Fernseher läuft...unglaublich

Hi José,

das kommt natürlich darauf an, um welche Art von Computerspielen es sich handelt.
Solche Sachen, bei denen Aliens abgeballert werden, sind sicherlich nicht sehr förderlich.
Aber es gibt da auch schöne Logik-Sachen. Z.B. hatte ich mal etwas gesehen, das war auf einer Edutainment-CD-Rom mit drauf: Da waren Abbildungen von räumlichen Körpern und daneben die entsprechenden Faltvorlagen und man sollte - ohne Nachbauen - herausfinden, was zusammenpasst.
Dass man mit solchen und ähnlichen Logikaufgaben die Intelligenz fördern kann, ist erwiesen. (Dabei ging es um entsprechende Aufgaben auf Papier, aber ich denke, das ist nebensächlich. Außerdem hat man mit dem Computer viel mehr Möglichkeiten.)

Und wenn etwas ältere Kinder, so ab zehn Jahren, ein bisschen einfache Programmierung lernen (wenn ihnen das Spaß macht), so ist das sicherlich auch nicht gerade schädlich…

Gruß,
Nina

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Hallo Nina,

Ich (17) möchte den Fernseher auch nicht missen.
Was ich mir anschaue? Nachrichten (na gut, dafür gäb’s auch
die Zeitung), aber auch viele Bildungs-Sachen (Reportagen,
Wissenschafts-Sendungen), Quiz-Sendungen.

Es ging im ursprünglichen Posting um kleine Kinder, ich glaube nicht, daß sich 1- bis 2jährige Nachrichten oder Quizzes anschauen. Auch meine Kinder (7 und 8) würden davon eher weniger profitieren.

Ich denke einfach, mit Fernseher kann man sich viel besser
informieren als ohne.

Worüber? Jetzt aus der Sicht der Kinder.

Für Kinder ab einem Alter von vier, fünf Jahren (hängt auch
von der individuellen Entwicklung ab) kann eine _sinnvolle_
Fernsehsendung (von Teletubbies halte ich nichts) schon
empfehlenswert sein.

Das Problem ist, eine solche zu finden…

Die „Sendung mit der Maus“ (hab ich früher selber oft gesehen)
finde ich ganz toll.

Das stimmt, die finde ich auch OK. Würdest Du es aber als unfair bezeichnen, wenn man sie den Kindern nicht anbietet?

Für etwas ältere Kinder finde ich „Löwenzahn“ sehr interessant

  • es werden ja auch viele Anregungen gegeben, in der Natur
    etwas zu beobachten, etwas selber zu machen und so.

Naja, da denke ich mir, besser die Natur anschauen als den Fernseher, der mir sagt, die Natur wäre toll…

Fernsehen ist sicherlich nicht notwendig, aber sehr sinnvoll

Das, finde ich, widerspricht sich.

Als Eltern sollte man
sich mit den Kindern zusammen vor den Fernseher setzten (ich
meine damit, dass man sich die Kindersendungen mit anschaut -
nicht etwa dass man mich falsch versteht :wink:) und dann auch
darüber reden. Nicht den Fernseher als Babysitter
missbrauchen!!!

Uneingeschränkt richtig - wenn schon, dann so!

Gibt leider nur recht wenige gute Sachen.

Leider auch richtig.

Der Sinn meiner Frage: da wurde der Fernseher als wichtig oder zumindest sinnvoll dargestellt, und ich wollte genau diese Prämisse in Frage stellen. Denn daß die Kinder schauen wollen und ihre Umwelt sie dazu verleitet, ist eine Sache, man muß sie aber nicht gleich gut finden.

Gruß

J.

Hi nochmal,
Wie definierst Du Intelligenz? Ich dachte, das ist eine persönliche Eigenschaft (der IQ bleibt ziemlich konstant über das ganze Leben), so daß man sie per se nicht fördern kann. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, daß das ginge, wieso gerade Computerspiele?

Da waren Abbildungen von räumlichen Körpern und daneben die
entsprechenden Faltvorlagen und man sollte - ohne Nachbauen -
herausfinden, was zusammenpasst.
Dass man mit solchen und ähnlichen Logikaufgaben die
Intelligenz fördern kann, ist erwiesen. (Dabei ging es um
entsprechende Aufgaben auf Papier, aber ich denke, das ist
nebensächlich. Außerdem hat man mit dem Computer viel mehr
Möglichkeiten.)

