Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich bin … vor ca. 6 Monaten mit meiner Freundin in eine Mietwohnung eingezogen in der ein Laminatboden verlegt ist. Bei dem Wohnungs-Übergabeprotokoll haben wir an dem Fussboden nur eine etwas größere Delle bemengelt, da sonst bei Tageslicht keine weiteren beschädigungen sichtbar waren… Mittlerweile ist der Boden aber schon ziemlich verkratzt und hat kleine Löcher sowie übermäßige abnutzungserscheinungen. obwohl wir unter jedem Möbelstück Stühle,Tische,Couch Filzschoner angebracht haben lässt sich die abnutzung des Bodens nicht unterbinden. Der Boden ist total weich und wenn ein schlüsselbund runterfällt sind sofort mehrere Kerben im Boden. Ich habe mit dem Fingernagel auf den Boden gedrückt und es war sofort eine Kerbe zu sehen. Jetzt meine Frage: Kann von dem Boden ein Gutachten erstellt werden daraus hervorgeht, dass bei dem Zustand des Bodens eine übernatürliche Abnutzung stattfinden muss? Falls wir aus der Wohung ausziehen, werden wir garantiert mit dem Boden schwierigkeiten bekommen, da aus dem Übergabeprotokoll auch klar vorgeht dass die Beschädigungen nachträglich zustande gekommen sind. Wir passen auf wo es nur geht aber es hilft nichts. Die vormieterin hatte einen Teppich in der Wohnung liegen und die Mieterin davor hatte auch über starke abnutzungserscheinungen geklagt… Vielen Dank schon mal im voraus für die Hilfe MfG
Hallo Fragestellerin,
Ihr seid nach dem, was ich lese, in dem Begriff, in eine Kostenfalle zu laufen.
Eine derartige Abnutzung bzw. Nutzungsspuren, wie von Dir beschrieben, darf es bei üblicher Nutzung an einem Laminatfußboden nicht geben.
Sachlich das Problem „auseinander gezogen“ ist der Laminatfußboden Bestandteil der Mietsache. Bedeutet, dass jeglicher nutzungsbedingte Verschleiß mit dem monatlichen Mietzins gegenüber dem Eigentümer abgegolten ist.
Nun kommt es in der Praxis aber meist anders.
Ich selbst bin öffentlich bestellter Sachverständiger für u.a. Oberbeläge wie Laminatfußböden.
Ein Gutachten erstellen zu lassen erscheint mir nicht sinnvoll, da die Kosten hierfür den Wert des Laminatbodens übersteigen dürften. Außerdem ist derzeit ja noch nichts passiert.
Aber was man machen kann, ist den IST-Zustand durch einen entsprechenden Sachverständigen festhalten bzw. dokumentieren zu lassen!
Das geschieht in einer Berichtform mit kleiner Fotodokumentation (ein Gutachten ist meist wesentlich umfangreicher und daher auch kostenintensiver). Ein Bericht als Dokumentation, den Ihr am Besten in petto haltet, bis der Auszug naht.
Wichtig ist im Moment auch, für den Sachverständigen das Alter des Fußbodens in Erfahrung zu bringen!
Daneben solltet Ihr den Eigentümer der Immobilie schriftlich auf die negativen Aspekte in Verbindung mit dem momentanen Zustand des Oberbelages aufmerksam machen, und dass ihr trotz pfleglicher Behandlung des Fußbodens weitere Abnutzungserscheinungen hieran nicht zu unterbinden vermögt.
Dieses Schreiben, in Verbindung mit dem vorerwähnten Kurzbericht, der den derzeitigen Zustand beschreibt und dokumentiert, diese sollten Euch eigentlich zukünftig vor unangenehmen Überraschungen bei Wohnungsübergabe/Auszug bewahren!
Sachverständige in Eurer Region findet Ihr bei der IHK oder HWK (ansprechen: Abteilung Sachverständigenwesen).
Es sollte jedoch keiner für Bauschäden oder Schäden an Gebäuden sein!!!
Sinnvoll wäre der Vereidigungstenor „Parkett“ oder „Bodenbeläge“ / „Fußbodentechnologie“.
