wir bauen ein Massa Fertighaus. Nun wird der Keller in 2 Wochen ( Fa Glatthaar) aufgestellt und betoniert.
Der Bauleiter fragte uns ob wir die Wärmedämmung aselber machen, da diese nochmals ca. 2000€ extra kostet. Dies haben wir bejaht, aber mittlerweile weiss ich ehrlich gesagt gar nichts mehr.
Er fasselte etwas von Bitumen und Aufstrich etc. Wer hat Infos wie das genau vor sich geht bzw. kennt Seiten im Inernet wo ich soetweas nachlesen kann.
ws Ihr da vor habt, gleicht einem versuchten wirtschaftlichen Selbstmord. Ihr bringt Dämmung und Isolierung durcheinander und so richtig wissen tut ihr auch nicht was ihr eigentlich machen wollt.
Die Baufirma hat nämlich ohne Isolierung dann Null Gewährleistung wegen eines etwaigen feuchten Kellers. Das war ja Eigenleistung des Bauherren.
Isolierungen werden in der Regel von zertifizierten Firmen mit geschulten Personal aufgebracht. Du als Laie kannst dabei nur Fehler machen und am Ende verlieren.
Nimm das Geld und beauftrage die Firma mit der Isolierung des Kellers. Im Auftrag hat m.E. sowieso die die Isolierung bereits enthalten.
Mit einem Bitumenanstrich dichtet man den Keller von aussen ab gegen Feuchtigkeit.
Da würde ich Dir raten die Finger von zu lassen, wenn Du da keine Ahnung hast. Denn wenn das nicht gut gemacht wird, hast Du ständig einen feuchten Keller.
Aber diese Abdichtung (Feuchtigkeitsisolierung) gehört eigentlich Standard zu einem Keller. Kontrollier deinen Kaufvertrag. Wenn Du keine Ahnung hast, gib ein paar Euro für einen Architekten aus, der dir das kontrolliert. Das kann Dir tausende Euros und viel Ärger sparen.
Der Bauleiter fragte uns ob wir die Wärmedämmung aselber
machen, da diese nochmals ca. 2000€ extra kostet. Dies haben
wir bejaht, aber mittlerweile weiss ich ehrlich gesagt gar
nichts mehr.
… ich kann nur meinem Vorposter zustimmen - „lass es“ wenn du auf der sicheren Seite sein willst!!! Da gibt es tausend Varianten wie man den Aufbau gestalten kann - und das ist z.B. abhängig von dem Boden in dem du baust. Meine Meinung dazu ist eher noch mehr als die 2000 Ocken aufzuwenden - ein feuchter Keller ist nun gar nicht lustig - Wasser hat einen spitzen Kopf - daraus folgt nasser Keller - feuchte Wohnung.
Trotzdem verrate ich dir den Aufbau den wir teilweise machen lassen haben. (wenn du noch Antworten bekommst wirst du noch X-weitere Vorschläge des Aufbaus bekommen… da streiten sich die Geister!)
Bitumenvoranstrich zur besseren Haftung
Schweissbahn mit Kupfereinlage vom Dachdecker aufbringen lassen und mit einem Anschlussprofil fixiert - das wird oft auch mit einer schwarzen Pampe ersetzt… die lässt sich allerdings als Laie sehr schwer gleichmäßig auftragen
Styroporschicht mit der schwarzen Pampe geklebt
Filterflies
billige Bitumenwellplatten davorgestellt und mit
Baukies ca. 1m angeschüttet Drainage ganz unten (da kommt man später leichter durch falls mal etwas schief geht und man hat gleichzeitig noch eine Schicht die Wasser besser führt).
Dieser Aufbau ist seit über 10 Jahren dicht
Olli - du hattest schon einmal zu der Dämmung und den Gipskartonplatten gepostet - du hast noch nicht eine Wand stehen und ich hoffe für dich das du in deiner Kalkulation noch Luft eingebaut hast! Du solltest dich m.E. umgehend mit einigen Themen auseinandersetzten - da die Finanzierung m.E. ansonsten schnell aus den Fugen gerät!
wir bauen gerade selbst und machen sehr viel in Eigenleistung. Eines würde ich jedoch nie in Eigenleistung machen, nämlich die Isolierung der Kellerwände.
Begründung:
Ich möchte nicht die Gewährleistung in den Wind schlagen und feuchte Keller können teuer werden.
Kleinste Fehler in der Ausführung können dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt.
es ist eine mehr als selten dämliche Idee ausgerechnet auf den Gedanken kommen zu wollen, die Kellerabdichtung in Eigenleistung ausführen zu wollen, wenn man hierin nicht absoluter Fachmann ist. Nicht nur, dass die Einsparmöglichkeiten eher gering sind, weil der Zeitaufwand gegenüber den Materialkosten hierbei nicht in einem so wahnsinnig interessanten Verhältnis steht und hierbei tausend Details zu kennen/beachten sind und zudem Mängel furchtbare Folgen haben können (bis hin zum Totalverlust), auch die Mängelbeseitigung ist so was von aufwändig, dass man sich schon bei kleinsten Mängeln massiv ärgern wird. Die Kosten und der Ärger des Drumherums beim erneuten Aufgraben rund ums Haus (wenn schon Wege gepflastert und Beete angelegt sind sind) dürften oft schon mehr kosten als die paar Gramm fehlende Beschichtung.
Ich habe gerade neulich noch einen Prozess in so einer Sache geführt, wo selbst ein Bauunternehmer mit seinem Subunternehmer (nannte sich Isolierer) unter Hinzuziehung eines Sachverständigen und eines Vertreters des Herstellers des Abdichtungsmaterials munter über zwei Instanzen stritten, bis Anwälten und Gericht die Köpfe rauchten, nachdem der Bauunternehmer zunächt zu Gunsten des Bauherren Probleme auf eigene Kosten beseitigt hatte, die der Fachbetrieb verursacht hatte. Und da willst Du mal eben so als blutiger Laie zum Quast greifen?
Gruß vom Wiz
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