Und wenn ja, reicht ein guter Kabelverstärker am Eingang des
Verteilers aus?
Aber sicher.
Und der muss die passende Verstärkung haben.
Der Verteiler „frisst“ 11dB.
Die Anschlussdosen nehmen etwa 2dB (Stichdosen! Fälschlich beschaffte Durchgangsdosen mit Endwiderständen können auch 15dB Anschlussdämpfung haben).
Das Kabel wird bei 800MHz etwa 17dB auf 100m haben, bei dir also etwa nochmal 1-2dB.
Das macht dann in der Summe 14-15dB.
Die muss der Verstärker haben, wenn er selber ein Signal bekommt, dass voll ausreichend ist. Ist das ankommende Signal schon eher schwach, dann ist es sowieso blöde, das schwache Signal mitsamt der Störungen zu verstärken. Immer so nahe wie möglich an der Signalquelle verstärken!
Ist das kommende Signal schon sehr stark, kann es zu Verzerrungen kommen.
Ein Verstärker mit einstellbarer Verstärkung, optimal auch mit einstellbarer Entzerrung hilft.
Einstellen kann das so richtig optimal nur der, der ein Messgerät dafür hat.
Die Anschlussdosen nehmen etwa 2dB (Stichdosen! Fälschlich
beschaffte Durchgangsdosen mit Endwiderständen können auch
15dB Anschlussdämpfung haben).
Die Dosen sollten eine geeignete Entkopplung haben, die der Verteiler nicht leistet.
Daher sind Durchgangsdosen mit Endwiderstand genau das Richtige.
(Stichwort:Stammleitung)
Die Anschlussdosen nehmen etwa 2dB (Stichdosen! Fälschlich
beschaffte Durchgangsdosen mit Endwiderständen können auch
15dB Anschlussdämpfung haben).
Die Dosen sollten eine geeignete Entkopplung haben, die der
Verteiler nicht leistet.
Der Verteiler HAT eine Entkopllung von ca. 30dB.
Daher sind Durchgangsdosen mit Endwiderstand genau das
Richtige.
Für eine sternförmige Verdrahtung sind Durchgangsdosen mit Endwiderstand MÖGLICH, aber nicht NÖTIG.
Sie haben eine stärkere Entkopplung (mir schwirren da Werte um 40dB im Kopf herum), aber eben auch zum Preis einer deutlich höheren Auskoppeldämpfung.
Wenn ich mit 15dB auskopple, dann ist es keine Schwierigkeit, auch eine höhere Entkopllung zu erreichen.
Eine Durchgangsdose hat einen Eingang.
Dann sitzt in ihr ein kleiner Abzweiger, der einen Teil des Signals auskoppelt und an die Anschlüsse leitet.
Und der Rest wird durchgereicht.
Sitzt eine Durchgangsdose am Ende eines Zweiges, dann ist dort ein Endwiderstand einzusetzen. In diesem Augenblick ist sie zur Enddose geworden.
Was ganz anderes sind Stichdosen.
Die haben überhaupt nur einen Anschluss. Der Anschluss wird komplett auf die Auslässe durchgereicht. Es gibt keine Auskopplung.
Daher auch die Unterschiede:
Die Dämpfung einer Durchgangsdose ist ziemlich hoch, Preisner bietet zwischen 7dB und 20dB an. (Am Anfang einer Stammleitung muss man höher dämpfende Dosen nehmen, am Ende niedrige. So hat man auch bei langen Wegen gleichmäßig starke Signale an den Dosen).
In der Technik der Verteiler und Abzweiger sieht es ähnlich aus.
Ein Verteiler „splittet“ das Signal auf seine Ausgänge. Er hat daher mit wachsender Anzahl Ausgänge auch eine steigende Dämpfung. Die Ausgänge sind dabei untereinander entkoppelt.
Ein Abzweiger zweigt von einer durchgehenden Leitung einen oder mehrere Ausgänge ab.
Dabei sind nur die abgzweigten Ausgänge entkoppelt vom durchgehenden Stamm.
Und die sind wieder mit verschieden starken Abzweigdäpfungen erhältlich.
So kann man in einem MFH z.B. einen Stamm nach oben ziehen.
Im EG zweigt man für jede Wohnung, sagen wir mal drei an der Zahl, mit hoher Dämpfung ab.
In jede Wohnung geht dann eine Leitung. Dort sitzen dann nacheinander z.B. drei Dosen. Das sind alles Durchgangsdosen, die letzte mit Endwiderstand.
In der nächsten Etage zweigt man dann mit etwas weniger Abzweigdämüfung ab.