Hallo Gemeinde!
Grade sind bei uns im Haus 2 (!) Fernseher gleichzeitig kaputt gegangen. Vermutlich Spannungsspitze. Bei einem ist Widerstand durchgebrannt. Der andere schaltet nur eine Sekunde, dann geht die Bereitschaftsanzeige wieder aus und die Platine klickt im Sekundentakt. Ich seh aber nicht wo es herkommt 
Weiss jemand was das ist?
Gruß,
Fin
Hallo!
Vieleicht hat sich ein Bauteil verabschiedet und da gibt es ein Relais was ständig durch den Rückfluß des Stroms durchschaltet!?Aber denkt dran da ist Lebensgefählicher Strom drauf,nicht nur 220 Volt!Am besten in Fachkundige Hände geben!
Das Basteln hat schon vielen das Leben gekostet!!!
Grüße Frank
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Hallo!
Vieleicht hat sich ein Bauteil verabschiedet und da gibt es
ein Relais was ständig durch den Rückfluß des Stroms
durchschaltet!?Aber denkt dran da ist Lebensgefählicher Strom
drauf,nicht nur 220 Volt!Am besten in Fachkundige Hände geben!
Das Basteln hat schon vielen das Leben gekostet!!!Grüße Frank
Hallo Frank!
Danke für die Sorge um meine Person. Ich bin zwar Physiker und weiss, das auf der Röhre Hochspannung liegen muss, weshalb ich da mit Sicherheit nichts anfassen werde, nur mit dem Fehlersuchen bin ich nicht so bewandert. Komisch finde ich nur dass die Sicherung bei einer Überlast nicht kaputt gegangen ist…
Gruß,
Fin
Hallo Fin,
Ich bin zwar Physiker und
weiss, das auf der Röhre Hochspannung liegen muss, weshalb ich
da mit Sicherheit nichts anfassen werde, nur mit dem
Fehlersuchen bin ich nicht so bewandert.
Als Physiker bist Du Dir auch bewußt, daß es nicht ausreicht, das Gerät auszuschalten und den Stecker zu ziehen, um diese Hochspannung zu ‚entfernen‘? Daß man sich an einer Bildröhre sogar vier Wochen nach einem Ausbau noch ‚eine einfangen‘ kann? Sogar, wenn man es vorher mittels Draht entladen hat?
Komisch finde ich nur
dass die Sicherung bei einer Überlast nicht kaputt gegangen
ist…
Als Physiker sollte Dir bekannt sein, wie eine Sicherung wirkt: Durchbrennen durch Überhitzung des Drahtes der Sicherung, bewirkt durch zu hohen Strom. Und wodurch geht ein Halbleiter kaputt? Genau, durch zu hohen Strom ODER zu hohe Spannung! Und die zu hohe Spannung ist eben schneller als die Überhitzung des Drahtes - deshalb schützt ein Halbleiter oft die Sicherung, nicht umgekehrt…
Gruß
Axel
Hallo Alex,
Daß man sich an einer Bildröhre
sogar vier Wochen nach einem Ausbau noch ‚eine einfangen‘
kann? Sogar, wenn man es vorher mittels Draht entladen hat?
hab ich noch nie gehört und ich habe auch schon viele Röhren entladen.
Wie muß ich mir das vorstellen, wenn ich die Röhre mit einem Draht entladen habe, wie baut sich dann wieder eine elektrische Ladung auf?
Hallöchen Fin
Das kann jetzt natürlich alls mögliche sein. War der Fernseher dabei eingeschaltet?
Wenn nicht, würde ich auch auf Prozessor tippen, da im Stand by viele Baustufen gar nicht mit Strom versorgt werden.
Wenn der Fernseher eingeschaltet war, kannst Du eigentlich nur die Transistoren mal durchmessen. Insbesondere den Zeilen-Endstufentransistor.
Alles andere ist ohne Schaltplan Spekulation.
Was ist denn das für ein Hersteller, welches Modell und wie alt?
Gruß
Torsten
Was mich auch sehr interessieren würde! Woher kommt der Potentialunterschied???
p.S.: Ich weiss, das Sicherungen auf Strom anspringen und nicht auf Spannungsspitzen - eine solche wäre aber auch nicht durch meinen Ü-Schutzstecker (gut und teuer!) gekommen… Deshalb hätte die Sicherung durchbrennen müssen!!
Ausserdem: Ich messe… d.h. ich stochere nicht mit einem Schraubenzieher in irgendwelchen Bauteilen rum, keine Sorge!
Gruß,
Fin (dummer Physiker)
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Hallo,
Daß man sich an einer Bildröhre
sogar vier Wochen nach einem Ausbau noch ‚eine einfangen‘
kann? Sogar, wenn man es vorher mittels Draht entladen hat?hab ich noch nie gehört und ich habe auch schon viele Röhren
entladen.
Wie muß ich mir das vorstellen, wenn ich die Röhre mit einem
Draht entladen habe, wie baut sich dann wieder eine
elektrische Ladung auf?
a) hab ich bei einer von mir ausgebauten Röhre so erlebt.
b) der Schlag, den ich mir da abgeholt habe, war nicht tödlich 
Er hat aber ausgereicht, mich ordentlich zu erschrecken - fast hätte ich das Ding fallengelassen.
c) die Entladung erfolgt über den hochohmigen Belag am äußeren der Bildröhre. Wenn man nicht lange genug entlädt, ist noch Ladung vorhanden (besonders dann, wenn man zum Schutz der Bildröhre einen hochohmigen Widerstand in die Entladungsleitung schaltet). Und wegen der guten Isolierung hält sich die Ladung auch eine ziemliche Zeit.
Es gibt auch Gerüchte, daß sich durch die dauernde, immer gleichpolige Aufladung der Bildröhre diese ‚formatiert‘ und sich quasi einen Akku bildet. Das kann ich mir allerdings nicht so richtig vorstellen.
Gruß
Axel
Was mich auch sehr interessieren würde! Woher kommt der
Potentialunterschied???
Die Bildröhre besitzt ein Außen- und ein Innenbelag. Der Außenbelag ist der der sich auf dem Glas befindet (wenn man von hinten drauf guckt). Dieser Belag ist über ein Masseband, welches über die Röhre gespannt ist, mit der Gerätemasse verbunden.
Der Innenbelag ist über den Anodenstecker verbunden. Das ist der Stecker mit der Gimmiwulst und dem meist rotem Kabel der zum Hochvolt-Trafo geht. Dieser HV-Trafo (auch DST, Ablenktrafo, etc. genannt) erzeugt eine Spannung, je nach Gerät, von bis zu 28kV.
Dadurch ergibt sich ein Potentialunterschied zwischen den beiden Belägen in höhe dieser Spannung.
Zwischen den beiden Belägen befindet sich ja das Glas der Röhre und wirkt als Isolator. Somit haben wir einen überdimensionalen Kondensator, der die elektrische Energie speichert, wenn der Fernseher ausgeschaltet wird.
Torsten
Hi,
die Anodenspannung der Bildröhre mit einem blanken Draht zu entladen ist aber auch nur von sehr schlechten Eltern. (Es konnnen Schäden dadurch auftretten)
Besser ist es einen Entladewiderstand von 1k/2W zwischen das Entladekabel zu schalten und die Verbindung ca. 30s zwischen Masse und B-Anode halten.
Immer erst an Masse anschließen!
nicki