'Fernstudium' an Präsenzuni (lang)

Hallo,

*meinen Frust loswerden muss*
Ich studiere im 4. Sememster Erziehungswissenschaften und habe bereits mein Vordiplom.
Leider ist die Hochschule total überfüllt (etwa 1/4 sind Erstsemestler), worüber sich viele aufregen, aber keiner etwas tut.
Daher wird die Raumsituation noch viel angespannter als bisher. Seminare werden mit 300 Studenten abgehalten, vieles überschneidet sich, manche Vorlesungen werden gar nicht angeboten (zumindest wird es schwer, schnell zu studieren).
Ich möchte mein Studium weiterhin zügig durchziehen, was mir aber enorm erschwert wird.

Ich sehe jetzt als einzige Chance, mir die passenden Materialien zu besorgen und daheim zu lernen. Nicht alles, aber einen großen Teil.
Die meisten Veranstaltungen haben nur eine obligatorische Anwesenheitsliste, sprich es gibt Listen, die aber nie kontrolliert werden. Nur Leute, die einen Schein machen möchten, sollten bei manchen Dozenten wirklich anwesend sein.

Ich - pflichtbewusst - habe bei dieser Vorgehensweise aber immer ein schlechtes Gewissen. Es könnte ja doch mal kontrolliert werden…

Wer also bestimmt, dass man den Stoff nicht auch daheim lernen kann, sondern die Veranstaltung besuchen muss?
Ich muss zum Diplom nur meine Scheine vorzeigen (deren Veranstaltungen ich größtenteils besuchen werde) und Kenntnisse in gewissen Themen mitbringen. Müssen diese Kenntnisse in den Veranstaltungen erworben werden? Kann mir jemand einen Strick daraus drehen, dass ich die aufgelisteten Vorlesungen nicht besucht habe?

Jaaa, das ist abhängig von der Hochschule. Jedoch kann ich da niemanden meine Pläne (Hauptstudium in 3 statt 5 Semestern) anvertrauen, da ich viel zu engagiert bin und zu viel Hektik verbreite :wink: Außerdem reagieren die Dozenten auf die Frage „herrscht hier Anwesenheitsplicht?“ etwas mürrisch und antworten immer mit „ja“, auch wenn sie es nicht so meinen.

Wie kann ich schnell und gut studieren, ohne mit der Hochschule in einen Konflikt zu geraten?

Gruß
Tato

kurz

Wie kann ich schnell und gut studieren, ohne mit der
Hochschule in einen Konflikt zu geraten?

kurze Antwort:
GARNICHT

^^

ich mein, was willst du jetzt hören?
Erziehungswissenschaften sind naturgemäß heillos überlaufen. das wissen auch die Dozenten. Das ist auch der Grund, warum 80-Teilnehmer-Seminare angeboten werden. damit überhaupt mal einer irgendwo einen Platz bekommt. Wenn du zu einer Vorlesung nicht hingehst oder dich jeweils nur in die anwesenheitsliste einträgst/eintragen lässt, wird das keinem auffallen…

vermutlich wirds dem Prüfungsamt spanisch vorkommen, wenn du nach 7 Semstern scheinfrei bist ^^
aber solange sie dir nichts nachweisen können … :smile:
und du die Prüfungen bestehst - haben sie rechtlich keine handhabe. Dann sind die Dozenten selbst schuld, wenn Kriterium für SCheinerwerb nur Anwesenheit ist.

mfg

Hallo,

ich mein, was willst du jetzt hören?

Tipps von Leidensgenossen oder Ex-Studenten, die dieses Problem bereits gelöst haben.

Erziehungswissenschaften sind naturgemäß heillos überlaufen.

Problematischer sind eher die 1000 neuen Studenten, die überwiegend den zulassungsfreien (wie kann man als kleine Hochschule nur so doof sein) Studiengang Bachelor Soziale Arbeit besuchen. Der größte Raum fasst bei uns etwa 350 Studenten…

das wissen auch die Dozenten.

Die sind immer wieder überrascht, wenn 200 Leute vor dem Raum stehen und nur 35 rein passen. Dann kommen die drauf, dass es in diesem Jahr wieder recht viele Studenten sind :wink:

Dann sind die Dozenten selbst schuld, wenn Kriterium
für SCheinerwerb nur Anwesenheit ist.

Nene, man muss schon eine Klausur schreiben oder so. Allerdings kann man diese auch bestehen, wenn man die Vorlesungen nicht besucht.
Nur habe ich Angst, dass wirklich mal jemand die Anwesenheitslisten kontrolliert und ich dann ein Problem habe. Daher die Frage, ob man mir wirklich etwas vorwerfen kann bzw. ob man vorher mit dem Dozenten reden sollte, dass man quasi von der Anwesenheitspflicht „befreit“ ist.

Gruß
Tato

Hallo Tato

ich studier zwar Maschinenbau aber die Problematik ist ähnnlich. Also sprich Vorlesungen waren gerade im Grundstudium heillos überlaufen, hat man das im Hauptstudium nicht mehr kommen die obligatorischen Terminüberschneidungen dazu usw.

Nene, man muss schon eine Klausur schreiben oder so.
Allerdings kann man diese auch bestehen, wenn man die
Vorlesungen nicht besucht.
Nur habe ich Angst, dass wirklich mal jemand die
Anwesenheitslisten kontrolliert und ich dann ein Problem habe.
Daher die Frage, ob man mir wirklich etwas vorwerfen kann bzw.
ob man vorher mit dem Dozenten reden sollte, dass man quasi
von der Anwesenheitspflicht „befreit“ ist.

Von der Anwesenheitsplicht als solche wid Dich kein Prof befreien. Damit würde er ja quasi zugeben, dass seine Vorlesung „wertlos“ ist. Mein Rat an Dich, such Dir Leute denen es ähnlich geht (sollten ja genug vorhanden sein :wink:) und wechselt euch einfach mit dem Vorlesungsbesuch ab. Damit steht ihr immer auf der Liste und man hat auch nicht das Gefühl was verpasst zu haben, da in 90% der Fälle wahrscheinlich die Aussage kommt: „…na da hätt ich aber die Zeit daheim sinnvoller nutzen können.“ Und falls doch ma ne wichtige Aussage getätigt wird dann habt ihr diese ja. Ansonsten habe ich persönlich, da ich neben dem Studium relativ viel arbeite fast alle Prüfungen ohne Besuch der Vorlesung gemacht und nie ein Problem damit gehabt. Man sollte sich halt vorher mal bei älteren Semestern umhören ob besagter Prof den gerne Aussagen oder Beispiele aus seiner Vorlesung fragt oder nicht. Ich hatte bis jetzt diesen Fall noch nicht. Ansonsten wünsch ich Dir viel Erfolg dein Studium schnell durchzuziehn aber nicht vergessen: So eine schöne Zeit wie im Studium kommt so schnell nicht wieder.

MfG
Der Jo