Genau das ist es nicht. Bei Aufgaben auf Papier ertastet und erfaßt das Kind ein Objekt und schult nicht nur sein Vorstellungsvermögen, sondern sein ganzes räumliches Empfinden. Schau Dir nochmal die Studie an, die das behauptet hat, und lies die Erläuterung nach, warum sie das beahuptet.

Und wenn etwas ältere Kinder, so ab zehn Jahren, ein bisschen
einfache Programmierung lernen (wenn ihnen das Spaß macht), so
ist das sicherlich auch nicht gerade schädlich…

Ja klar, so habe ich angefangen (mit 12). Aber ist das ein Computerspiel?

Gruß

J.

irgendwie erinnert…
…mich diese Diskussion an meine eigene Jugend.
Damals bekam man ständig zu hören, die gräßliche Musik die wir damals hörten, würde auf Dauer dem Gehör schaden. Oder die ewige Kaugummikauerei sei schädlich für die Zähne. Enge Jeans seien ungesund für die Geschlechtsorgane und die Turnschuhe würden die Füße dauerhaft schädigen, ect…
Also, weder das eine noch das andere war zutreffend.
Ich denke, jeder sollte es mit dem TV, dem PC, dem Game Boy, der Playstation oder was auch immer, so halten wie er es für richtig hält. Jedes Elternpaar sollte selber entscheiden, wie viel und wie lange sich die Kids mit diesen Dingen beschäftigen. Es gibt nun mal keine exakte Dosierung dafür. Was dem einen zuviel ist, ist dem anderen zuwenig.
Ich für meinen Teil würde mich nicht aufregen, wenn ich bei meinen Geschwistern sehen würde, daß deren Kids ständig vor der Kiste sitzen. Ebenso wenig würde es mich aufregen, wenn Kinder überhaupt kein TV schauen.
Meine Kinder haben freien Zugriff auf den TV, aber meistens läuft der Kasten ohne Zuschauer. Ich habe ihnen noch nie verboten, TV zu schauen, vielleicht macht es ja gerade das unwichtig. Ich kenne aber auch Eltern, die machen darum wirklich jedesmal ein Drama und deren Kinder sind auf die Kiste total verrückt.

MfG User

Hallo Katrin,

eines möchte ich vorweg nehmen -
als ich dein Posting las, fragte ich mich, welche Gedanken du außer der Ablehnung gegenüber kleinen Babys vor dem Fernseher noch haben könntest.
Eifersucht wollte ich dir nicht unterstellen…denke aber, der Ansatz ist vom Prinzip her nicht falsch, auch wenn es vielleicht nicht zutrifft.

Deine Reaktion auf die Postings von Gerlinde und Pia haben mich dann aber doch aufhorchen lassen - ich frage mich, warum ein Mensch, der nicht im geringesten die ihm vorgeworfenen Gefühle verspürt, sich derart aufregt.

Ich meine, eine Unterstellung, die wirklich nur eine solche ist, kann ich doch ganz gelassen von mir weisen.

Wie dem auch sei, hier ist scheinbar ein Punkt gekommen, über den du dich nicht austauschen möchtest - und das ist dein gutes Recht.
Manchmal ist es ja so, dass man einen Denkanstoß lieber für sich alleine erst mal klarbekommt.

Zu deinem eigentlichen Anliegen :

Es sind die Kinder deiner Schwester, nicht deine !
Was du da tust, dich derart in die Erziehung einmischen, wäre für mich eine klare Grenzüberschreitung.
Nur, dass du die Tante bist, gibt dir m.E. noch lange nicht das Recht. Und wenn du aber meinst, aus irgendwelchen Gründen doch dieses Recht zu haben, dann solltest du a) auch mit den Vorwürfen leben können und b) dir nicht auch noch Tips holen nach dem Motto „Wie setze ich meine Anschauung durch“.
Deine Schwester ist erwachsen, meinst du nicht, dass sie selber weiß, was sie tut ?!
Du hast es doch schon versucht…sie ist nicht auf dich eingegangen - das hat einen Grund !

Die Mutter meines Ex-Mannes mischte sich ständig in meine Erziehung ein…ich habe anfangs einen Ausnahmezustand nach dem nächsten gekriegt.
Je mehr sie sich einmischte, desto mehr habe ich dicht gemacht.

