Fettknubbel unter der Kopfhaut

Hallo zusammen,

meine Freundin hat seit vielen Jahren Fettknubbel unter ihrer Kopfhaut.

Diese Knubbel sind im Laufe der Jahre mehr geworden. Anfangs wars einer und jetzt fünf.

Vor Jahren war sie bei einem Hautarzt und meinte, dass die, bis auf ein kosmetisches Problem, nicht weiter schlimm wären.

Wir möchten ganz gerne wissen, was Ursachen für solche Fettknubbel sein können und was man dagegen selbst tun kann?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Hossa :smile:

Vermutlich handelt es sich bei deiner Freundin um sog. „Lipome“, das sind gutartige Geschwülste im Fett-Gewebe. Allerdings ist es recht ungewöhnlich, das diese im Kopfbereich auftauchen. Jedoch kann auch dies vorkommen.

Selbst könnt ihr da wenig machen, man kann die Dinger operieren lassen. Zur vollständigen Entfernung wird der Chirurg dafür das Skalpell schwingen müssen. Die Fett-Geschwülste sind in der Regel gut verkapselt und können sauber entfernt werden. Eine Fettabsaugung ist nicht gut geeignet, weil dabei oft die Verkapselung zerstört wird und dadurch Reste im Gewebe verbleiben.

Viele Grüße

Hase

Oh, das ging aber schnell.

Um ganz sicher zu gehen, was es ist, müsste bestimmt eine Gewebeprobe entnommen werden!?

Da es dabei wohl gutartige Geschwülste sind, glücklicherweise, würde wohl die Krankenkasse auch eine solche OP bezahlen?! Oder gibts da evtl. auch einen Unterschied, ob man ein Auszubildender ist?

Bei einer OP würden bestimmt die Haare mind. an den Stellen wegrasiert!?

Eine solche OP würde ambulant oder stationär vorgenommen? Wenn stationär, wie lange würde man ca. danach im Krankenhaus liegen?

Wenn die einmal entfernt sind, kommen oder können die wiederkommen?

Uns machts halt so „stutzig“, dass es in den letzten Jahren mehr geworden sind. Keins davon schmerzt, aber fühlen sich eben komisch an. Da spielt auch die Psyche ne große Rolle?!

Hossa :smile:

Um ganz sicher zu gehen, was es ist, müsste bestimmt eine
Gewebeprobe entnommen werden!?

Richtig, nur so kann man 100% Gewissheit erlangen. Aber alles, was du zuvor beschrieben hast und was du in diesem Posting beschreibst, spricht klar für Lipome.

Da es dabei wohl gutartige Geschwülste sind, glücklicherweise,
würde wohl die Krankenkasse auch eine solche OP bezahlen?!

Das ist schwierig. Lipome sind gutartige Tumore, bilden also keine Metastasen. Man kann damit prima leben, eine Operation hat nur kosmetischen Charakter und so was übernehmen die Kassen in der Regel nicht. Sprecht mal mit eurem Doc darüber, ob er nicht doch eine medizinische Indikation sieht. Es sind ja wohl mehr Lipome geworden in den letzten Jahren, vielleicht sollte man diese doch besser entfernen.

Oder gibts da evtl. auch einen Unterschied, ob man ein
Auszubildender ist?

Das kann bei ggf. fälligen Zuzahlungen einen Unterschied machen. Das kann dir aber nur der Chirurg beantworten, bei dem deine Freundin vorstellig wird. Nur er sieht ja, was konkret zu tun ist.

Bei einer OP würden bestimmt die Haare mind. an den Stellen
wegrasiert!?

Ja, wegen der Keime.

Eine solche OP würde ambulant oder stationär vorgenommen? Wenn
stationär, wie lange würde man ca. danach im Krankenhaus
liegen?

In der Regel werden solche OPs ambulant durchgeführt. Morgens rein, abends raus…

Wenn die einmal entfernt sind, kommen oder können die
wiederkommen?

Wenn sie vollständig entfernt wurden (Skalpell) kommen sie dort nicht wieder. Bei Absaugung kann es sein, dass sie nicht vollständig entfernt werden und können wiederkommen.

Uns machts halt so „stutzig“, dass es in den letzten Jahren
mehr geworden sind. Keins davon schmerzt, aber fühlen sich
eben komisch an. Da spielt auch die Psyche ne große Rolle?!

Grundsätzlich können Lipome an vielen Stellen neu entstehen. Wie und warum Lipome genau entstehen, ist noch unbekannt. Vermutlich gibt es eine erbliche Veranlagung.

Viele Grüße

Hase

Atherom - Grützbeutel möglich
Hallo Luke,

in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Atherome (Grüztbeutel, epidermale Zysten), wozu man eine Veranlagung geerbt hat. http://flexikon.doccheck.com/Atherom

Auch wenn sie harmlos sind, lässt man sie natürlich ambulant (Hausarzt überweist an eine Chirurgenpraxis) entfernen, was wegen der örtl. Betäubung überhaupt nicht schmerzt. Schließlich werden sie mit der Zeit größer, also lässt man sie lieber gleich entfernen.

Ich habe selbst einen Familienzweig, der mir solch schöne Dinge vererbt hat, hatte in jungen Jahren 2 Stück entfernen lassen. Sie werden nämlich lästig beim Kämmen und können sich dann bei Verletzung entzünden und daher sollte man sie halt besser schnell loswerden. Bis jetzt habe ich keine neuen mehr bekommen, man muss aber damit rechnen.

Nach der Mini-OP konnte ich die Haare mit Hilfe von etwas Spray über die kleine geklammerte Wunde frisieren und durfte bis zum Abheilen die Haare nicht waschen! Aber das hat man ja schnell überstanden.

Gruß, Renate

meine Freundin hat seit vielen Jahren Fettknubbel unter ihrer
Kopfhaut.

Unter dem Skalp hat man so wenig Fett, daß man es mit dem Mikroskop suchen mußte. Sollte es sich wirklich um Fettknubbel (Lipome) handeln, empfehle ich die Freundin als Auzsstellungsstück nächsten Hautklinik anzubieten.

Diese Knubbel sind im Laufe der Jahre mehr geworden. Anfangs
wars einer und jetzt fünf.

Also Renate hat natürlich recht. Es handerlt sich um sogenannte Atherome. Ein Physiker mag das zwar anders sehen, aber ich bin leider keiner.
Sie sind gar nicht so selten und die Entfernung ist für den geübten Chirurgen eine Kleinigkeit.

Ich habe einmal einem alten erfahrenen Chirurgen dabei zugesehen: Haare zur Seite streichen, Lokalanästhesie, kleiner Einschnitt mit dem Skalpell, dann die eigentliche Operation: Scharfer Löffel rein, einmal umgedreht, fertig (Dauer etwas 2-3 Sekunden).

Das ist eine Kassenleistung, denn Atherome sind nicht nur ein Schönheitsheitsproblem (was die Kasse nicht bezahlen würde) sondern sie können sich auch übel entzünden (was Lipome nicht tun) und damit ein gesundheitliches Problem.

Also geht man in Ruhe in eine chirurgische Praxis und läßt das Problem erledigen.