Hallo Matthias!
wurde schonmal eine mögliche Korrelation von Schmerz und
Fernsehgewohnheiten untersucht?
Ich glaube ja, in einer US-amerikanischen Studie, könnte jetzt so etwa 2-3 Jahre her sein. Es wurde allerdings mehr nur in einer Randnotiz erwähnt, zumal es der „Fernseh-Industrie“ (den Medien) erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügen könnte…
Da ich auch zu denen gehöre die ihren Fernseher vor Jahren
einfach rausgeschmissen habe…
Sehr gut! *lob* 
…eine Empfehlung …macht aber natürlich keiner nach.
Fernsehen ist halt von vorn bis hinten bequem, und die Leute merken nicht, was sie sich damit verursachen. (Sie zerren sich Falschinformation rein.)
Wie hoch ist der Suchtfaktor des Fernsehens? Kann man hier
genauso von Abhängigkeit sprechen?
? - Das wäre schon eine Interpretation… Keine Ahnung, man gebraucht dafür Normen, Grössen, Einheiten. Aber die wirkliche Ursache mag da wohl eher wo anders liegen…
Verstärkt es Schmerz? (wenn ja durch welchen Mechanismus?
durch die relative Untätigkeit beim fernsehen oder durch
„kognitive“ Mechanismen?).
Fernsehen an sich wohl nicht. Aber die Passivität dabei zwingt in die Beobachterposition. Und da ist die Frage: lässt man sich vom Beobachteten ergreifen oder kann man differenzieren zwischen sich selbst oder dem, was andere Menschen er-schaffen?
Man kann ja nicht behaupten, dass die gesendeten Nachrichten, denen die Leute nachhängen, 50% gute Nachrichten wären. Also sogar das Verhältnis „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ hängt ja schon schief. Dazu kommen Krimis und gewalttätige Streifen, und nicht zuletzt die Werbung für „vollkommen Überflüssiges“.
Also, es gibt durchaus Veröffentlichungen, in denen über die Zusammenhänge von TV und sozialem Verhalten, Krankheitssymptomen usw. berichtet wird. Aber man muss sie echt suchen. - Vielleicht fängst Du da mit Studien über Kinder an (Anhaltspunkt, den ich so erinnere: „…Kinder bis 12 Jahre, die mehr als 50 Minuten fernsehen, sind häufiger unkonzentriert und erheblich aggressiver als ihre Altersgenossen…“ Da findet sich dann auch noch ein Zusammenhang mit Erkrankungen wie Allergien usw.)
Interessant war einmal für mich das folgende Buch: Ellen J. Langer: Aktives Denken. Wie wir geistig auf der Höhe bleiben (1991 Rowohlt-Verlag, ISBN 3-489-038583. (ist allerdings z.Zt. auf Amazon nicht verfügbar.) Originaltitel „Mindfulness“). Langer beschreibt darin sehr gut anhand ihrer klinischen Erfahrung, wie kognitive Festlegungen entstehen - und welche Auswirkungen sie haben…
Ich selbst sehe durchaus einen Zusammenhang. Latenz → Symptom → Fernsehen → Allerlei-Gefühle-und-Gedanken → Verstärkung des Symptoms →…
Ach, ja! Ein wesentliches Kriterium dürfte wohl noch sein, dass es zu einer bestimmten Einstellung zum im Fernsehen beobachteten kommt… das kann belasten, vor allen Dingen dann, wenn es wenig bewusst wahrgenommen wird.
HTH
CU DannyFox64