Ist das gut für die Kinder ?
Ok, die Babys bekommen das jetzt noch nicht mit, aber bald spüren sie diese Stimmung…das ist nicht schön, Katrin.

Du hast eine Anschauung, die du deiner Schwester überstülpen möchtest - mit netten Worten klappte es nicht…krame jetzt nicht sämtliche Überzeugungstricks aus der Schublade. Lass deine Schwester einfach gewähren…bei deinen Kindern kannst du es ja anders machen. Was würdest du sagen, wenn sie dir eines ihrer Erziehungsideale aufzwingen wollte ?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Fernseher nicht auf volle Lautstärke gedreht ist und die Kleinen nicht mit der Geräuschkulisse eines Actionfilms oder Westerns konfrontiert sind…3 Monate alte Babys können doch noch gar nicht so gut gucken, als dass sie wirklich in den Fernseher gucken…sie nehmen dort Farben und abwechselnde Bewegungen wahr, und wenn es sie zu sehr aufregt, weil sie nicht die nötige Ruhe bekommen, dann fangen sie an zu quengeln…wird dieses Quengeln ignoriert, fangen sie an zu brüllen. Und dann spätestens wird deine Schwester reagieren.

Oder bist du schon mal auf die Idee gekommen, Kaffee und
Kuchen selber mitzubringen?

Wenn ich zum Kaffeeklatsch zu ihr gehen würde, würde
ich generell nach Absprache den Kuchen mitbringen. Leider ist
dies aber nicht mehr der Fall - seit etwa. 1,5 Jahren. Warum,
das gehört nicht hier hin.

Wenn doch aber eh schon ein Bruch da ist, wie willst du denn dann noch an deine Schwester herankommen ? Und dann auch noch mit erzieherischen Maßnahmen ?
Katrin, sich in die Erziehung einmischen kann man m.E. nur, wenn man entweder einen besonders guten Draht zueinander hat oder aber den nötigen Abstand…beides klingt aus deinem Posting nicht heraus.

Ich denke, du überbewertest die momentane Situation ein wenig - und selbst wenn die Babys in 3 Monaten immer noch vor dem Fernseher liegen, wirst du es nicht ändern können.

Ich habe, als mein Sohn so klein war, immer gerne und viel Musik gehört…ein wenig lauter als Zimmerlautstärke, aber eher ruhigere Musik.
Mein Sohn fand das total toll…auch im Auto.
Die Mutter meines Ex-Mannes hingegen meinte immerzu, ich würde dem Kind einen riesen Schaden zufügen - nichts dergleichen ist passiert, er ist jetzt neune Jahre alt und macht eine völlig normale Entwicklung.

Viele Grüße,
Vanessa

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Wie definierst Du Intelligenz? Ich dachte, das ist eine
persönliche Eigenschaft (der IQ bleibt ziemlich konstant über
das ganze Leben), so daß man sie per se nicht fördern kann.
Aber selbst wenn wir davon ausgehen, daß das ginge, wieso
gerade Computerspiele?

Nein, so ist es nicht. Intelligenz im Sinne des IQ bewertet nur einige schwerpuktmäßig eher logische Kriterien und ist tasächlich ‚ausbaufähig‘. Es reicht, die speziell für den Test notwendigen Fähigkeiten gezielt zu trainieren. Der tasächliche Sinn bzw. die Aussagefähigkeit solcher Tests ist übrigens schon lange in Frage gestellt.
Das Computerspiele genau diese Fähigkeiten trainieren ist so ziemlich unbestreitbar, selbst sogenannte ‚Ballerspiele‘ trainieren immerhin die Reaktionsfähigkeit und z.T. auch räumliche Orientierungsfähigkeit (könnte sein, dieser Begriff ist jetzt nicht ganz das, was ich eigentlich meine). Es gibt aber auch viele wirklich gute Computerspiele, die sehr komplex sind und bei denen nicht nur Kinder bestimmte Fähigkeiten erlernen und trainieren können. Beispiele ließen sich da viele anführen. Ich denke auch, daß der Computer da ein Medium ist, das man nicht einfach durch andere Möglichkeiten ersetzen kann.
Aber auch für den Computer gilt sicher, was schon für die Medizin erkannt wurde :wink:), die Dosis allein macht, ob etwas Gift ist oder Nutzen bringt!

Genau das ist es nicht. Bei Aufgaben auf Papier ertastet und
erfaßt das Kind ein Objekt und schult nicht nur sein
Vorstellungsvermögen, sondern sein ganzes räumliches
Empfinden.

