Hallo!
Wir wohnen seit knapp zwei Monaten zur Miete in einem Altbau, Baujahr 1938. Das Haus hat Hanglage, die Hälfte des Kellers ist komplett unter der Erde, die vordere Hälfte bis etwa auf 1,50 m Höhe. Der Sockel dieses Hauses ist aus großen Steinquadern (ich kenn mich da nicht so aus, schätze Kalksandstein oder so…) gemauert, darauf steht das eigentlich Haus. Dieses hat doppelte Wände aus roten Hohlziegeln. Problem: Der Keller ist so feucht, daß nicht mal Wäsche trocknet (nach 14 Tagen im Keller hängen fängt sie nur an zu „muffeln“ und ist klamm). Aufbewahren und Lagern können wir eigentlich nur Gemüse dort, alles andere gammelt. Wir haben ständig alle Fenster im Keller weit offen (Tag und Nacht) und alle Zwischen-Türen. Die Heizung ist so neu, daß sie keine Restwärme mehr abgibt, also auch nicht trocknet. Hat jemand eine Idee, wie wir der Feuchtigkeit beikommen? Ich fürchte, unser Vermieter wird von größeren baulichen Maßnahmen wie Ausbuddeln und die Wände von aussen abdichten, nicht „erbaut“ sein…
Ratlose Grüße
Rainer und Anja
Erbaut sein wird er nicht wenn ers bezahlen soll…
wenn ihrs ausbuddelt und isoliert wird er sich freuen…
ist aber eine ziemliche scheissarbeit.
Ich
fürchte, unser Vermieter wird von größeren baulichen Maßnahmen
wie Ausbuddeln und die Wände von aussen abdichten, nicht
„erbaut“ sein…
Ratlose Grüße
Rainer und Anja
Hallo, Helge!
Nein, es war auch nicht gemeinte, daß WIR das isolieren übernehmen. Ich hatte gehofft, daß er das übernimmt (also jemanden damit beauftragt oder so…). Sieht aber schlecht aus. Darum die Frage, ob wir irgendeine „zweitbeste“ Lösung haben.
Danke für die Antwort,
Anja und Rainer
Hallo Ihr Zwei!
Wenn Isolieren, dann nur an den Außenwänden. Oder Drainage direkt um das Haus. Das könnte auch ein Laie, kostet nicht viel, nur kräftiges Schaufeln, immer an der Wand lang.
Oder, als zweitbeste Lösung, einen elektr. Lufttrockner kaufen und in den Keller stellen. So, wie es bei Euch aussieht, ist es dann aber wohl ein Dauerbetrieb und wird viel elektr. Leistung kosten.
Gruß Werner
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Es gibt nur eine Lösung und das ist die teuerste. Entweder eine großer Aufwand an Bier/Wasser und Schweiß oder baggern lassen. Aushub um das ganze Haus herum, dann teeren, isolieren Schutzmatte, Drainage mit Ableitung, die funktioniert. Was anderes gibt es nicht! Ein leidgeprüfter „Hausbesitzer“ mit leidvollen Erfahrungen mit feuchten Kellern!
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Hallo,
wenn ihr zur Miete wohnt koennt ihr den Hausbesitzer wohl ueber Mietminderung zu einer Reparatur bzw. Isolation des Kellers bringen, denn nasser Keller ist ein Mietminderungsgrund.
Gruss
Rainer
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Hallo!
Ein Bausachverständiger sagte uns „nach 30 Jahren gehört das Haus wieder der Erde“. Meint, daß damalige Sperrschichten, dann hinüber sind. Ein anderer meinte, daß man früher (z.B. Jahrhundertwende) absichtlich feuchte Keller wollte, weil sich dort viel besser Kartoffeln etc. lagern lassen, wie Ihr ja auch schon festgestellt habt. Das wäre die beste Lösung: Lagert Kartoffeln statt Wäsche
ok,ok nicht mehr zeitgemäß.
Grundproblem ist, daß durch die Mauern ständig neue Feuchtigkeit nachfolgen kann. Lüften hat also keinen Sinn, selbst wenn es physikalisch klappen könnte (was Sommers kaum der Fall ist). Es besteht im Gegenteil die Gefahr, daß durch Lüften oder entsprechende Geräte massiv Salz in die Wände gezogen wird.
Damit will ich nicht sagen, daß nicht auch mal die Fenster geöffnet werden können, um die Luft auszutauschen. Oft, besonders im Frühling und Sommer, ist aber die Luft von draußen viel zu warm und lädt ihre Feuchtigkeit beim Abkühlen an der vergleichsweise kalten Kellerwand ab (Kondensfeuchte). Darum ist es ideal, wenn ihr im Winter bei knackendem Frost lüftet. (Pech bei dem Treibhauseffekt 
Nee, ideal wäre natürlich, eine Feuchtigkeitssperre zu bauen. Wir haben das gemacht, ringsrumgebuddelt. Tatsächlich sind die Wände trocken geworden, aber die Luftfeuchtigkeit liegt immer noch bei 90-100%, wenn man nicht auch gegen Feuchtigkeit von unten sichert! Alles in allem eine teure Angelegenheit.
Mein Fazit wäre deshalb: sich mit der Feuchtigkeit abzufinden und zu arrangieren. So hab ichs gemacht. Wir lagern Obst im Keller und Getränke (falls ein Flaschenetikett mal etwas Schimmel ansetzt, wisch ichs ab) und Farben oder sowas, das keinen Frost bekommen darf und deshalb auf dem Dachboden Fehl am Platze wäre.
Andereseits: Fragen kostet nichts. Falls Ihr den Vermieter von einer Sanierung überzeugen könnt, warum nicht. Vielleicht gibts dafür Fördergelder oder Ihr helft mit, nach dem Motto „Aufbuddeln kann auch mal Spaß machen“, es ist ja nur eine Hälfte des Hauses nötig, naja überlegen.
Tschuess, Sven.
Danke…
Hallo zusammen!
Vielen Dank für die Antworten und Tipps. Wir werden versuchen, unseren Vermieter doch von einer Sanierung zu überzeugen. Andernfalls müssen wir halt damit leben, im Winter doch häufiger den Wäschetrockner zu benutzen. (Das ist das Hauptproblem, daß die Wäsche nicht trocknet.)
Von einer Mietminderung werden wir lieber absehen, wir haben ansonsten nämlich ein ziemlich gutes Verhältnis zum Vermieter und wollen das auch behalten.
Liebe Grüße
Anja und Rainer