Fensterleibungen innen richtig aufbauen

Liebe/-r Experte/-in,

Ich bekomme demnächst neue fenster. nun ist es so das schon bei den alten fenstern und der leibung innen ca 5 cm luft ist. diese möchte ich nach dem einbau bis an den fensterrahmen schließen. nun ist natürlich die große frage was. ein möglichkeit die ich gefunden habe sind silikatplatten. die allerdings recht teuer sind und auch extra kleber usw. brauchen. jetz habe ich mir gedacht wie wäre ytong, läßt sich leicht auf die erforderliche breite schneiden. meine bedenken allgemein sind jetzt mir nicht ungewolt den taupunkt ins haus zu holen. meine frage wäre also ob ich ytong bedenkenlos nehmen kann oder ob es vielleicht noch andere möglichkeiten gibt.
mein aufbaus ist 1 Klinkerschicht und dann ein ca 17,5 cm ks stein( glaube hohlloch). ich hoffe ich konnt es einigermaßen verständlich machen. ansonsten nicht sauer sein sondern nachfragen. so vorab schon mal danke.

rene

Hallo Rene,

wer baut die Fenster denn ein?

Ich würde dringend raten, eine Fachfirma mit dem RAL-gerechten Einbau zu beauftragen. Die wird dann dieses Detail sicher lösen und dafür geradestehen.

Unter http://www.baumurks.de/schluesselloch-fensteranschla… oder http://www.fenster-siegel.de/fs/fensterabdichtung/ne… findet man entsprechende Hinweise für einen fachgerechten Einbau.

Die seitliche Fuge zwischen Blendrahmen und Leibung könnte man sowohl massiv verkleinern als auch durch Rahmenverbreiterungsprofile. Man sollte bei der ersten Variante beim gleichen Material wie die Wand bleiben.
Ganz wichtig ist die Dämmung der Fuge und den Schutz der Dämmung vor der Raumluftfeuchte durch einen luftdichten, umlaufenden Verschluß mit Folie, noch besser Butylband. Außen muß die Fuge diffusionsoffen ausgebildet werden (Prinzip: innen dichter als außen).

Das alles weiss ein guter Fensterbau-Fachbetrieb.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Roßbach

danke für deine antwort.

also die Fenster werden durch eine Fachfirma eingebaut. der auftrag geht bis zum diffussionsoffenen band. mir selber bleibt die innen leibung. blendstreifen möchten wir nicht. der eigentliche grund ist auch das die alten leibungen total krumm und schief sind und es wirklich nicht schön aussieht. mein problem ist halt nur ob ich bedenkenlos ytong zum bearbeiten nehmen kann. ein weiterer grung ist auch das budget. ich will den innen ausbau selber machen um mehr in die sicherheit und die qualität investieren.

mfg

rene

Hallo Rene,
es ist immer das gleiche Problem zu entscheiden, zwischen Ausgabe auf der einen und Einsparung auf der anderen.
Aber grundsätzlich sind nur Taupunktunterschreitungen bei einer Oberflächentemperatur, unter dem Taupunkt zu erwarten und die werden mit besserer Isolierung, Voraussetzung sind keine Kältebrücken, immer unwahrscheinlicher bei einem vernünftigen Luftwechsel.
Aber ansonsten ist es in Spezialgebiet der Bauphysik, mit entsprechenden Rechenoperationen dies nachzuweisen.
Die habe ich, ist aber ein entsprechender Aufwand, der bezahlt werden müsste!!
Deshalb würde ich mich für eine preisgünstige Lösung, die auch nicht wirklich eine absolute Dichtheit produziert entscheiden und wenn bis jetzt keine Taupunkunterschreitungen vorkamen, wird es mit ein bisschen isolieren auch nicht vorkommen.
Die Gefahr liegt nur in der Unterbindung eines vernünftigen Luftwechsels im Verhältnis zur Nutzung des Gebäudes.
Also bitte das Gebäude nicht dicht machen!!
Gruß
Hans Georg

hallo

vielen dank für deine ausführung. werde das selbstverständlich beherzigen und weiß im bereich dach aus eigener erfahrung wie wichtig es ist ein altes haus nicht in ein niedrigenergiehaus zu verwandeln.
also danke.

rene

…bitte!
Das ist genau dir richtige Einstellung.
Gruß
Hans Georg

Hallo René

Gerne erstelle ich Dir einen Temperaturverlauf vom Bauteil, um das Kondesatrisiko bzw. das Schimmelpilzrisikio zu beurteilen. Dazu benötige ich:

  • Zeichnung der Situation nach Sanierung (vorzugsweise als DXF-Datei)
  • Art des neuen Fensters (Holz, Holz-Alu oder Kunststoff)

Beste Grüsse
Walter