??? Wieso sollte das unbestreitbar 2-dimensionale Papier mehr räumliches Vorstellungsvermögen fördern als der Computer, der ganz andere grafische Möglichkeiten hat???

Gruß Heike

Hallo Heike,

Es gibt
aber auch viele wirklich gute Computerspiele, die sehr komplex
sind und bei denen nicht nur Kinder bestimmte Fähigkeiten
erlernen und trainieren können. Beispiele ließen sich da viele
anführen.

Ich höre diesen Satz häufig. Bisher habe ich noch nie wirklich Beispiele erhalten. Kennst Du welche?

Aber auch für den Computer gilt sicher, was schon für die
Medizin erkannt wurde :wink:), die Dosis allein macht, ob etwas
Gift ist oder Nutzen bringt!

Mit Sicherheit.

Genau das ist es nicht. Bei Aufgaben auf Papier ertastet und
erfaßt das Kind ein Objekt und schult nicht nur sein
Vorstellungsvermögen, sondern sein ganzes räumliches
Empfinden.

??? Wieso sollte das unbestreitbar 2-dimensionale Papier
mehr räumliches Vorstellungsvermögen fördern als der Computer,
der ganz andere grafische Möglichkeiten hat???

Moment, 2-dimensional ist das Papier nur, wenn Du Dich auf die Fläche beschränkst, wenn Du also z.B. darauf zeichnest. Sobald Du zu falten anfängst, begibst Du Dich in die dritte Dimension. Die kannst Du mit dem Computer am Monitor nur simulieren, zugegebenermaßen sehr gut. Aber den Lerneffekt, den Du durch Erfassen und Ertasten im Raum bekommst, wirst Du wohl erst mit VR-Brille und Datenhandschuh hinkriegen - fürs Papierfalten ein wenig Overkill. (Und zeig mir mal ein Kinder-Lernprogramm, das solche Möglichkeiten überhaupt in betracht zieht - die meisten bieten höchstens mal ein Video).

Gruß

J.

Bisher habe ich noch nie wirklich
Beispiele erhalten. Kennst Du welche?

Ohne groß nachzudenken fällt mir sofort mein Lieblingsspiel ein , ‚Die Sims‘, damit können meine Kinder solange spielen wie sie wollen…es sei denn ICH will an den PC LOL!

Sobald
Du zu falten anfängst, begibst Du Dich in die dritte
Dimension.

Ja gut, ist aber nun doch nicht soo überzeugend :wink:)!

Im übrigen habe ich auch nicht dafür plädiert, nur den Computer einzusetzen, um kindliche Erfahrungssammlung zu ermöglichen! Es stehen bei uns zu Hause Bücher, Bastel- und Malsachen, wir sind leidenschaftliche Brett-, Karten- und Würfelspieler und meine Tochter war heute sogar Kastanien sammeln und hat anschließend mit Ihrer Freundin Tiere daraus gebastelt :wink:)! Und es gibt auch Computerspiele, die ich meinem Sohn z.B. schon verboten habe, aber er darf auch nicht alles lesen, was so gedruckt wird.
Ich halte aber den Computer (einschließlich bestimmter Spiele) für eine sinnvolle Ergänzung, weitaus mehr, als den Fernseher, aus dem man aber auch lernen kann.

Bisher habe ich noch nie wirklich
Beispiele erhalten. Kennst Du welche?

Ohne groß nachzudenken fällt mir sofort mein Lieblingsspiel
ein , ‚Die Sims‘, damit können meine Kinder solange
spielen wie sie wollen…es sei denn ICH will an den PC LOL!

Ja, aber das ist nicht meine Frage. Daß es Spiele gibt, die den Kindern Spaß machen und keinen Schaden zufügen, ist mir klar (meine Kinder spielen z.B. Max und die Piraten o.Ä.). Aber ob es Spiele gibt, die ihnen einen Nutzen bringen, Spiele, die sie brauchen, das glaube ich nach wie vor nicht.

Sobald
Du zu falten anfängst, begibst Du Dich in die dritte
Dimension.

Ja gut, ist aber nun doch nicht soo überzeugend :wink:)!

Wieso? Das meine ich durchaus ernst: Durch das Falten von Papier tut sich im Kopf einiges, gerade räumliches Vorstellungsvermögen ist hier gefordert (und wird gefördert).

