Festplatte zu heiß?

Hallo, habe eine neue Festplatte, die im Gegensatz zur alten sehr warm zu sein scheint. 44 Grad habe ich am Gehäuse der Platte gemessen, während die andere nur 28 Grad warm wird. In der Platte ist es ja bestimmt noch viel wärmer. Sind 44 Grad am Gehäuse zuviel?

Hallo,

Hallo, habe eine neue Festplatte, die im Gegensatz zur alten
sehr warm zu sein scheint. 44 Grad habe ich am Gehäuse der
Platte gemessen, während die andere nur 28 Grad warm wird.

prinzipiell ist die Temperatur schon noch okay, wenn die Platte Metall-Metall-Kontakt zum Gehäuse hat. Bei einem halbwegs durchdachten Plattengehäuse muss die Oberflächentemperatur der verbauten Platte nicht zwangsläufig viel höher sein, als die Gehäusetemperatur. Es gibt aber auch Festplattengehäuse, die quasi gegen die Platte thermisch isoliert sind (Plasik-Abstandshalter o.ä.). Die bleiben selber möglicherweise deutlich kühler, während die Platte schmort.

In der Platte ist es ja bestimmt noch viel wärmer. Sind 44 Grad
am Gehäuse zuviel?

Das ist aus obigen Überlegungen heraus nicht pauschal zu sagen. Dazu müsste man wissen, wie das Gehäuse aufgebaut ist oder noch besser einfach mal aufmachen und an der Platte messen.

Die meisten Festplatten sind im Dauerbetrieb bis 55°C spezifiziert, wobei diese Spezifikation nach landläufiger Meinung möglichst wenig ausgereizt werden sollte, da die Lebensdauer von Festplatten stark mit der Betriebstemperatur korrelieren würde.

Jedoch hat die Firma Google vor Kurzem eine gut fundierte Statistik über seine Festplattenausfälle vorgestellt, die der landläufigen Meinung wiederspricht. Da war kein erkennbarer Zusammenhang zwischen Betriebstemperatur und Lebensdauer erkennbar. Bei modernen Platten sollte man den Temperatureinfluss also nicht überbewerten, wenn deine Platte eine Oberflächentemperatur von 50°C nicht wesentlich überschreitet, ist es IMHO okay.

LG, Jesse

Hallo,

In der Platte ist es ja bestimmt noch viel wärmer. Sind 44 Grad
am Gehäuse zuviel?

Das ist aus obigen Überlegungen heraus nicht pauschal zu
sagen. Dazu müsste man wissen, wie das Gehäuse aufgebaut ist
oder noch besser einfach mal aufmachen und an der Platte
messen.

Nein!
Wenn man eine Festplatte auch weiterhin verwenden will, sollte man das Gehäuse (der Festplatte) niemals öffnen!

Wenn ich den Fragesteller richtig verstanden habe, hat er allerdings auch schon am Gehäuse der Platte gemessen.

LG Yorick

Nein!
Wenn man eine Festplatte auch weiterhin verwenden will, sollte
man das Gehäuse (der Festplatte) niemals öffnen!

So wie ich die Anfrage verstanden habe, handelt es sich um eine externe Festplatte in einem externen Festplattengehäuse (a la ICY BOX etc. pp.). Sonst würde die Anfrage für mich überhaupt keinen Sinn machen.
Natürlich soll man nicht die Festplatte selber öffnen und das Thermometer an den drehenden Platter halten!

Internen IDE- oder S-ATA-Platte teilen ihre Temperatur aber ohnehin über die SMART-Überwachung des Mainboards mit, da muss man normalerweise gar nichts messen. Und falls man doch ein Thermoelement auf die Festplatte klebt, sollte man damit einen identischen Temperaturwert erhalten.
Wenn jemand mutmaßt, dass seine Festplatte wesentlich heißer ist, als deren Gehäuse, gehe ich deshalb davon aus, dass er eine externe USB- oder Firewire-Platte hat, die in einem Festplattengehäuse verbaut ist.

