Fernseher Eingang 0 Ohm

Hi!

Ich habe hier einen Toshiba Fernseher. Bis vor kurzem ist er gut gegangen, allerdings war durch oftmaliges Dreher der Stecker vom Eingangsmodul ein bisschen kaputt. Wenn man aber genug gespielt hat, ging es.

Gestern hat er plötzlich nur mehr Rauschen angezeigt, spielen mit dem Kabel half nichts. Ich hab ihn jetzt zerlegt und hab mal den Stecker inspiziert, der schaut gut aus. Aber ich messe vom Kern zum Mantel des HF-Eingangs 0 Ohm. Darf das sein?

BTW: Das Modul ist ein Sony CMK-44X. Es hat auf der Bauteileseite einige Luftspulen (alle ohne Kern nud kein sichtbarer Transformator), die Lötseite ist voll mit SMD, ich seh aber keine Spulen.

Danke
Hansi

Hi!

hallo,

Ich habe hier einen Toshiba Fernseher. Bis vor kurzem ist er
gut gegangen, allerdings war durch oftmaliges Dreher der
Stecker vom Eingangsmodul ein bisschen kaputt. Wenn man aber
genug gespielt hat, ging es.

hast also einen aussetzer

Gestern hat er plötzlich nur mehr Rauschen angezeigt, spielen
mit dem Kabel half nichts. Ich hab ihn jetzt zerlegt und hab
mal den Stecker inspiziert, der schaut gut aus. Aber ich messe
vom Kern zum Mantel des HF-Eingangs 0 Ohm. Darf das sein?

wäre gut möglich wenn als erstes eine spule den innenleiter mit der masse kurzschliesst (bauart eines hochpassfilters). also imho ok.

BTW: Das Modul ist ein Sony CMK-44X. Es hat auf der
Bauteileseite einige Luftspulen (alle ohne Kern nud kein
sichtbarer Transformator), die Lötseite ist voll mit SMD, ich
seh aber keine Spulen.

die gibs auch in smd. (und bieg nicht an den luftspulen rum)

schau dochmal ob du irgendwo kalte lötstellen siehst, oder auf verdacht ein bisschen nachbrätst, mit einem geeignetem kolben und ruhigen händen. wichtig bei tunermodulen sind die masseverbindungen - am besten alle nachlöten.

Danke
Hansi

viel erfolg wünscht wgn

Hi!

wäre gut möglich wenn als erstes eine spule den innenleiter
mit der masse kurzschliesst (bauart eines hochpassfilters).
also imho ok.

Hab nachher einen gleichen Fernseher auch gemessen (wir haben hier im Heim 5 davon) der hatte auch 0 Ohm (oder grad a bissl mehr), also scheint das so zu gehören. Gleich ein HP ist mir auch klar. Aber wieso nehmen die da keinen Serien-Kondensator?

die gibs auch in smd. (und bieg nicht an den luftspulen rum)

Hehe, klar, die Luftspulen sind Magie. :smile:

schau dochmal ob du irgendwo kalte lötstellen siehst, oder auf
verdacht ein bisschen nachbrätst, mit einem geeignetem kolben
und ruhigen händen. wichtig bei tunermodulen sind die
masseverbindungen - am besten alle nachlöten.

Sowas dürfte es wohl sein, weil wie ich ihn offen hatte und einfach so mal probierte, ging er problemlos. Jetzt nachdem ich ihn wieder fertig zusammengeschraubt hab, geht er immer noch prima. Besser als vorher (der Wackler des Antennensteckers ist jetzt auch weg, da hab ich ein bisschen den Kontakt zurechtgebogen).

Dummerweise komm ich an die Lötstellen nicht ran, weil die Blechabdeckung auf der Lötseite nicht ganz runtergeht (da gleich neben dem Tuner-Modul viele Elkos, besonders eng dran) und außerdem is genau die Bildröhre im Weg, und da mag ich verständlicherweise ned reingreifen oder mit dem Kopf ankommen.

Aber jetzt geht er wieder. Viele dank jedenfalls!

Bye
Hansi

Hi!

wäre gut möglich wenn als erstes eine spule den innenleiter
mit der masse kurzschliesst (bauart eines hochpassfilters).
also imho ok.