-.-.-.-
Gruß: Klaus
[Sachverständigenbüro für Fußbodentechnologie]
Vielen vielen Danke für die Umfangreiche Auskunft!
jetzt weis ich wie ich weiter vorgehen muss…
MfG Wolfi
Hier bin ich der falsche Ansprechpartner, ich bin Psychologe.
Hallo la-pura-vida,
tut mir leid, da bin ich leider überfragt, weil das schon schwer zum Mietrecht tendiert. Du kannst zum einen im Baumarkt fragen wegen der Qualität, vielleicht kannst du irgendwo ein Stück rausmachen und mal prüfen lassen oder aber einen ANwalt fragen was du tun kannst.
Ist schon ganz schön ärgerlich wenn man so offensichtlichen Billigmist in der Wohnung hat.
LG LadyH
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hallo aus berlin,
das hört sich nicht gut an. ich würde aber zuerst einmal den einfachsten weg gehen unddem vermieter die miserable bodenqualität vorführen. vermutlich wurde das laminat von einem vormieter eingebaut und vom vermieter übernommen. dieser weiß vielleicht gar nichts von dem malheuer. in nicht beanspructen bereichen kann dem vermieter die mangelhafte qualität des bodenbelages vorgeführt werden.
erst wenn sich der vermieter stur stellt, sollte man z.b. über den mieterverein einen gutachter/ anwalt einschalten, der sich mit dem weiteren procedere besser auskennt.
viel erfolg
gruß mattes
Hallo la-pura-vida,
das klingt ja sehr bedenklich. Also bei Laminat gibt es sogenannte Beanspruchungsklassen. Für den normalen Wohnbereich sollte eigentlich die Klasse 31 ausreichend sein. Es gibt noch die Klassen 32 und 33, aber die sind für starke bis sehr starke Beanspruchung ausgelegt. Zunächst sollte vom Eigentümer in Erfahrung gebracht werden, welche Beanspruchungsklasse das Laminat tatsächlich hat. Dann sollte dem Eigentümer vor Ort vorgeführt werden, wie schnell und einfach Kratzer und Macken entstehen. Natürlich können Sie einen Gutachter bestellen und die „Brinellhärte“ prüfen lassen. Die Kosten gehen dann aber zunächst auf Ihre Kappe. Wenn es beim Auszug zu einem Streit kommen sollte, dann ist es immer noch möglich einen Gutachter zu bestellen.
Ich persönlich habe noch kein Laminat verlegt, welches so schnell Macken bekommt. Entweder es ist einfach „Mist“ für 3,50 € im Ramschmarkt gekauft, oder vielleicht ist es auch billiges Fertigparkett aus Weichholz. Manche Leute verwechseln auf oftmals Laminat und Parkett.
Ansonsten kann ich nur raten zunächst eine einvernehmliche Lösung mit dem Eigentümer anzustreben. Wenn das nichts hilft, dann über die Handwerks- oder Handelskammer bei Ihnen vor Ort Rat einholen.
Mit besten Grüßen
Jürgen Froschauer
DOMUS-PARKETT Aschaffenburg
www.domus-parkett.de
Servus,
bei Laminatböden gibt es Nutzenklassen. In diesen ist festgelegt welchen Abrieb, Härte, Feuchtigkeitsbeständigkeit die Böden haben müssen. Das ganze ist natürlich komplexer als diese Kurzform. Ich würde mich mal an die Handwerkskammer bei euch wenden. Die kennen die öffentlich vereidigten Sachverständigen für Parkett (da ist Laminat mit drin). Der kann dann nach dem ersten Blick mal eine Aussage zum Boden machen. Aufwändige Laminat-Untersuchungen würde ich nicht machen. Das kann heftig ins Geld gehen. Diese Gutachter sind überaus teuer. Für mich ist das bei euch eher ein rechtliches Problem. Habt ihr das Recht die Kaufrechnung vom Laminat zu erhalten oder nicht. Wenn das eine Baumarktware ist und nicht sehr teuer war dann kann ja auch nicht viel passieren… Klar ärgerlich ist es immer wenn es Geld kostet und man eigentlich nicht wirklich Schuld hat. Anwälte und Gerichte kosten meist mehr - leider.