Wenn ich den Fragesteller richtig verstanden habe, hat er
allerdings auch schon am Gehäuse der Platte gemessen.

So wie ich es verstanden habe, hat er am externen Festplattengehäuse seiner externen Festplatte gemessen und nicht an der Platte selbst. Und da kann schon ein beträchtlicher Unterschied bestehen.

Gruß, Jesse

Okidoki…
Hi,

So wie ich die Anfrage verstanden habe, handelt es sich um
eine externe Festplatte in einem externen Festplattengehäuse
(a la ICY BOX etc. pp.). Sonst würde die Anfrage für mich
überhaupt keinen Sinn machen.

Jetzt, wo ich noch mal in Ruhe drüber nachdenke, leuchtet das ein.
Tut mir Leid, dass ich etwas, naja, vielleicht sogar überstürtz reagiert habe.

Natürlich soll man nicht die Festplatte selber öffnen und das
Thermometer an den drehenden Platter halten!

Da sind wir uns einig. :smile:

Internen IDE- oder S-ATA-Platte teilen ihre Temperatur aber
ohnehin über die SMART-Überwachung des Mainboards mit, da muss
man normalerweise gar nichts messen. Und falls man doch ein
Thermoelement auf die Festplatte klebt, sollte man damit einen
identischen Temperaturwert erhalten.

Vermutlich schon.

Wenn jemand mutmaßt, dass seine Festplatte wesentlich heißer
ist, als deren Gehäuse, gehe ich deshalb davon aus, dass er
eine externe USB- oder Firewire-Platte hat, die in einem
Festplattengehäuse verbaut ist.

Vermutlich schon. :wink:

Wenn ich den Fragesteller richtig verstanden habe, hat er
allerdings auch schon am Gehäuse der Platte gemessen.

So wie ich es verstanden habe, hat er am externen
Festplattengehäuse seiner externen Festplatte gemessen und
nicht an der Platte selbst. Und da kann schon ein
beträchtlicher Unterschied bestehen.

Ich bin echt neugierig darauf, was er selbst sagt. :smile:

Aber vermutlich habe ich mich geirrt, und du hast Recht. (externe Festplatte…)

Was allerdings nichts an meiner Kernaussage ändert (Festplatten nicht aufschrauben). :smile:

LG Yorick

Ich bin echt neugierig darauf, was er selbst sagt. :smile:

Ich auch.

Aber vermutlich habe ich mich geirrt, und du hast Recht.
(externe Festplatte…)

Ich habe das Ausgangsposting auch noch mal ganz unvoreingenommen gelesen…

…und bin mir da mittlerweile nicht mehr so ganz sicher. Wollen wir es mal hoffen. ;-D

LG, Jesse

Hallo, habe eine neue Festplatte, die im Gegensatz zur alten
sehr warm zu sein scheint. 44 Grad habe ich am Gehäuse der
Platte gemessen, während die andere nur 28 Grad warm wird. In
der Platte ist es ja bestimmt noch viel wärmer. Sind 44 Grad
am Gehäuse zuviel?

Also 44° sind schon ziemlich hart an der Grenze für ne Festplatte.
Haste das via Software ausgelesen oder richtig mit nem Thermometer?
Wenn du ne Software nutzt - schlag ruhig nochmal 'n paar °C drauf…und häng nen Lüfter davor !!!

Also 44° sind schon ziemlich hart an der Grenze für ne
Festplatte.
Haste das via Software ausgelesen oder richtig mit nem
Thermometer?
Wenn du ne Software nutzt - schlag ruhig nochmal 'n paar °C
drauf…und häng nen Lüfter davor !!!

Habe mit einem Thermometer und mit Software gemessen, wobei bei der heißen Festplatte dass übereinstimmte während bei der kühleren die Software dann doch einige Grad mehr als das Thermometer anzeigte.

Nach erneutem Formatieren ging es besser
Hi,

Wenn ich den Fragesteller richtig verstanden habe, hat er
allerdings auch schon am Gehäuse der Platte gemessen.

