Fensterputzutensilien für hohe Fenster

Hallo,

ich habe bis zu vier Meter hohe Fenster. Die Außenseite ist teils nur über den Balkon zugänglich, auf dem ich nicht auf einer hohen Leiter hantieren und runterfallen möchte.
Ich will also Putzutensilien am Stiel kaufen, habe auch schon einen Fenstersauger von Kärcher im Blick, frage mich allerdings, ob ich mit etwas nicht elektrischem nicht doch besser dran bin. Kein Warten aufs Aufladen, kein nachlassender Akku.

Bisher habe ich einen Fenstersauger einmal an leicht zugänglichen Fenstern ausprobiert und fand die Arbeitsersparnis gegenüber dem Handputzen nicht überwältigend. Wie ist das bei so hohen Fenstern? Kann jemand aus dem Nähkästchen plaudern?
Bekomme ich die mit einem manuellen Abzieher mit Teleskopstiel richtig trocken und wieviel Sauerei gibt das? Oder lohnt sich der Fenstersauger da doch?

Viele Grüße,
Jule

Hallo,

Was sind denn das für komische Argumente. Hast du am Stammtisch bei den E-Auto Gegnern gesessen?
Wie oft willst du deine Fenster putzen?
Vier Meter hohe Fenster wären ja Schaufensterscheiben, oder meinst du, in 4m Höhe befindliche Fenster?
Lassen sich die Fenster nicht öffnen?

Hi Jule

wie wäre es mit sowas?

Ich glaube diese Technik wäre meine erste Wahl bei deinem Setting :smiley:

Gruß h

(mit Höhenangst gesegnet)

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Wir haben seit einigen Jahren einen Fensterputzroboter, der seine Arbeit ganz hervorragend macht. Je nach Verschmutzungsgrad muss man ihn mitunter auch zweimal fahren lassen, aber am Ende passt das schon. Der braucht ungefähr acht Minuten für eine 1*2 Meter-Scheibe. Einziger Nachteil: weil er runde Füße hat, kommt er halt nicht bis in die Ecken. Das wischt man bei unseren Fenstern mal eben mit dem Geschirrhandtuch nach, aber bei 4 Metern Höhe wird das natürlich schwierig.

Gruß
C.

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Zumal das Fenster oben spitzwinklig ist - kommt ein Roboter mit einer schrägen Oberkante zurecht?

Ich denke schon, aber garantieren kann ich für nix. Das Prinzip ist, dass man den erst einmal irgendwo auf der Scheibe absetzt und der sich bis zur oberen linken Ecke vorarbeitet. Dann fahren die beiden Füße immer abwechselnd ein Stück nach rechts und dabei eben auch immer erst nach unten und dann wieder bis zum nächsten Widerstand. Kommt er rechts an einem Hindernis an, geht es eine „Etage“ weiter nach unten und dann wieder links, wobei er sich dann eben in einer bestimmten Spannbreite nach links bewegt und nicht mehr nach einem oberen Widerstand sucht.

Vielleicht mal zu einem Hersteller Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob das Gerät unter diesen Umständen funktioniert.

Gruß
C.

Wie oft putzt Du die Fenster?
Was würde ein professioneller Fensterputzer kosten?

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Meine 25 Fenster putze ich mit Flauschwischer, Fensterseife und Abzieher.

Genauso wie die Professionellen Fensterputzer.

Würde ein Fenstersauger die Arbeit wirklich erleichtern, dann würden ihn sicher auch die Profis benutzen.

Hab ich bei denen aber noch nie gesehen.

Hätte ich Probleme damit einzelne Fenster zu erreichen, würde ich mir dafür wohl lieber die Profis heran holen bevor ich an einen Roboter denke.

Die liegen hier in meiner Gegend bei ca. 70Euro pro Etage.

Fensterrahmen können von den Robotern ja scheinbar sowieso nicht gereinigt werden.

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Sagen wir es mal so: professionelle Fensterputzer benutzen andere Gerätschaften und eine andere Technik als die meisten Laien und deswegen sind sie nicht auf elektrische Gimmicks angewiesen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Bei Laien hingegen können die elektrischen Gimmicks zu einem weitaus besseren Ergebnis führen als das Rumgefummel mit einem 7,99 Abzieher aus dem Discounter.

Ich kenne beides und habe beides benutzt und kann das bestätigen.

Bei den elektrischen muss man auch mit dem Tuch nacharbeiten und da kann man auch gleich einen guten Abzieher nehmen. Das wirkliche Ergebnis sieht man sowieso erst, wenn die Sonne drauf scheint und das war mit den elektrischen dürftig.

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Da stimme ich dir vollkommen zu.

Um das noch zu ergänzen: unsere Scheiben im Erdgeschoss verschmutzen kinder- und umweltbedingt sehr schnell. Wenn man da alle paar Tage den Roboter ranlässt, bleibt das Ergebnis, was die Fensterputzer hinterlassen haben, relativ lange erhalten. Ähnlich kann ich mir das bei den extrem hohen Fenstern der Fragestellerin gut vorstellen, denn bei der Höhe hat man natürlich - je nach Himmelsrichtung - ständig die Sonne im Hintergrund und sieht jeden Fliegendreck und jede Tropfenspur. Damit kann man dann leben oder alle paar Wochen die Fensterputzer rufen oder eben den Robbi fahren lassen, der aber natürlich auch keine Wunder vollbringt (von dem erwähnten Eckenproblem ganz abgesehen) und - völlig richtig erwähnt - auch die Rahmen nicht putzt.

Hast du auch Erfahrungen mit einem Teleskopstiel?

(Das ganz hohe ist nur ein einziges Fenster. Dafür einen Profi fände ich übertrieben, und mein Perfektionismus hält sich in Grenzen.)

Selten… aber lieber selbst.

Wenn ich auch darf (habe auch damit gearbeitet)

Je länger der Stiel ist, des so mehr biegt er sich und des so ungenauer kann man abwischen (damit das rückstandslos geht, braucht es einen gewissen Druck. Sonst bleiben Wasserstreifen. Man kann das halbwegs lösen, indem man über den Wischer ein Tuch legt und nacharbeitet.)

Sind die Fenster quadratisch und man alles von unten arbeiten, ohne sich in irgendwelche Winkel biegen zu müssen (gibt es alles), dann wäre das für Dich einen Versuch wert, denke ich. Würde dabei aber wenigstens auf einen Stuhl steigen, damit der benötigte Stiel so kurz wie möglich ist. Und Qualität kaufen, dann biegt es weniger.

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Danke, natürlich gern!

Quadratisch ist das betreffende Fenster leider nicht. Ich habe mich gestern noch mal davor gesetzt und über die Roboterfrage meditiert, und mir scheint, manuell komme ich noch am ehesten in die Spitze.
Kleine Trittleiter ist kein Problem.

Tipps dazu?

Habe wegen Wintergarten seinerzeit so ein Profiset bei amazon bestellt und es nicht bereut, war aber relativ kostspielig.

Für kleinere Projekte finde ich Marken wie Leifheit immer no name-Produkten weit überlegen.

Jetzt habe ich recherchiert: Von Unger gibt es Abzieher und Einwascher, die man seitlich abwinkeln kann. Dazu eine Teleskopstange 2,50 Meter. Alles in allem bin ich mit etwa 100 Euro dabei. Das klingt doch ganz vielversprechend.