Fernwärme-Heizungsrohre beim Altbau

In meiner neuen Wohnung, Bj1964, gibt es Fernwärme- soweit eine feine Sache. Was mich interessiert: Wie verlaufen die Rohre innerhalb der Wohnung??
Es gibt zu jedem Heizkörper Steigleitungen, wie bei einer normalen Heizungsanlage. Die Rückläufe jedoch müssen pro Wohneinheit zu einer zentralen Wasseruhr im Bad geführt sein, da nur hierüber der Verbrauch ermittelt wird.
Leider weiß auch die Wohnungsverwaltung nicht wie diese Leitungen verlegt sind und ich möchte diese ungern versehentlich anbohren.
Am Heizkörper gehen auch die Rücklaufrohre in die Wand, lassen sich im Gegensatz zu den Zuläufen aber mit einem Leitungsfinder nicht verfolgen.
Weiß jemand wie damals gebaut wurde? Kunstoffleitungen, oder ggf. im Estrich verlegt?

Gruß Gerd

Hallo,

Es gibt zu jedem Heizkörper Steigleitungen, wie bei einer
normalen Heizungsanlage. Die Rückläufe jedoch müssen pro
Wohneinheit zu einer zentralen Wasseruhr im Bad geführt sein,
da nur hierüber der Verbrauch ermittelt wird.

Sicher? Kann ich mir nicht vorstellen. Sind da keine Verdunster o.ä. an den Heizkörpern. Um den Verbrauch so zu bestimmen müste man Temperatur im Vorlauf (ok, könnte man auch ohne Messung kennen, wenn sie einfach immer konstant gehalten wird) und Rücklauf sowie den Durchfluß kennen, nur mit einer Wasseruhr kann das nicht funktionieren.

Am Heizkörper gehen auch die Rücklaufrohre in die Wand, lassen
sich im Gegensatz zu den Zuläufen aber mit einem
Leitungsfinder nicht verfolgen.
Weiß jemand wie damals gebaut wurde? Kunstoffleitungen, oder
ggf. im Estrich verlegt?

Kunststoff habe ich aus dieser Zeit (original) noch nie gesehen. In der Regel sind Vor- und Rücklauf parallel, daher kann man auch nur eine (breitere) Leitung messen.

Cu Rene

Hallo,
es wurden früher die Steigleitungen im Bad verlegt und dort sind normal die Absperrungen und Wärmemengenzähler. Die Leitungen wurden dann in Einstrang zu jedem HK im Estrich verlegt.
Aber du schreibst du hast mehrere Steigeleitungen,kann man das fotografieren?Schönen Gruß aus Düsseldorf der Rohrverleger

Also, ich weiß das bei Neubauten Wärmefühler verwendet werden. In diesem Altbau erfolgt die Zählung aber definitiv nur über den Rücklauf der verbrauchten Wassermenge über diese zentrale Wasseruhr. Zur Steuerung des Kreislaufs befindet sich an jedem HK neben dem Thermostaten, am Rücklauf ein Mengenbegrenzer. Diesen kann man manuell so einregeln, das möglichst viel Wärme am HK abgegeben wird, ergo wenig Kaltwasser in den Rücklauf gelangt.
Die Steigleitungen, und nur die, laufen in Schächten von Etage zu Etage, erkennbar im Keller. Dort kommen aber pro Hausseite nur eine zentrale Rücklaufleitung an, insofern passt die Aussage mit den im Estrich verlegten Rohren.

Danke Euch, Gerd