Danke schon einmal vorab für eure Einschätzung/Hilfe.
Ich fröne dem Laster des Rauchens. Besonders in der kalten Jahreszeit führt dies - bedingt durch weniger Lüften - zu verschmutzteren Fenstern als in der Sommerzeit. Es fällt mir dabei vermehrt auf, dass die Fenster nach einer Reinigung zwar nicht mehr schmutzig sind, aber sich nach wie vor ein ganzflächiger, dünner Schmierfilm darauf befindet. Dies sieht man besonders gut bei künstlicher Beleuchtung (ergo morgens und abends).
Ich reinige die Innenseite mit einer selbsthergestellten Mischung aus Brennspiritus und destilliertem Wasser. Gelegentlich auch zusätzlich mit einer Mischung aus Essig und dest. Wasser. Die Putztücher (Handtuch, Geschirrtuch, Mikrofaser, Zeitungspapier - alles schon probiert) sind stets unbenutzt, wenn ich sie verwende. Auch Waschmittelreste können nur in Spuren vorhanden sein, da die Putzutensilien nochmals extra in der Waschmaschine gespült werden.
Die Fenster sind schon ziemlich alt. Sie dürften vor 1987 installiert worden sein (es fehlt zumindest ein(e) Jahresmarkierung/-stempel am unteren, inneren Fenster"rand").
Kann es sein, dass sich im Laufe der Jahre einer geringe Menge Silikonmasse aus dem Dichtungsbereich gelöst hat (Alterung, chem. Reaktion), die ich dann durch die Putzerei immer weiter auf der Innenseite des Fensters verteilt habe? Ich befürchte dies mittlerweile.
Welche(s) Substanz/Reinigungsmittel würde sich im Falle eines Silikonauftrags eignen, um das Fensterglas rückstandsfrei zu reinigen? Und zwar so, dass die eigentlichen Dichtungen möglichst weitgehend geschont werden?
IMHO solltest du deinem Eigenbau-Fensterreiniger noch etwas Spülmittel zugeben, damit nicht alkohollösliche Fremdsubstanzen freigesetzt und abwischbar werden. Ein Essigzusatz bringt wenig Vorteile aussr einer gewissen Desinfektionswirkung, die Beläge enthalten keine essiglöslichen (Kalk)-Anteile; wenn du kalkhaltiges Wasser statt destilliertem hättest, wäre Essig vorteilhaft.
Danke für die Info. Essiglösung nehme ich vorwiegend für die Außenseiten der Fenster. Gelegentlich zusätzlich für innen, wegen der fettlösenden Wirkung.
wie sieht es mit dem Silikon aus? Ich denke da an den mechanischen Abrieb.
ZItat:"Bei einem pH-Wert von 3 (stark saures Milieu) hat die Essigsäure eine 10-100-fach stärkere antimikrobielle Wirkung als andere Säuren. Grund dafür ist ihre hohe Fettlöslichkeit."
sondern nur Kalkverbindungen
Das gilt sicher für Kalkflecken, die sich bei kalkhaltigem Wasser bilden können, falls nicht gut nachgewischt wird.
Das „nur“ ist allerdings falsch. Es wird eine Vielzahl von chemischen Verbindungen von der Essigsäure zersetzt. Und natürlich eine ganze Reihe von Metallen.
ZItat:"Bei einem pH-Wert von 3 (stark saures Milieu) hat die
Essigsäure eine 10-100-fach stärkere antimikrobielle Wirkung
als andere Säuren. Grund dafür ist ihre hohe Fettlöslichkeit."
das ist m.E. etwas anders zu lesen.
Bei diesem pH-Wert liegt Essigsäure nahezu undissoziiert vor (pKS = 4,75) und ist dementsprechend eher hydrophob. Löst sich daher auch gut in Fett.
Ein gutes Lösevermögen für Fett läßt sich daraus nur bedingt ableiten.
Zudem liegen in normalen wässrigen Medien etwas andere Verhältnisse vor.
Das Essig aber eine gewisse ‚Lösekraft‘ für Fette hat kann man aber erkennen, weil man damit eine Vinaigrette bereiten kann.
probier doch mal den von mir schon x mal geposteten Putzstein.
Ich nehm den für vieles, auch hartnäckige Ränder in der Toilette gehen damit weg.
Auch die Fensterrahmen bekommst du damit wieder blitzblank, nicht nur die Scheiben.
Der Putzstein ist eigentlich eine Paste, bekommst du in jedem Supermarkt.