja auch nicht hermetisch geschlossen.
Kann mir jemand Rat geben? Ich bin echt recht verzweifelt. Manchmal ist das Fenster, wo Pflanzen stehen nicht betroffen - das Nebenliegende aber schon… leider kann ich nicht überall Pflanzen hinstellen…
Ich hoffe sehr, ihr könnt mir Rat geben, wie ich vorgehen soll (und dabei aber nicht noch höhere BK zahlen muss)

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Eure Vlora

Hallo Vlora,

Du hast zuviel Feuchtigkeit in der Wohnung, die Frage ist nur warum?

Es könnte sein, dass es ein winziges Loch in einer Rohleitung ist, das ständig Nässe ins Mauerwerk abgibt. Dann ist die ganze Wand innen durchnässt und die Nässe wird an die Luft abgegeben.

Genauso könnte es auch sein, dass eine der Außenwände schadhaft ist und bei ungünstigem Wetter Regenwasser die Wand durchfeuchtet.

Du solltest also mal die Wände, evtl. auch die Decke auf Feuchtigkeit untersuchen. Vielleicht ist das Dach undicht oder eine Stelle, an der der Balkon am Haus befestigt ist?

Es könnte aber auch sein, dass Du einfach nur sehr bescheidene Fenster hast. Der Einbau neuer, gut gedämmter Fenster würde das Problem beseitigen, es wäre aber sehr wahrscheinlich, dass es sich nur auf die Außenwände verschiebt. Und nasse Wände sind übler als nasse Scheiben.

Wir hatten mal so ein winziges Loch in einer Wasserleitung. Dadurch war immer das Bad ein wenig feucht, aber weil alles verfliest war, fiel das gar nicht besonders auf. Erst als die Wand im Treppenhaus, die an unser Bad angrenzt, anfing zu blühen, wurde klar, dass da etwas nicht stimmt.

Die beschlagenen Scheiben hatten wir auch, aber nicht im Bad, sondern in Wohn- und Schlafzimmer.

Viele Grüße

Anne

Hast Du einen Hydrometer, also wie hoch ist denn die rel. Luftfeuchtgkeit bei dir?
Wenn es unter 50% Luftfeuchte ist dann kannste nichts mehr machen.
Wenn es über 60% sind haste ne nasse Bude und musste weiter Lüften.
Dazwischen ist ein echtes kommt drauf an.

Wir haben neue Fenster und ein gedammtes Haus. Jedoch auch bei uns beschlagen einige Fenster von innen (einige von aussen).
Aber nur die Fenster, bei denen drunter nicht die Heizung an ist und somit keine warmer Luftzug, der die Feuchtigkeit zirkulieren läßt.

Also mein Tipp: Kauf die ein Raumthermostat mit Luftfeuchteanzeig und berichte.

Wer zuviel lüftet, vor allem, wenn es draußen nasskalt ist, holt sich Nässe ins haus.

Also weniger lüften, mehr Heizen.

mfgConrad

Ich kenne das Problem! Ist bei mir genauso und ich habe auch eine kleine 2-Zimmer-Wohnung. Ich kann mir denken woher das Problem kommt: Bei mir vermutlich durch das Badezimmer, das kein Fenster hat und der Abzug reicht einfach nicht aus, um die ganze Feuchtigkeit zu beseitigen. Badezimmer ohne Fenster sind einfach ein Graus! Ist das bei dir vielleicht auch so?

Als Lösung fällt mir nur noch mehr Lüften ein. Wobei meine Heizkostennachzahlung letztes Jahr schon schlimm war und dieser Jahr vermutlich noch schlimmer wird.

Ja… Mein Bad hat (wie so typisch für Platte) kein Fenster - nur eine elektische Abluftanlage… Nur komischerweise gibt es im Bad die wenigsten Probleme ( kein Schimmel oder Feuchtigkeit an der Wand)
Ich bin echt genervt… ich lüfte fleißig (im Winter sitze ich dann bei offenem Fenster im Mantel und Schal …grrrr …und lüfte) … Ich kann nicht mehr heizen - es sind bei mir sowieso 20 - 22 Grad in der WE und ich hatte schon eine Nachzahlung von 300 Euro… das geht einfach nicht mehr!!! Es kann doch wohl nicht sein, dass man die Wahl hat zwischen Kälte - Schimmel oder unbezahlbaren BK…
Ich bin sooo angefressen, weil ich echt der Meinung bin, alles richtig zu machen… Die lassen sich Ausschusstechnik andrehen und man muss dann mit den Konsequenzen leben???

