Fenster-offen Warner gesucht

Hi,

ich bin auf der Suche nach einem System, was ein offenes Fenster erkennen kann und dann nach x Minuten automatisch einen hörbaren Alarm von sich gibt. Ich weiß, dass es Fensteralarme gibt aber die brüllen ja gleich los.

Grund ist, dass man manchmal vergisst, das Fenster nach dem kurzen Lüften zu schließen. Ich will sozusagen eine Erinnerung, wenn das Fenster zu lange offen steht. W-LAN und App brauch ich nicht unbedingt.

Kennt jemand sowas?

Hallo,

mein Mann hat für verschiedene Zwecke ein Programm für Windows 11, bei dem er verschiedene Alarme einstellen kann, quasi eine digitale Eieruhr, nur dass das mehrere Eieruhren gleichzeitig simulieren kann. Und wenn sein Laptop oder sein PC nicht läuft, hat er auch eine normale (digitale) Eieruhr, die er bei Bedarf auch durchs Haus trägt, wenn er sich zwischendurch woanders aufhält.

Das würde doch auch beim geöffneten Fenster helfen, einfach den Timer auf die gewünschte Zeit stellen.

Gruß
Christa

Ja, das gibt es hier auch. Aber da muss man dran denken und da sind wir wieder beim gleichen Problem. Ich spreche aus Erfahrung. Wirklich!

Ich suche ein System, was den Timer startet, sobald das Fenster aufgeht, ohne weiteres Zutun.

Bosch Smart Home kann sowas.
Da braucht man einen Bosch Smart Home Controller als Basisstation und für jede zu überwachende Tür/Fenster einen Fensterkontakt, und natürlich die zugehörige App für das Smartphone.

Dann kann man z.B. einstellen, dass es eine Meldung aufs Smartphone gibt, wenn ein best. Fenster seit 10 Minuten geöffnet ist.
Man kann auch mehrere Meldungen einstellen, z.B. nach 10 Minuten, eine weitere nach 20 Minuten usw.

Das habe ich so im Einsatz. Funktioniert, aber man muss sich etwas mit der Konfiguration beschäftigen.

Grüße
Dirk

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Omg hatte man dafür nicht einfach mal nen Reed-Kontakt und ne Piezotröte verwendet, ganz ohne Computerei, Arduino und Versmartung?

Hm. Klar. Wenn man eine sofortige Warnung möchte, ist das so. Aber ich möchte ja eine Warnung nach x Minuten.

Wenn Du eine zeitliche Komponente hinzufügen willst, musst Du schon etwas mehr Aufwand treiben. Und natürlich geht das alles auch klassisch analog. Aber sich da einzuarbeiten, um so etwas analog realisieren zu können? Die kleinen Microcontroller-Boards inzwischen so billig und so einfach zu programmieren (das kann man wirklich ohne große Vorkenntnisse binnen Stunden), und bieten dabei einen so enormen Komfortgewinn, dass es deutlich mehr Sinn macht, solche Themen hierüber zu lösen, und gleich den ganzen Komfort wie Einbindung ins heimische WLAN, … mitzunehmen.

Das geht problemlos mit jeder billigeren oder teureren Smarthome-Technik. Wenn einem die Bastelei und das Spiel mit etwas Programmierung liegt, kann man so etwas selbst mit sehr begrenztem Einarbeitungsaufwand zu geringen Kosten realisieren. Ich würde hier mal ESPHome für den Selbstbau von Sensoren und Home Assistant oder openHAB als Zentrale auf Basis eines Raspberry Pi in den Ring werfen, wobei beide Zentralen auch mit Kaufsensoren bei Integration des passenden Funkstandards auf der Zentrale (im einfachsten Fall WLAN ohne zusätzliche Komponenten) klar kommen.

Ist man eher nicht so der Bastler, muss man ein paar Euro mehr in die Hand nehmen, und zu einer fertigen Lösung wie dem schon von @Dirk_Mq angesprochenen System von Bosch oder Homematic IP, … greifen.

Nur für ein paar Fenster klingt der Aufwand ggf. etwas hoch. Aber der Appetit kommt bekanntlich beim Essen, und ehe man sich versieht, hat man schnell einen ziemlichen Zoo von Sensoren und eingebundenen Geräten für alle möglichen Zwecke, und automatisiert sich dann so mache Sachen im Haus.

Das befürchte ich auch und das ist auch ok. Ich weiß ja nicht, ob Bosch kompatibel ist mit Brennenstuhl und Ikea. Wenn nicht, will ich mich eigentlich nicht auf einen Hersteller festlegen wegen ein paar Fenstern.

Das klingt schon besser. Das ist erstmal nur Software, richtig? Aber wie binde ich einen gekauften (!) Sensor da an? Braucht man da nicht irgendeine Basisstation?

Entscheidend ist zunächst einmal die Frage des Funkstandards bzw. Protokolls. Da gibt es leider viel zu viele Varianten, und Matter sollte da zumindest auf Protokollebene einen Standard setzen, der sich aber zumindest bislang nicht so wirklich durchgesetzt hat. Matter ist aber z.B. in Apple Homekit, Google Home und Samsung Smartthings im Einsatz, und kann über WLAN, kabelgebundenes LAN, BT LE und (was eigentlich mit Matter größere Verbreitung finden sollte, Thread) als auch ZigBee gefahren werden. D.h. man sollte heute ggf. schon in Richtung Matter schielen (aber nicht zwingend).