Ja

Ich bin echt neugierig darauf, was er selbst sagt. :smile:

Die Platten habe ich ausgebaut (aber nicht aufgeschraubt) und direkt am Gehäuse gemessen. Die heiße Platte wurde nach einer erneuten Formatierung nach Software und Thermometer nur noch rund 38 Grad warm. Die kühle Platte wurde im Dauerbetrieb laut Software doch ca. 36 Grad Warm.

Hallo,

prinzipiell ist die Temperatur schon noch okay, wenn die
Platte Metall-Metall-Kontakt zum Gehäuse hat. Bei einem
halbwegs durchdachten Plattengehäuse muss die
Oberflächentemperatur der verbauten Platte nicht zwangsläufig
viel höher sein, als die Gehäusetemperatur.

So ist es laut Softwarecheck auch.

Es gibt aber auch
Festplattengehäuse, die quasi gegen die Platte thermisch
isoliert sind (Plasik-Abstandshalter o.ä.). Die bleiben selber
möglicherweise deutlich kühler, während die Platte schmort.

So ist es laut Software bei der anderen Platte.

Die meisten Festplatten sind im Dauerbetrieb bis 55°C
spezifiziert, wobei diese Spezifikation nach
landläufiger Meinung möglichst wenig ausgereizt werden
sollte, da die Lebensdauer von Festplatten stark mit
der Betriebstemperatur korrelieren würde.

„Auch die Temperatur des Laufwerks hat einen Einfluss auf die zu erwartende Lebensdauer – anscheinend aber nicht so dramatisch, wie gewöhnlich angenommen. Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius machten besonders Laufwerken, die mindestens drei Jahre alt sind, zu schaffen. Jüngeren Platten bereiteten dagegen geringe Betriebstemperaturen zwischen 15 und 30 Grad Celsius besondere Probleme. Geht es nach den Ergebnissen der Studie, wiesen Platten mit einer durchschnittlichen Betriebstemperatur von 40 Grad Celsius die geringsten Ausfallraten auf.“
http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/new…

LG

Hallo,

ich glaube, wir reden in dem Punkt der ‚Innen- und Außentemperaturdifferenz‘ immer noch aneinander vorbei, wie meine kleine Diskussion mit Alexander weiter unten in diesem Thread zeigt.

Ich ging wirklich davon aus, dass du mit „Gehäuse“ nicht die Metallhülle einer üblichen internen Festplatte selber, sondern das Einbaucase einer externen Platte meintest, also so etwas: http://www.moddingcenter.de/images/product_images/or…
Darauf bezogen sich auch meine Ausführungen mit den isolierenden Abstandshaltern im Gehäuse - ich meinte hier keinesfalls das Innere der Festplatte selbst, sondern externe Plattengehäuse mit Standfuß, Stromversorgung und Kühlelementen, in welche man die komlette Festplatte einbaut, um sie außerhalb des PC an einem USB-Anschluss zu betreiben! Zwischen dem mittels Self Monitoring einer internen Festplatte gemessenen Wert und dem am Gehäuse derselben Platte mit einem Thermoelement gemessenen Wert sollte kein großer Unterschied sein.

Das S.M.A.R.T. mitunter einen anderen Wert ausgibt, als du mit einem Thermoelement auf der Oberfläche messen kannst, liegt nicht an einer realen Temperaturdifferenz zwischen der Oberfläche der Festplatte und ihrem Innenleben. Einige Festplatten geben einfach über S.M.A.R.T. falsche Temperaturwerte aus.
Ein bekanntes Beispiel sind die angeblich so kühlen Samsung-Platten. Platten der Samsung P80/ V80 - Serie geben fast grundsätzlich eine Starttemperatur aus, die unterhalb der Umgebungstemperatur liegt (was ja nicht sein kann). Bei 20°C Umgebungstemperatur zeigen diese Festplatten da oftmals Startwerte von 8 - 13°C an, erst bei höheren Temperaturen nähert sich die Self Monitoring - Angabe der tatsächlichen Plattentemperatur. In dem Fall sollte man besser dem externen Thermometer trauen.

LG Jesse