Kurze Frage ins Brett „Recht“ und hoffen…
Viel Erfolg!
Gruß
Martin Hofer
Hallöchen leider habe ich keine Ahnung ob man die Festigkeit des Bodens prüfen kann , aber handelt es sich den tatsächlich bei dem Boden um Laminat , könnte es vielleicht auch parkett boden sein , den dieser Boden verfügt ja über eine Abnutzungsschicht die man durch abschleifen und neu versiegeln durch aus wieder herstellen kann. Bei Laminat kenne ich das nicht , selbst bei günstigem aus dem Baumarkt kann man nicht mit dem Fingernagel irgendwelche spuren hinterlassen.Tut mir leid das ich dir nicht direkt weiterhelfen kann.
Gruß Lollo
Hallo ,
leider kann ich in der angefragten Sache nicht weiterhelfen da ich auf einem anderen Gebiet tätig bin .
beste Grüße aus Bremen
Hallo,
es gibt auf jeden Fall Gutachter, die Mängel an der Oberflächenbeschaffenheit feststellen können und dies dann auch entsprechend dokumentieren. Am besten mal mit verschiedenen Sachverständigen oder Gutachter telefonieren und das Problem schildern. Dann gehen Sie auch sicher, daß Sie einen passenden Sachverständigen bestellen.
Viel Erfolg!!!
Hallo la-pura-vida,
das muß wahrscheinlich sehr , sehr preiswertes Laminat gewesen sein. Also das kann bei einem Laminat garnicht sein das man da mit dem Fingernagel Kerben reindrücken, kann. Da gibt es Abribklassen, welche die Belastbarkeit deutlich kennzeichnen. Entschuldigung aber da liegt wahrscheinlich der einfachste ,Mist" für 3,-€ aus dem Baumarkt drin…
Ein Gutachter kostet viel Geld. Man bekommt so ab 12,99 schon derartig gute Laminate wo sogar schon 10 und 15 Jahre Gewährleistungen von Herstellern gegeben werden.
Ich würde das Laminat beim Vermieter bemängeln und unterschreiben lassen, das solche Qualität später nicht bemängelt werden kann
Schöne Grüße
Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich bin … vor ca. 6
Monaten mit meiner Freundin in eine Mietwohnung eingezogen in
der ein Laminatboden verlegt ist. Bei dem
Wohnungs-Übergabeprotokoll haben wir an dem Fussboden nur eine
etwas größere Delle bemengelt, da sonst bei Tageslicht keine
weiteren beschädigungen sichtbar waren… Mittlerweile ist der
Boden aber schon ziemlich verkratzt und hat kleine Löcher
sowie übermäßige abnutzungserscheinungen. obwohl wir unter
jedem Möbelstück Stühle,Tische,Couch Filzschoner angebracht
haben lässt sich die abnutzung des Bodens nicht unterbinden.
Der Boden ist total weich und wenn ein schlüsselbund
runterfällt sind sofort mehrere Kerben im Boden. Ich habe mit
dem Fingernagel auf den Boden gedrückt und es war sofort eine
Kerbe zu sehen. Jetzt meine Frage: Kann von dem Boden ein
Gutachten erstellt werden daraus hervorgeht, dass bei dem
Zustand des Bodens eine übernatürliche Abnutzung stattfinden
muss? Falls wir aus der Wohung ausziehen, werden wir
garantiert mit dem Boden schwierigkeiten bekommen, da aus dem
Übergabeprotokoll auch klar vorgeht dass die Beschädigungen
nachträglich zustande gekommen sind. Wir passen auf wo es nur
geht aber es hilft nichts. Die vormieterin hatte einen Teppich
in der Wohnung liegen und die Mieterin davor hatte auch über
starke abnutzungserscheinungen geklagt… Vielen Dank schon
mal im voraus für die Hilfe MfG
Tut mir leid,dazu weiß ich leider auch nichts.
Tut mir leid, aber das sind Rechtsfragen, da kenne ich mich nicht aus