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Ich bin sooo angefressen, weil ich echt der Meinung bin, alles
richtig zu machen… Die lassen sich Ausschusstechnik andrehen
und man muss dann mit den Konsequenzen leben???

Ja, leider! Nach meiner Erfahrung ist das bei Mietwohnungen so, dass die Vermieter so wenig wie möglich investieren. Die Konsequenzen trägt ja der Mieter und der muss sowieso zahlen. Das gilt sowohl für die Erneuerung von Heizungsanlagen (so billig wie möglich, denn die Heizkosten zahlt eh der Mieter) als auch für Fenster etc.

Ich ziehe zum Glück hier bald aus!

Ja, leider! Nach meiner Erfahrung ist das bei Mietwohnungen
so, dass die Vermieter so wenig wie möglich investieren. Die
Konsequenzen trägt ja der Mieter und der muss sowieso zahlen.
Das gilt sowohl für die Erneuerung von Heizungsanlagen (so
billig wie möglich, denn die Heizkosten zahlt eh der Mieter)
als auch für Fenster etc.

Hi,
machs besser, fang schon mal an, kauf ne Wohnung, mach sie energetisch topfit und gib sie einem freundlichen Mieter preiswert.
Ein wenig soll dieses Verhalten mit dem neuen Energieausweis gekitzelt werden.
Gruss Helmut

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Ja, ich werde demnächst kaufen, allerdings selbst einziehen :smile:. Geld, das ich noch in eine Mietwohnung anlegen könnte, habe ich dann nicht mehr.

Ich denke schon, dass der Energieausweis ein Schritt in die richtige Richtung ist. In unserer Gegend kann man sich als Mieter aber schlecht raussuchen wie man wohnen will und als Vermieter kann man auch die hässlichste alte Bude noch vermieten. Mir ist schon klar, dass man als Vermieter in anderen Regionen von solchen Verhältnissen nur träumen kann. Allerdings wird in Mietwohnungen halt auch nur investiert, wenn es unbedingt nötig ist und daher kann der Mieter sehen wo er bleibt.

Ja… Mein Bad hat (wie so typisch für Platte) kein Fenster -
nur eine elektische Abluftanlage… Nur komischerweise gibt es
im Bad die wenigsten Probleme ( kein Schimmel oder
Feuchtigkeit an der Wand)

Schimmel entsteht da, wo warme Feuchte Luft auf kälter Wände treffen.
Da Dein Bad innenliegend ist, wird es da auch nicht so schnell passieren.
Also immer schön den Lüfter laufen lassen, damit die Feucht Luft abziehen kann.
Und nicht zu lange Lüften!!! Denn wenn die Wände auskühlen holst Du dir gerade dadurch den Schimmel an die Wand!
Also auf 21° Heizen und dann max 5 min Querlüften (wenns geht) Aber nie Fenster auf kipp sondern immer die volle Fensterladung auf.

Und wie gesagt mit nem Hydrometer die Feuchtigkeit beobachten.

Hallo!

Du kannst es ja mal durchrechnen! Wie lange dauert es wohl, wenn man in eine Mietwohnung 10000 Euro investiert, bis man dieses Geld wieder drin hat? Mal angenommen, der Markt ist gut für einen Mietpreis von um die 500 Euro kalt. Soviel mehr bekommst Du nämlich nicht, wenn die Fassade gerade gedämmt wurde oder die Fenster ausgetauscht.

Ich habe den Verdacht, es ist als Vermieter günstiger, lieber noch 10 Jahre für 450 Euro zu vermieten und dann, natürlich nur bei Mieterwechsel, eine Luxussanierung durchzuziehen. Dann aber richtig schön und mit richtig fetter Mieterhöhung.

Aber mal so ein bisschen hier und da wird sowieso nicht honoriert. Gerade Dämmmaßnahmen sieht man doch kaum. Ein Traumbad könnte ja noch eine gewisse Begeisterung bei Mietinteressenten auslösen, aber eine dickere Wand oder ein besseres Fenster? Das merken die doch nur, wenn man sie mit der Nase darauf stößt.

