Es gibt ja die „tollen Show’s“ auf den privaten Sendern. Wenn es da nen Freispruch gibt, dann sagt der/die RichterIn „Kosten fallen der Staatskasse zu lasen“
Ist das wirklich so oder nur ein „dummer Spruch für die Glotze“?
Ich war 1x Zeuge selbst im Gericht - warum haben die immer wieder da Stühle zu sitzen? Auch nur Show?
Is kein fiktiver Fall zwar aber die Frage beschäftigt mich
Dat Blue
Ps.: es können auch „unfähige (Jura-)Stundenten,angehende und volle Anwälte“ antworten *g hauptsache ich weiß des mal
Es gibt ja die „tollen Show’s“ auf den privaten Sendern. Wenn
es da nen Freispruch gibt, dann sagt der/die RichterIn „Kosten
fallen der Staatskasse zu lasen“
Nein. Irgendwer muss ja die Kosten tragen, die entstanden sind. Beim Freispruch ist das eben der Staat, § 467 Absatz 1 Strafprozessordnung:
„Soweit der Angeschuldigte freigesprochen, die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen ihn abgelehnt oder das Verfahren gegen ihn eingestellt wird, fallen die Auslagen der Staatskasse und die notwendigen Auslagen des Angeschuldigten der Staatskasse zur Last.“
Ist das wirklich so oder nur ein „dummer Spruch für die
Glotze“?
Also: Nein, das ist wirklich so.
Ich war 1x Zeuge selbst im Gericht - warum haben die immer
wieder da Stühle zu sitzen?
Damit sich Zuschauer reinsetzen können…Verhandlungen sind in den meisten Fällen öffentlich, § 169 GVG. Und wenn die Öffentlichkeit mal da ist, dann muss sie nicht rumstehen, sondern darf Platz nehmen.
Du bist offenbar bewandert mit solchen Sachen. Da würde ich mich
interessieren, ob das an deutschen Gerichten üblich ist, dass jeder
einfach redet, wann es ihm passt, rumbrüllt, die anderen unterbricht.
wie schon gesagt: bei Freispruch trägt der Staat (Steuerzahler) die Kosten des Verfahrens. Problem: Kein guter Strafverteidiger arbeitet zu diesen Hungersätzen. Im Strafrecht sind Honorarvereinbarungen an der Tagesordnung (entweder Stundensatz oder Pauschalhonorar).
Der Angeklagte zahlt für einen guten Verteidiger wesentlich mehr als nach der Gebührenordnung vorgesehen und bleibt dann auf dem Rest „sitzen“. Je nach Umfang und Schwierigkeit der Angelegenheit kann das Tausende von Euro betragen, die der freigesprochene Angeklagte aus eigener Tasche zahlen muss.
Gruss
BM
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Außerdem werden gerade Strafverfahren mit komplizierten Sachverhalten meistens innerhalb von maximal einer Stunde gelöst - und zwar oft und vor allem, weil jemand im Publikum sitzt, der ein „ominöses Video“ gedreht hat oder plötzlich ein Zufallsgast aus dem Ausland durch den Gerichtsdiener hereingebracht wird.
Übrigens ist es auch so, dass man sich entsprechend seines Berufes kleiden muss. Der Flugzeugpilot darf also nur im Pilotenkostüm kommen, der Clown bitte geschminkt und der Metzger ausschließlich mit blutverschmierter Schürze.
Und zu guter Letzt bleibt da noch die Musik. Denn der Richter verfügt über solch kleine Knöpfe am Tisch (wie die von Stefan Raab). Und sobald ein Zeuge den Gerichtssaal betritt oder die Plädoyers gelesen werden, drückt der Richter dann auf den entsprechenden Knopf, damit die passende Keyboard-Streichermusik ertönt.
Beste Grüße,
Typhoon
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ich empfinde es als nervend (und auch fehl am platze), dass du jeden rechtschreibfehler hier korrigierst. lass es doch bittttttttttte sein.
auf großklein hab ich bewusst verzichtet.
Also in der letzten Strafverhandlung, bei der ich verteidigt hatte, hatte der Lebensgefährte zweimal in der Verhandlung als Zuschauer in die Verhandlung hineingeredet - dann wurde er vom Richter des Saales verwiesen.
Also gerade dazwischenreden wird in der Praxis kaum toleriert - da käme überhaupt nichts Sinnvolles bei einer Verhandlung heraus. Die Toleranzschwelle ist zwar von Richter zu Richter unterschiedlich, aber generell nicht besonders hoch.