Bosch Smart Home nutzt als Funkstandard ausschließlich ZigBee. Nur bei Einsatz des Smart Home Controllers II von Bosch kann man neben reinen ZigBee-Geräten auch Geräte über Matter ansprechen, wobei natürlich die jeweilige Funktechnik zu berücksichtigen ist. Brennenstuhl bietet sowohl WLAN- als auch ZigBee Geräte an. IKEA bot bislang TRÅDFRI an, und hat jetzt eine neue Produktlinie KAJPLATS, die Matter über Thread, aber auch klassisch ZigBee unterstützt.

Und schon an der kleinen Übersicht und meinen Bedenken in Richtung der Durchsetzung von Matter über Thread erkennst Du, dass Systeme wie Home Assist und openHAB, die unzählige Standards durch ggf. anzusteckende Funkmodule (USB-Sticks) und Software-Module unter einer einheitlichen Oberfläche mit Modellen unterstützen, die die Besonderheiten der einzelnen Standards so kapseln, dass der Anwender sich damit nicht im Detail auseinander setzen muss, einen hohen Mehrwert bieten (wenn man sich da ran traut).

Als Basisstation für Home Assist oder openHAB dient im günstigsten Fall ein Raspberry Pi mit ggf. entsprechenden Funkmodulen. Ich nutze openHAB, und da zieht man sich einfach das aktuelle Image von openHABian mit dem Pi-Imager aus dem Internet und schreibt es auf eine SD-Karte, die dann dann in einen Raspberry Pi steckt. Sobald man den dann mit Spannung versorgt, installiert sich das LINUX Betriebssystem inkl. openHAB von alleine. Nutzt Du Sensoren über WLAN (aufgrund des Energieverbrauchs suboptimal), brauchst Du keine zusätzliche Hardware. Auch Bluetooth ist auf dem Raspberry vorhanden (allerdings sind die Features für BT LE eingeschränkt, und ich habe keine Erfahrung, ob und wie sich das ggf. auswirkt). Für ZigBee, Z-Wave, Homematic, … brauchst Du zusätzliche Funkhardware in Form von HATs, die man auf den Pi aufsteckt, oder USB-Sticks. Alternativ kann man die Basisstationen diverser Hersteller parallel betreiben und über die Software in openHAB dann einbinden. Diese werden dann über zusätzlich zu installierende Software-Komponenten angesteuert. Bei Home Assistant läuft es ähnlich.

D.h. Minimalvoraussetzung wären fertige oder selbst gebastelte Sensoren, ein Raspberry und je nach gewähltem Funkstandard ggf. ein USB-Stick/HAT um diesen am Raspberry nutzen zu können.

Sowohl openHAB als auch Home Assistant sind open source, und können kostenfrei genutzt werden. Alles kann rein lokal laufen und benötigt keine Clouddienste. Die Bereitschaft, sich mit Dingen wie LINUX und Konfigurationsdateien, Scriptsprachen (je nach gewünschtem Automatisierungsgrad), … zu beschäftigen, ist notwendig.

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Vielleicht kann man sich aus einem Küchentimer mit voreingestellten Zeiten etwas basteln?
Reedkontakt und Magnetchen müssten dann irgendwie ans Fenster, die Äderchen müssten an Stelle des Start-Tasters angelötet werden.

Ob man sich hier etwas heraus basteln kann:
https://www.hagengrote.de/hagen-grote/p/digitaler-kuechentimer-vielseitig-und-intuitiv-bedienbar

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https://www.abus.com/de/Privat/Alltagshelfer/Time2Close-Fensteralarm-mit-Timer

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Hast du eine FritzBox?
Dann guck mal nach FRITZ!DECT 350.
Wenn du genügend Appetit bekommen hast, steuert das Ding auch deine Heizung oder ein anderes Gerät.

Ein Shelly Door/Window erfüllt genau deine Wünsche und kann sogar noch etwas mehr.

Kostet glaub ich nen 20er.

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Hier steht:
Erkennt und meldet das Öffnen oder Schließen von Türen/Fenstern sofort

und er schrieb:

Auf der angegebenen Seite steht zwar auch „löst dann entsprechende Hausautomatisierungsszenarien aus“, aber ich weiß nicht, ob das eine Erinnerung nach x Minuten beinhaltet. :sweat_smile: Tut es das?

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Bei dem Shelly kannst du frei angeben was und wann er dann machen soll.

Zb. Eine Glocke läuten, Licht anmachen, Heizung abstellen, Garagentor aufmachen oder ne Nachricht aufs Handy geben nach einer xbeliebigen Zeit.

Nach, 1 sek, 10 min, 5 Tage oder sogar 1 Jahr später.

Sind schon ganz interessant die Dinger.

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Danke, Leute. Das war ein super Einblick in die Heimautomatisierung. Es ist ungefähr so furchtbar, wie ich es befürchtet habe. Ich habe da keine Scheu aber @Ifm001 hat die Party leider kaputt gemacht, weil das leider genau das ist, was ich gesucht habe. Danke.

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