Ein Nachbar hat jetzt gerade die Vorderfront seines Hauses neu gedämmt (3-Familien-Haus). Das hat ihn 68000 Euro gekostet. Für einen Laien sieht es so aus, als wäre es nur neu verputzt worden. Der Nachbar wird es bestimmt nicht mehr erleben, dass sich seine Investition bezahlt macht. Und ich glaube kaum, dass es ihm gelingt, seinen Mietern auch nur 100 Euro pro Monat zusätzlich abzuknöpfen.

Viele Grüße

Anne

ja genau!

Ich habe den Verdacht, es ist als Vermieter günstiger, lieber
noch 10 Jahre für 450 Euro zu vermieten und dann, natürlich
nur bei Mieterwechsel, eine Luxussanierung durchzuziehen. Dann
aber richtig schön und mit richtig fetter Mieterhöhung.

Ja genau das ist das Problem! Mietwohnungen sind für den Vermieter dazu da, möglichst viel Geld damit rauszuschlagen. Ich will nicht sagen, dass ich das nicht verstehe, es handelt sich ja in der Regel um eine Kapitalanlage. Als Mieter ist man aber bei den Energiekosten dann der Depp. Man hat keinerlei Einflussmöglichkeiten und alles was dem Mieter bleibt ist zahlen.

noch 10 Jahre für 450 Euro zu vermieten

Hallo,
hast Du mal nachgerechnet, fuer 450 EUR kannst Du auch 90.ooo leihen und bei der Gelegenheit alles besser machen.
Gruss Helmut

Hallo,

Das möchte ich so nicht stehen lassen, es gibt auch Vermieter, die können sich so einen energetischen Umbau, der leicht mal 50.000,00 € oder mehr kosten kann, auch nicht so einfach leisten. Wenn er diese Renovierung macht und deswegen auch mehr Miete haben möchte, läßt sich die Wohnung in manchen Gegenden nicht mehr so einfach vermieten. Wenn ich in unsere Tageszeitung schaue, suchen viele Inserenten günstige Mietobjekte (gerne auch Sanierungsbedürftig). Es wird niemand gezwungen in eine schlechter isolierte Wohnung zu ziehen, manche Mieter können sich einfach nichts besseres leisten. Umgekehrt kann auch man Vermieter sich eine so kostenintensive Renovierung nicht leisten.

LG
Tina

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Ja genau das ist das Problem! Mietwohnungen sind für den
Vermieter dazu da, möglichst viel Geld damit rauszuschlagen.
Ich will nicht sagen, dass ich das nicht verstehe, es handelt
sich ja in der Regel um eine Kapitalanlage. Als Mieter ist man
aber bei den Energiekosten dann der Depp. Man hat keinerlei
Einflussmöglichkeiten und alles was dem Mieter bleibt ist
zahlen.

Hallo,

Das möchte ich so nicht stehen lassen, es gibt auch Vermieter,
die können sich so einen energetischen Umbau, der leicht mal
50.000,00 € oder mehr kosten kann, auch nicht so einfach
leisten. Wenn er diese Renovierung macht und deswegen auch
mehr Miete haben möchte, läßt sich die Wohnung in manchen
Gegenden nicht mehr so einfach vermieten. Wenn ich in unsere
Tageszeitung schaue, suchen viele Inserenten günstige
Mietobjekte (gerne auch Sanierungsbedürftig). Es wird niemand
gezwungen in eine schlechter isolierte Wohnung zu ziehen,
manche Mieter können sich einfach nichts besseres leisten.
Umgekehrt kann auch man Vermieter sich eine so kostenintensive
Renovierung nicht leisten.

LG
Tina

Hallo!

Und selbst, wenn er sich das leisten könnte. Ist man als Vermieter bereit, einer bestimmten Person, dem Mieter, einen so großen Teil seiner finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen? Und das auch noch zu einem relativ niedrigen Ertrag?

Leider hat die Zahlungsmoral bei den Mietern in den letzten Jahren nicht gerade zugenommen und man hat immer wieder das Risiko von Zahlungsausfällen bis hin zu Mietnomaden.

Wäre es dann nicht vorsichtiger, die 50000 Euro lieber in ein zusätzliches, anderes Objekt zu investieren? Oder sie einfach festverzinslich anzulegen? Das macht auch weniger Arbeit und Ärger.

Eine Mietwohnung ist eben eine Kapitalanlage und wie bei jeder Anlage, sollte man sich auch dort Gedanken über Kosten und Nutzen machen…

Ich kann es ja gut verstehen, wenn ein Mieter Energie sparen möchte. Aber warum sollte er das auf meine Kosten tun?

