Fertighaus aus den 1970er Jahren

Sind die Fertighäuser aus den 70er Jahren grundsätzlich mit Asbest ausgestattet?
Wenn man ein gebrauchtes Fertighaus kauft, ist das Entfernen bzw. Austauschen von Asbestplatten überhaupt möglich?
Gruß
Chance

Hallo!

Sind die Fertighäuser aus den 70er Jahren grundsätzlich mit
Asbest ausgestattet?

Nein, solche Grundsätze gab es zu keiner Zeit.

Wenn man ein gebrauchtes Fertighaus kauft, ist das Entfernen
bzw. Austauschen von Asbestplatten überhaupt möglich?

Der Ausbau asbesthaltiger Platten ist handwerklich problemlos möglich. Die Entsorgung des Materials ist weder besonders schwierig, noch entgegen anders lautenden Gerüchten besonders kostspielig. Es handelt sich i. d. R. um Fassadenverkleidungen und Dacheindeckungen, von denen keine Gefahr ausgeht (es sei denn, sie fallen jemandem auf den Kopf), solange man durch Schleifen oder Sägen keine Fasern freisetzt. Problematisch sind eher Stellen, wo der Laie gar kein Asbest vermutet, etwa als Armierung in Klebern von Fußbodenbelägen oder - in privaten Wohnhäusern eher selten - als Brandschutz in Lüftungskanälen und auf Stahlträgern.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Nein, weder grundsätzlich noch generell wurde zu der Zeit noch Asbest(asbesthaltiges Material verbaut. Es bestand auch nie wirklich ein technischer Zwang dazu.

Man sollte sich das ausgesuchte Haus VOR dem Kauf zusammen mit einem Sachverständigen aus dem Bauwesen anschauen. Er wird allein aus seiner Erfahrung, dem Baujahr, Hersteller (!) und aus hoffentlich noch vorliegenden Bauplänen/Baubeschreibung ersehen, ob und wo man nachschauen muss. Wo man ggf. Proben entnehmen kann um Klarheit zu bekommen.

Man muss dann schauen, wo und in welcher Form (auch in welcher Menge) Asbestmaterial verbaut wurde.
Ist es sicher genug eingekapselt, dann besteht keine wirkliche Gefahr.

Du weißt, die Gefahr ist das Freisetzen von kleinsten Fasern in die Luft, wo sie dann eingeatmet werden können. Grundsätzlich sind  eher die Bauarbeiter während des Baus und später beim Rückbau/Umbau gefährdet. Ist die Fläche geschlossen, dann ist fast alle Gefahr gebannt.

Kosten des Rückbaus und Entsorgung hängen sehr stark davon ab, wo was verbaut wurde.
Technisch kann man alles machen. Ist allein eine Kostenfrage !  Kann so aufwändig sein, das es in keinem Verhältnis zum Hauswert steht.

Der Fachmann muss es bewerten.  Seine Kosten sind im Verhältnis zum Kaufpreis lächerlich gering. Man sollte sie nicht scheuen.

Übrigens, nicht nur in Bezug Schadstoffe, auch Allgemeinzustand, Dämmung, Haustechnik.

MfG
duck313

Hallo
Asbest kann ein Thema sein - aber die Gefahren waren schon seit Mitte der 70er bekannt
http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/ris…

eher „grundsätzlich“ ist eine Belastung durch Formaldehyd und Holzschutzmittel anzunehmen
http://www.ifau.org/fertighaus/fh_index.htm
http://www.expertenkreis-schimmel.de/index.php?id=38

Grüsse Rudi