Festplatte tot (?)

Hi,

ich habe heute den defekten PC einer Bekannten begutachtet.
Der Rechner lädt Windows (XP) nicht. Es kommt immer die Fehlermeldung das Windows aufgrund fehlender Systemdateien nicht gestartet werden kann und man die Reparaturkonsole verwenden soll.
Die Reparatur erkennt aber keine Windows Installation.
Chkdsk bleibt bei 11% hängen. Knoppix erkennt zwar die Verzeichnisse, meldet aber „HDD dirty“ und kann nicht auf die Ordner zugreifen.
Physikalisch wird die HDD erkannt (alte WD 60GB).
Man hört nur ein regelmässiges „krrr, krrrr, krrrr“.
Die Platte will scheinbar anlaufen, schafft es aber nicht wirklich.
„Dir“ listet nichts auf, „kann Verzeichnis nicht lesen“.
HDD schrott? Kann man sonst noch was versuchen?

Gruss Jakob van Tast

Moien

Physikalisch wird die HDD erkannt (alte WD 60GB).
Man hört nur ein regelmässiges „krrr, krrrr, krrrr“.
Die Platte will scheinbar anlaufen, schafft es aber nicht
wirklich.

Die HD läuft schon, sonst würde die HD dirty Botschaft nicht kommen. smartctl könnte einen Einblick geben (knoppix). Dann gibt es von jedem grossen Hersteller Testprogramme auf bootfähigen CDs.

HDD schrott?

Kann man sonst noch was versuchen?

Formatieren kann nicht schaden. Einmal komplett mit 0’en vollschreiben könnte helfen wenn es nur ein defekter Cluster ist und noch Reserve vorhanden ist (dd if=/dev/zero of=/dev/Platte). Daten kann man allerdings höchstwahrscheinlich abschreiben. Wenn da noch was zu holen ist dann mit dem Holzhammer dd_rescue.

cu

Hi Pumpkin,

tja, es geht natürlich um die Daten :wink:
Der wirtschaftliche Verlust einer 60G HDD ist sicher zu verschmerzen.
Und: Nein, es existiert natürlich keine Datensicherung :wink:
Ich denke ich wähle den Holzhammer (warum Holz? ökologischer?).

Gruss Jakob van Tast

Moien

(warum Holz? ökologischer?).

dd_rescue funktioniert mit fast allen Massenspeichern, von Platte über CD/DVD bis hin zu USB-Sticks/flash Speicher. Für so allgemein gehaltene Tools die alles irgendwie können und auf nix spezialisiert sind sagt man hier Holzhammer.

dd_rescue kann schnell über langsam über Speicher gehen. Ich emfehle erstmal einen schnellen Durchlauf und desen Resultat unter die Lupe nehmen. Langsame Durchläufe brauchen, je nach Defekt, einige Tage und bringen meistens nur wenige KB mehr Daten.

cu

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Hi,

achso, ja, öhm. Steh heute ein bischen auf der Leitung :wink:
Danke Dir für den Tipp. Dann werde ich mal einen Versuch starten.

Gruss Jakob van Tast

Nachfrage
Hi,

ich habe mich mal ein wenig unter http://www.linux-user.de/ausgabe/2004/08/048-dd-rescue/ eingelesen.
Da wird allerdings von schnellem oder langsamen Weg nichts geschrieben.
Lediglich, das man bei Bedarf abbrechen sollte und mit -r von hinten nochmal anfangen soll. Gibt es da noch eine Einstellung?
Naja, ich probiers halt mal aus.

Gruss Jakob van Tast

Moien

Lediglich, das man bei Bedarf abbrechen sollte und mit -r von
hinten nochmal anfangen soll. Gibt es da noch eine
Einstellung?

Der Hacken sind diese 2 Optionen:
dd_rescue arbeitet mit zwei Blockgrößen für die Lesezugriffe: So lange kein Fehler auftritt, werden große Blöcke gelesen (Vorgabe: 16384 Byte), nach einem Fehler geht es mit kleineren Blöcken weiter (Vorgabe: 512 Byte). Beide Werte können Sie über Optionen verändern.

Wenn man beide Blockgrösen hochstellt (z.B. 1MB und 128KB) geht die Kopie schnell. Mit der Standardeinstellung sitzt man halt schonmal 1-2-3 Tage an einer Platte.

cu

Hallo Jakob,

also was bei mir 100% geholfen hat war Scandisk Oberflächenanalyse, les mal 2 Beiträge tiefer, schnapp dir ne Win 98 Cd und probier das mal, nen versuch isses Wert bevor du die verschrottest :wink:

gruß Mark

[MOD: überflüssiges Vollzitat gelöscht]