Im übrigen habe ich auch nicht dafür plädiert, nur den
Computer einzusetzen, um kindliche Erfahrungssammlung zu
ermöglichen!

Nein, das habe ich nicht unterstellt. Ich versuche die Frage zu klären, ob Computerspiele sinnvoll für die Entwicklung der Kinder sind.

Ich halte aber den Computer (einschließlich bestimmter Spiele)
für eine sinnvolle Ergänzung

Da sind wir wieder - _warum> hältst Du ihn für sinnvoll?

Gruß

J._

Huhu!

OK, kämpfen würde ich das nicht nennen, aber meine Kinder
schauen einfach nicht fern - wir haben keinen Fernseher.

Gut! Wir haben sogar zwei. Ich persönlich mag nicht darauf verzichten - deshalb wäre es vermessen, das von meinem Kind zu verlangen.

Würdest Du denn behaupten, daß sie das für ihre Entwicklung
brauchen? Wir haben einige Argumente gegen das Fernsehen
gehört. Welche Argumente gibt es dafür?

Für die Entwicklung brauchen? Klar: Nein!
Ich habe bisher noch kein akzeptables Argument gegen das Fernsehen gehört (die meisten Argumente beziehen sich auf den UMGANG mit diesem Medium). Argumente dafür? Gute Frage… vielleicht kann man etwas lernen (kann man anders sicher auch)…
Gegenfrage: Welche Argumente gibt es für Bücher und Musik?

Warum? Bei uns genießen sie es, wenn sie mal woanders sind,
z.B. bei der Oma oder bei Freunden. Sie haben schon mal
gemault, aber richtig vermissen tun sie das nicht. Die Kinder
lesen viel, malen, seit kurzem schreiben sie Geschichtchen…

OK - Ihr lebt es ja auch vor! Da (denke ich mal) ist es einfacher… aber wie gesagt: Ich mag nicht drauf verzichten.

Dann würden es die Kleinen ja heimlich tun :smile:

Öhmmm… dann müßten sie sich dazu einen Kasten besorgen…

Das war nicht mein Argument! Aber bist Du Dir sicher, dass sie bei Freunden NICHT fernsehen?

Und auch als Erwachsener nutzt man die FB nur zu häufig zum
Zappen, anstatt, wie es manchmal nötig wäre, zum Ausschalten.

*G* In dieser Reihenfolge… Ich bin kein TV-Junkie! Ich mag einiges, was ich mir auch regelmäßig anschaue (Discovery Channel ist mein Lieblingskanal), aber ich bin halt jemand der ziemlich multimedial lebt - ich lese sehr gerne, ohne Musik hätte ich ein Problem und außerdem gibt es ja auch noch das World Wide Web…

Liebe Grüße
Guido

P.S. Ich bin nicht der Meinung, ein TV ist unverzichtbar sei! Aber ich verstehe die Verteufelungen nicht.

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Vielleicht
Hi!

Ich halte aber den Computer (einschließlich bestimmter Spiele)
für eine sinnvolle Ergänzung

Da sind wir wieder - warum> hältst Du ihn für
sinnvoll?

Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich gebe trotzdem meinen Senf dazu ;o)

Mein Neffe (jetzt 16) bekam vor drei Jahren seinen ersten eigenen PC. Er wollte ihn natürlich zum Spielen haben. Da es nicht immer ganz einfach war, die Spiele „zum Laufen“ zu bringen, war er gezwungen, sich mit der Mühle auseinanderzusetzen. Dazu kommt, dass er regelmäßig zu Netzwerkparties geht. Er musste sich also eine Netzwerkkarte zulegen, diese anschließen, da sie nicht vernünftig funktionierte musste er sie auch noch konfigurieren…

Kurz: Der Umgang mit dem Medium PC kann eigentlich im Bezug auf die spätere Karriere nur nützlich sein!
Über Sinn und Zweck diverser Spiele zu reden finde ich eher müßig. Ich habe keine Ahnung, ob es sinnvolle Spiele gibt - außer, man sieht den Spielspaß an sich als Sinn!

