Fernsehtipp zum Thema Palästina, Arte 27.9.,22:10h

Hallo,

ein Tipp zum Thema Palästina, bestimmt sehenswert. Unten mehr über den Film.

Gruß,
Christiane

Arte
Montag, 27. September 2004 um 22:10
Arnas Kinder
Dokumentarfilm, Israel / Niederlande 2003, ARTE F, Erstausstrahlung
Von: Juliano Mer Khamis, Danniel Danniel

Von 1989 bis 1996 hat Juliano Mer Khamis die Theaterarbeit seiner Mutter Arna, einer israelischen Jüdin, die mit einem palästinensischen Araber verheiratet war, mit Jugendlichen im Flüchtlingslager Dschenin dokumentiert. Sechs Jahre später zeichnet er den weiteren Lebensweg der Jugendlichen nach.

Arna war eine engagierte Frau und eine starke Persönlichkeit. Die mit einem palästinensischen Araber verheiratete israelische Jüdin hatte in der Nähe von Dschenin ein Bildungszentrum für Kinder gegründet, deren Alltag durch die israelische Besatzung aus den Fugen geraten war. Zu den Aktivitäten, die in dem Jugendzentrum der 1997 verstorbenen Arna angeboten wurden, gehörte das Theaterspielen. Die Jungen und Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren konnten im Theaterspiel ihre Ängste, ihre Befürchtungen und ihre Wut verarbeiten. Arnas Sohn, der Film- und Bühnenregisseur Juliano Mer Khamis, übernahm die Leitung der Truppe. Zwischen 1989 und 1996 filmte er die Kinder während der Proben und Aufführungen und schuf damit ein Porträt der angehenden Teenager. Durch ihre liebevolle Zuwendung, ihre Energie und ihren Mut über all die Jahre hinweg verhalf Arna den Kindern zur Entfaltung ihres Gefühlspotenzials und bescherte ihnen Momente der Unbeschwertheit. Als 2002 der Kampf in Dschenin ausbrach, war Arna schon fünf Jahre tot. Juliano Mer Khamis kehrte auf der Suche nach den jungen Menschen, die er als Kinder gefilmt hatte, nach Dschenin zurück. Er versuchte, ihre Entscheidungen zu verstehen: Yussef war 2002 in dem von ihm verübten Selbstmordattentat in der israelischen Stadt Hadere gestorben; Ashraf war in der Schlacht um Dschenin gefallen; Alla führt ein bewaffnetes Kommando von Widerstandskämpfern an.

Der Film arbeitet mit Rückblenden und veranschaulicht auf subtile und anrührende Weise die tragische Verbindung aus Hass und Verzweiflung, die sich der Menschen bemächtigt.
Der Film erhielt 2003 Auszeichnungen als bester Dokumentarfilm beim Filmfestival Tribeca, den FIPRESCI-Award auf den Hot Docs Toronto, den Preis des Kulturministeriums der Tschechischen Republik für den besten Film beim One World Film Festival Prag und den Preis des jungen Publikums beim Dokumentarfilmfestival Visions du Réel in Nyon, Schweiz. Außerdem wurde er für den Wettbewerb auf dem Internationalen Dokumentarfilm-Festival Amsterdam ausgewählt.

Quellen-Hinweis
Hallo Christiane!

Vergiß bitte die Quellenangabe nicht, wenn Du einen Text eins zu eins übernimmst.

http://www.arte-tv.com/de/woche/244,year=2004,week=4…

Gruß
Beowolf

Hallo Beowolf,

Vergiß bitte die Quellenangabe nicht, wenn Du einen Text eins
zu eins übernimmst.

Sorry, aber ich muß gestehen, ich hatte gar keine Quelle, da ich den Text per Mail geschickt bekommen habe, sozusagen eine private Quelle. Aber da Du ihn ja über Arte gefunden hast, hätte ich natürlich auch auf die Idee kommen können.

Gruß,
Christiane

Kein Problem :wink: (owT)