Wenn dem Mieter das nicht passt, kann er ja auch gern selbst investieren und in ein Eigenheim umziehen. Er muss doch nicht mieten.

Viele Grüße

Anne

Wenn dem Mieter das nicht passt, kann er ja auch gern selbst
investieren und in ein Eigenheim umziehen. Er muss doch nicht
mieten.

Ja, das ist auch genau das, was ich jetzt tue! Allerdings muss man sehen, dass sich nicht jeder Mieter eine Eigentumswohnung leisten kann, weil oft das notwendige Eigenkapital fehlt. Manche wohnen zwar freiwillig zur Miete, die meisten hätten aber wahrscheinlich doch ieber etwas eigenes, wenn es denn möglich wäre. Leute mit geringem Einkommen sind aber in der Regel keine schlampigen Mietbetrüger. In vielen Berufen verdient man eben einfach nicht so gut. Bei uns in der Region sind die Mieten hoch. Bei vielen geht das Monatseinkommen für Miete und Lebenshaltungskosten drauf. Da bleibt nichts mehr übrig, um Eigenkapital anzusparen.

Mit anderen Worten: Von hohen Energiekosten sind in der Regel die Leute betroffen, die eh schon sparen müssen, wo es nur geht!

Wie gesagt, ich kann die Vermieter auch verstehen, dass sie ihr Geld lieber anders anlegen als ins Energiesparen. Ich glaube aber, dass das in Zunkunft bei steigenden Energiepreisen noch für viele Probleme sorgen wird.

Leute mit geringem Einkommen sind aber in der
Regel keine schlampigen Mietbetrüger. In vielen Berufen
verdient man eben einfach nicht so gut. Bei uns in der Region
sind die Mieten hoch. Bei vielen geht das Monatseinkommen für
Miete und Lebenshaltungskosten drauf. Da bleibt nichts mehr
übrig, um Eigenkapital anzusparen.

Mit anderen Worten: Von hohen Energiekosten sind in der Regel
die Leute betroffen, die eh schon sparen müssen, wo es nur
geht!

Wie gesagt, ich kann die Vermieter auch verstehen, dass sie
ihr Geld lieber anders anlegen als ins Energiesparen. Ich
glaube aber, dass das in Zunkunft bei steigenden
Energiepreisen noch für viele Probleme sorgen wird.

Hallo!

In der Regel stimmt das. Aber wenn Mieter mit relativ geringen Einkommen unvorhergesehene Ausgaben haben oder sogar arbeitslos werden, kann es durchaus mal vorkommen, dass Mietzahlungen verspätet eingehen oder auch mal ausbleiben.

Für Vermieter, die auf diese Einnahmen angewiesen sind, ist das keine Freude!

Es gibt aber auch für finanzschwache Mieter eine einfache Möglichkeit, sowohl Miet- als auch Energiekosten deutlich zu senken: Sie müssen einfach in eine kleinere Wohnung ziehen. Eine kleine Wohnung lässt sich billiger heizen und kostet weniger Miete.

Es ist nun einmal so, dass man mit einem kleineren Budget keine großen Sprünge machen kann. Das ist bei Mietwohnungen nicht anders als z.B. bei Hotelzimmern oder Autos. Wer wenig Geld hat, muss eben bescheiden sein. Ich leiste mir im Urlaub auch keine Luxus-Suite, obwohl sie mir besser gefallen würde. Ein kleines Doppelzimmer mit einem Duschbad reicht dann auch.

Wer die Energiekosten für seine Wohnung nicht mehr bezahlen kann, lebt einfach über seine Verhältnisse. Es ist natürlich traurig, wenn die Gehaltsentwicklung mit der Inflationsrate nicht Schritt halten kann. Aber das liegt nicht am Vermieter!

Und ich denke, dass es heute immer noch so ist, dass ein Vermieter, der z.B. 10000 Euro übrig hat und in seine Wohnung investiert, durch ein neues Bad oder einen tollen Fußboden immer noch eine höhere Miete durchsetzen kann, als durch eine bessere Wärmedämmung. Potentielle Mieter lassen sich doch durch so etwas weit mehr beeindrucken.

Viele Grüße

Anne

Es gibt aber auch für finanzschwache Mieter eine einfache
Möglichkeit, sowohl Miet- als auch Energiekosten deutlich zu
senken: Sie müssen einfach in eine kleinere Wohnung ziehen.
Eine kleine Wohnung lässt sich billiger heizen und kostet
weniger Miete.