Liebe Grüße
Guido

Hallo,
Du hast Dich zwar selbst damit noch nicht auseinander gesetzt, aber irgendwas wird daran schon schlimm sein !
Und jetzt sollen wir Dir Argumente liefern, die Du Deiner Schwester um die Ohren hauen kannst!! Also — da läuft doch irgendwas gründlich schief !
Stephan

Daß es Spiele gibt, die
den Kindern Spaß machen und keinen Schaden zufügen, ist mir
klar (meine Kinder spielen z.B. Max und die Piraten o.Ä.).
Aber ob es Spiele gibt, die ihnen einen Nutzen bringen,
Spiele, die sie brauchen, das glaube ich nach wie vor
nicht.

Ich halte auch reinen Spaß durchaus für etwas Nützliches! Und was braucht der Mensch schon wirklich?? Essen, Trinken, Schlaf? Ich kenne Menschen, die den Nutzen von Büchern anzweifeln und meinen, man solle aus dem Leben lernen.

Ich weiß nicht ob Du das Spiel kennst, von dem ich sprach und ich will hier keine Werbung machen, man konstruiert Häuser, in denen Familien leben, muß auf 'ne Menge achten, damit die Lebensbedingungen stimmen und unterschiedlichste Charaktere berücksichtigen. Dabei lernt man durchaus planvolles Vorgehen ebenso wie Reagieren auf unterschiedlichste unvorhergesehene Situationen, sinnvolles Einrichten von Wohnungen und das von Nichts nichts kommt, wenn die Sims nicht an sich arbeiten, kommen sie im Beruf auch nicht weiter.

Jede Art von Logikspielen sind mit dem PC wunderbar umsetzbar, einige kann ich mir ohne PC gar nicht vorstellen, bei anderen ist man per PC unabhängig von der Lust anderer. Da muß man gar nicht auf die komplizierten zurückgreifen. Ich denke da an Mastermind, wo kaum einer Lust hat einem wieder und wieder neue Kombinationen zu stecken. Und das ist reine Selbsterfahrung, ich liebe nämlich auch dieses Spiel. Für das Üben finde ich auch Schach am PC nicht verkehrt, wobei ich für’s richtige Spielen immer einen ‚natürlichen‘ Partner vorziehen würde

Ich versuche die Frage
zu klären, ob Computerspiele sinnvoll für die Entwicklung der
Kinder sind.

Nein, ich glaube Dir nicht, daß Du das wirklich klären möchtest, Du hast bereits für dich entschieden, daß da nichts sinnvolles ist :wink:)!

Da sind wir wieder - warum> hältst Du ihn für
sinnvoll?

Vielleicht müßten wir zum besseren Verständnis zunächst unsere jeweilige Definition von ‚sinnvoll‘ abgleichen, ich fürchte, schon da haben wir unterschiedliche Auffassungen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle abbrechen, da ich für mich eine weitere Diskussion als sinnlos einstufe (ich schätze auch mal, daß sie kaum noch einer hier aus Interesse an der Sache verfolgt ), weil sie eher was mit allgemeiner Lebensphilosophie zu tun hat. Das wäre dann aber eher O.T. in diesem Board.

Gruß Heike

hallo katrin,
ich glaube, deine schwester ist alt genug, um zu entscheiden, was sie ihren sprösslingen „zumuten“ kann. was soll schlimm daran sein, wenn die glotze läuft, die babys sehen sowieso noch alles unscharf und das geflimmer wirkt außerdem beruhigend.
ich finde es nicht gut, kinder, auch die kleinsten immer in watte zu hüllen und von allem „abzuschirmen“. natürlich gibt es ausnahmen, das ist klar, aber mein sohn (4) ist auch mehr oder weniger mit „glotze“ aufgewachsen und es hat ihm in keiner weise geschadet. als er noch ganz klein war, habe ich halt auch ein bißchen an mich gedacht, wenn es was interessantes in tv gab, hab ichs halt geschaut. na und?? ich stelle oft bei jungen müttern fest, daß sie ausschließlich FÜR das kind leben und nicht MIT dem kind. das ist aber sehr wichtig und die grundvoraussetzung für die prägung der persönlichkeit eines kindes.
nix für ungut
DEVINE

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Schadet Fernsehen dem Baby?
Quelle: Zeitschrift „BABY - Aus Ihrer Apotheke“, September 1999, Seite 22.