Hab nachher einen gleichen Fernseher auch gemessen (wir haben
hier im Heim 5 davon) der hatte auch 0 Ohm (oder grad a bissl
mehr), also scheint das so zu gehören. Gleich ein HP ist mir
auch klar. Aber wieso nehmen die da keinen Serien-Kondensator?

mein damaliger berufsschullehrer (vorher entwickler bei telefunken) hat es mir folgendermaßen erklärt: eine spule schliesst die zu niedrigen frequenzen auf ein definiertes potential ohne zusätzliche bauteile, in diesem falle masse (stichwort „masseklatsche“), wärend ein reihenkondensator noch einen widerstand zur masse haben müsste um als hp zu funzen. durch diesen widerstand fliesst aber auch die nutzspannung und diese energie steht dann dem vorverstärker oder mischstufe nicht mehr zu verfügung was eine geringere empfindlichkeit zur folge hätte. dessweiteren sind solche spulen wohl billiger als eine kombination von kondensator und widerstand.
nochne anekdote zum preis: wir haben mal ne aufgabe gestellt bekommen wo wir einen elko ausrechnen sollten (und zwar mit allen faktoren die auch ein entwickler zu berücksichtigen hat). exaktes ergebnis war ca 170µf, mit allen toleranzen kam man dann auf den nächsten normwert 220µf - denkste, weil es billiger ist wird ein 470 µf verwendet - kannst dir ja vorstellen wie wir dumm aus der wäsche geguckt haben.

ok, jetzt aber genug geschrieben -)

die gibs auch in smd. (und bieg nicht an den luftspulen rum)

Hehe, klar, die Luftspulen sind Magie. :smile:

wir haben schon kd. gehabt, die die spulen schön ordentlich hingebogen haben - mit dem hinweiss „das sah ja verbogen aus, ich wollte es nur richten“ *lol* (komisch nur das die kiste nun nix mehr empfangen hat) *nochmal lol*

gruss wgn

Hi!

mein damaliger berufsschullehrer (vorher entwickler bei
telefunken) hat es mir folgendermaßen erklärt: eine spule
schliesst die zu niedrigen frequenzen auf ein definiertes
potential ohne zusätzliche bauteile, in diesem falle masse
(stichwort „masseklatsche“), wärend ein reihenkondensator noch
einen widerstand zur masse haben müsste um als hp zu funzen.

Hmm, also in der ‚richtigen‘ HF-Technik hast ja eh die 50 Ohm Wellenwiderstand, also kein zusätzlicher notwendig. Außer wenn man in einen hoch- oder niederohmigen Eingang rein will, aber selbst dann sollte man besser anpassen. Naja, der Preis wirds wohl sein. :smile:

durch diesen widerstand fliesst aber auch die nutzspannung und
diese energie steht dann dem vorverstärker oder mischstufe
nicht mehr zu verfügung was eine geringere empfindlichkeit zur
folge hätte. dessweiteren sind solche spulen wohl billiger als
eine kombination von kondensator und widerstand.
nochne anekdote zum preis: wir haben mal ne aufgabe gestellt
bekommen wo wir einen elko ausrechnen sollten (und zwar mit
allen faktoren die auch ein entwickler zu berücksichtigen
hat). exaktes ergebnis war ca 170µf, mit allen toleranzen kam
man dann auf den nächsten normwert 220µf - denkste, weil es
billiger ist wird ein 470 µf verwendet - kannst dir ja
vorstellen wie wir dumm aus der wäsche geguckt haben.

Na, oag. Traurig traurig wie der Preis das einzige Kriterium wird.

wir haben schon kd. gehabt, die die spulen schön ordentlich
hingebogen haben - mit dem hinweiss „das sah ja verbogen aus,
ich wollte es nur richten“ *lol* (komisch nur das die kiste
nun nix mehr empfangen hat) *nochmal lol*

Hehehe.

Danke
Hansi

Anmerkung
Hallo,

Hmm, also in der ‚richtigen‘ HF-Technik hast ja eh die 50 Ohm
Wellenwiderstand, also kein zusätzlicher notwendig.

Falsch. Wenn der Wellenwiderstand der Antenne, des Kabels oder des TV-Eingangs unterschiedlich sind (egal, welcher!), gibt es Reflektionen, die zu Signalabschwächung, Verzerrungen etc. führen. Daher funktioniert das:

Außer wenn
man in einen hoch- oder niederohmigen Eingang rein will,

grade eben nicht.

aber selbst dann sollte man besser anpassen.

Man sollte, nicht nur, man muss! Und das möglichst so, daß ein Empfang noch möglich ist. Das klappt mit einer Spule besser als mit einer R-C-Kombination - die Signalverluste sind einfach kleiner.

Naja, der Preis wirds wohl sein. :smile:

Vom Preis her: eine Spule kostet mehr als ein Kondensator und ein Widerstand zusammen. Zumal grad bei Luftspulen noch das Problem mit dem Abgleich und der Mechanik (muss oft sogar vergossen werden) dazukommt.

Na, oag. Traurig traurig wie der Preis das einzige Kriterium
wird.

Geiz ist geil, glauben alle, die keinen Einblick in die Technik haben.

Gruß
Axel