Sorry, aber das redet sich leicht und klingt ganz so als würde das jemand schreiben, der immer genug hatte und sich um Geld noch nie viele Sorgen machen musste.

Ich war in meinem Leben noch keinen Tag arbeitslos und habe mir jeden Cent immer selbst verdient. Ich habe 10 Jahre lang auf 19 qm gewohnt. Die ganze Wohnung hatte 19qm und nicht etwa das Wohnzimmer :smile:. Ich habe auch immer meine Miete bezahlt, was für mich eine Selbstverständlichkeit ist. Am Monatsende hatte ich zeitweise aber nicht mehr genug, um satt zu werden. Damals waren die Energiekosten noch wesentlich billiger als heute. Ich verdiene zum Glück inzwischen besser. Aber für viele Leute mit geringem Einkommen ist das heutzutage ein Problem.

Sorry, aber das redet sich leicht und klingt ganz so als würde
das jemand schreiben, der immer genug hatte und sich um Geld
noch nie viele Sorgen machen musste.

Hallo!

Viele Sorgen vielleicht nicht, aber knapp war es auch. Ich war mal ein paar Jahre arbeitslos.

Wenn mir aber Mieter über den Weg laufen, die mit 2 Leuten auf 88 qm wohnen, aber es nicht schaffen, bis zum 3. Werktag die Miete zu überweisen (weil angeblich der Arbeitgeber unpünktlich zahlt), fasse ich mir echt an den Kopf!

Warum mietet man so eine große Wohnung, wenn man noch nicht mal genug Geld für eine Geldreserve von einer Monatsmiete hat?

Wir selbst wohnen zu zweit auf 72 qm und halten das für durchaus großzügig. Natürlich kann man sich den 90 qm Luxus gönnen, aber wenn man dann nicht genug für pünktliche Überweisungen hat, oder über die Heizkosten jammert, frage ich mich echt, was für Prioritäten manche Leute haben.

Wenn das Geld knapp ist, reichen für 2 Personen 60 qm doch auch locker aus!

Und das ist keine Theorie, ich habe gerade erst solche Mieter geerbt! Die jammern übrigens nicht über die Energiekosten (die Abrechnung muss ich noch irgendwie hinbekommen, weiß nur noch nicht wie), sondern über die Badezimmerausstattung.

Wenn ich denen das Bad erneuere und die Kosten wie gesetzlich erlaubt auf die Miete aufschlage (ich meine, es wären 11 % der Kosten auf die Jahresmiete), bekomme ich doch das Geld überhaupt nicht mehr - das ist jedenfalls meine Befürchtung!

Also stecke ich lieber Geld in mein eigenes Bad und die Mietwohnung bleibt erst mal, wie sie ist. Das ist sicherer.

Und bevor ich über Wärmedämmung nachdenke, rechne ich erst mal die Nebenkosten ab. Dann bin ich schlauer. :wink:

Viele Grüße

Anne

Hallo Anne,

Wenn mir aber Mieter über den Weg laufen, die mit 2 Leuten auf
88 qm wohnen, aber es nicht schaffen, bis zum 3. Werktag die
Miete zu überweisen (weil angeblich der Arbeitgeber
unpünktlich zahlt), fasse ich mir echt an den Kopf!

Da kann ich dich schon verstehen und natürlich gibt es auch solche Mieter! Aber mit Mietern ist es wie mit allen Menschen - es gibt SOLCHE und SOLCHE. Wobei ich davon ausgehe, dass die überwiegende Mehrheit der Mieter ihre Miete pünktlich zahlt.

Wenn man sich aber einmal anschaut, was eine Verkäuferin, Friseurin oder Krankenschwester monatlich verdient und wie viel Miete in einem Ballungsraum wie z.B. München fällig wird, dann ist es doch auch verständlich, wenn viele Leute heute durch Mietbelastung und steigende Energiekosten arg zu kämpfen haben. Da geht locker jeden Monat die Hälfte des Einkommens drauf (auch wenn man sich nur eine kleine Wohnung leistet)! Wer soll da noch sparen, um z.B. einmal das Eigenkapital für eine Wohnung zu haben oder sonst eine Altersvorsorge?

Und als Mieter ist man in Sachen Energiekosten vollkommen machtlos! Wenn der Vermieter nicht investiert (was so gut wie keiner macht), hat man selbst keine Möglichkeit (ausser in der Kälte zu sitzen).