Antwort des Kinderarztes Dr. Andreas Busse auf eine Anfrage mit obigem Titel:

„Bei einem Abstand von zwei bis drei Metern vom Fernsehgerät ist keine gefährliche Strahlung mehr zu erwarten. Aber: Babys und Kleinkinder können mit der schnellen Abfolge von Bildern und Eindrücken beim Fernsehen nicht nur nichts anfangen, sie werden dadurch überfordert und irritiert. Das gilt auch, wenn sie nicht direkt in die Röhre schauen. Die Geräuschkulisse allein vermittelt schon viel zu viele Reize. …“


Das ist für alle, die hier meinen, Babys können ruhig gucken, sie kriegen ja eh nix mit.

Biggy

Muß man folglich Öffentliche Räume meiden?
Hallo Biggy

…Das gilt auch, wenn
sie nicht direkt in die Röhre schauen. Die Geräuschkulisse
allein vermittelt schon viel zu viele Reize. …"


Das ist für alle, die hier meinen, Babys können ruhig gucken,
sie kriegen ja eh nix mit.

Die Gleiche Reizüberflutung erreiche ich ja dann auch, wenn ich ein Säugling in die Innenstadt oder an irgenseinen Ort mitnehme, wo viele Menschen zusammenkommen (Märkte, Restaurants mit viel Betrieb, Familienfeste usw.).

Sollte man deiner Meinung nach seine Kinder bis zu einem bestimmten Alter zu Hause verstecken?

Gruß
Carlos

Gar keine ganz falsche Überlegung
Hallo Carlos,

Sollte man deiner Meinung nach seine Kinder bis zu einem
bestimmten Alter zu Hause verstecken?

Das ist mit Sicherheit übertrieben. Man sollte allerdings durchaus darauf achten, mit kleinen Babies besonders laute oder stark frequentierte Orte zu meiden - oder den Aufenthalt dort wenigstens auf die kürzestmögliche Zeit zu beschränken.

Gruß Kubi

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Hallo José,

Es ging im ursprünglichen Posting um kleine Kinder, ich glaube nicht, daß sich 1- bis 2jährige Nachrichten oder
Quizzes anschauen. Auch meine Kinder (7 und 8) würden davon eher weniger profitieren.

Ach so… ich dachte, es ging um Kinder allgemein; ich hab mich vor allem auf das Alter ab 9 Jahre bezogen.

Ein-Zwei-oder-Drei. Gibt’s das überhaupt noch? Lief immer im ZDF und das war ein Kinder-Quiz zu jedesmal einem bestimmte Thema. Ab fünf, sechs Jahren schon akzeptabel.
LOGO - Kinder-Nachrichten im ZDF. Hab ich früher auch ab und zu mal gesehen. Wenn sich Kinder dafür interessieren (so ab Schulalter), aber die „normalen“ Nachrichen noch zu unverständlich/ angsteinflößend sind.

Worüber? Jetzt aus der Sicht der Kinder.

Z.B. einfache technische Dinge. Wie z.B. in der „Sendung mit der Maus“.

Das Problem ist, eine solche zu finden…

Soviel ich weiß, gibt es im Kinderkanal (ich glaub, das war der Sender) auch immer wieder „Spielfilme“ mit sehr lehrreichem Hintergrund (ganz spontan fällt mit da was über Kinder in Ländern mit völlig anderer Kultur ein) - wenn man sich das zusammen mit den Kindern (so ab sechs, sieben Jahre) ansieht, ist das bestimmt auch nicht „nur“ die Fernsehsendung, sondern kann mir denken, das gibt auch viel Diskussionsstoff.

Das stimmt, die finde ich auch OK. Würdest Du es aber als unfair bezeichnen, wenn man sie den Kindern nicht
anbietet?

Hmmm, unfair… Weiß auch nicht. Ungefähr so unfair/fair, als wenn man einem Kind gar nichts von Grimms Märchen erzählt und sie komplett durch andere Geschichten ergänzt… So in der Art… Also, irgendwie als Nachteil würde ich es sicher doch ansehen.
Da gibt es meiner Meinung nach drei Arten von Kindern (bezogen auf erste/zweite Klasse):
Die „Fernseh-Kinder“, aufgewachsen mit Pink Panther, Bugs Bunny u. ä. sinnlosen und gewaltvermittelnden Zeichentrickfilmen, die auch absolut nichts über die Natur wissen und nicht mal ein Ahornblatt erkennen.
Die „Öko-Kinder“, die sich mit der Natur, die man täglich sehen kann, gut auskennen – aber oft von Dingen, die „weiter weg“ sind, weniger Ahnung haben.
Und dann noch den guten Mittelweg – Kinder, die sich für die Natur interessieren und sich auch gut damit auskennen, vielleicht den Unterschied zwischen einer Dohle und einer Nebelkrähe nicht sofort aus dem Gedächtnis wissen, „Sendung mit der Maus“ sehen ab und ab und zu

Naja, da denke ich mir, besser die Natur anschauen als den Fernseher, der mir sagt, die Natur wäre toll…

Bin/war auch so ein „Wald-und-Wiesen-Kind“ *g* Hab auch mich viel in der Natur herumgetrieben *g*
Aber es gibt eben viele Dinge, die einem der Fernseher besser zeigen kann als die Natur.
Ein Beispiel: Tier-Dokus. Wo z.B. das Leben von Bibern, Störchen etc. gezeigt wird. Klar, man kann auch in den Naturpark fahren – vielleicht sieht man die Störche beim Füttern der Jungen oder den Biber – auch wirklich sehr interessant. Aber ergänzend dazu kann das Fernsehen einfach zusätzlich noch mehr bieten. Man kann erfahren, wie das Jahr für einen Storch, Biber o.ä. abläuft, etc.
Oder exotische Tierarten… bietet der Zoo auch nicht soooo viel.
Oder: Wie kommt das Salz ins Meer? Wie entstehen Blitze? Wie lebt der Maulwurf?
Oder diese ganzen bewegten Technik-Sachen… Die kann ein Buch nur schwer so gut rüberbringen wie eine Fernsehsendung.

Was ich aber total blöd finde: Bastel-Sendungen. Mit Mutter (oder Vater) plus Bastelbuch (oder eigenen Ideen!) geht das mindestens genauso gut. Und im Fernsehen werden bloß immer so superperfekte Werke vorgestellt – die Kinder zu Hause werden feststellen müssen, dass sie es nicht ganz genauso hinkriegen. (Und wenn es nur darum geht, dass der Filz-Schmetterling im Fernsehen rote Perlen als Auge hatte und zu Hause gibt es nur weiß lackierte Holzperlen, die man nicht umfärben kann – kann für Kinder schon viel bedeuten!!!)

Fernsehen ist sicherlich nicht notwendig, aber sehr sinnvoll

Das, finde ich, widerspricht sich.

Wieso? Einmal ein ganz anderes Beispiel mit „nicht notwendig, aber sinnvoll“: Es ist z. B. nicht notwendig, dass ein Kind Kontakt zu Behinderten bekommt – aber es ist sehr sinnvoll, damit es erfährt, dass Behinderte nicht „komisch“ sind.
Oder: Es ist nicht notwendig, dass man dem Kind ein Bilderbuch kauft. Man kann vieles auch aus der Natur lernen.
Aber das Bilderbuch hat da sicherlich noch ein „Plus“ dazu, oder?!

Der Sinn meiner Frage: da wurde der Fernseher als wichtig oder zumindest sinnvoll dargestellt, und ich wollte
genau diese Prämisse in Frage stellen. Denn daß die Kinder schauen wollen und ihre Umwelt sie dazu verleitet, ist
eine Sache, man muß sie aber nicht gleich gut finden.

Wenn ich Kinder hätte, würde ich sie fernsehen lassen und auch an den Computer lassen. An den Computer, so früh sie motorisch mit der Maus umgehen können. Ich würd natürlich eine/n Drei- oder Vierjährige/n nicht vor dem Computer „abstellen“, sondern vielleicht einmal in der Woche eine Viertelstunde irgendwas machen lassen (wenn ihr/ihm das Spaß macht).
Dass die Kinder das Medium „Computer“ als genauso selbstverständlich erfahren wie z.B. das Buch.

Man kann ja seine Kinder (theoretisch) auch alles lesen lassen, was ihnen unter die Finger kommt, sobald sie mit sechs, sieben Jahren lesen können (manche können’s auch viel früher…) Da kann man ja auch sagen: „Lesen ist schlecht – immer diese Krimis, Thriller und Nackte-Nochmalwas-Sachen.“ Das Buch kann auch schlecht oder gut sein genauso wie das Fernsehen.
Genauso wie man nur mit Erzählen (ich meine, erzählen aus dem Gedächtnis) einem Kind weniger „beibringen“ (ich weiß, das ist jetzt das falsche Wort) kann, gibt es auch den Unterschied bei Fernseher/Buch. Der Fernseher hat eben noch ein „Plus“ zum Buch.

Gruß,
Nina

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