Feuchtigkeit

Liebe/-r Experte/-in,
Ich habe in einem Wohnraum (in den Hang hineinragend) meines Hauses (BJ.1980) erhebliche Feuchtigkeitsprobleme. Es handelt sich um Ytongsteine.
Vor einem halben Jahr wurde bereits eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt, indem im unteren Bereich ein Kunstharz eingespritzt wurde. Die Diagnose lautete: eindringende Feuchtigkeit in der Nahtstelle zw. Bodenplatte und Horizontalsperre (ganz unten). Dies hat überhaupt keine Besserung gebracht. Vielmehr hat sich jetzt herausgestellt, dass die Feuchtigkeit nicht nur am Bodenbereich ist, sondern auch in der Wand, an der das Erdreich anliegt (man kann die Schimmelbildung an den Fugen des Mauerwerks erkennen).

Frage 1: Ein Fachmann war der Meinung, dass das Einspritzen von Harz bei Ytongsteinen gar keinen Sinn mache, sondern so etwas nur bei rissigen Betonsteinen funktioniere. Stimmt das? Wurde mir hier eine völlig falsche Sanierungsmaßnahme verkauft?
Man gab mir eine schriftliche Gewährleistung für 10 Jahre. Habe ich da Regressansprüche?

Frage 2: Ein Unternehmen empfahl mir eine Art „Flächenverpressung“ der gesamten Wand mit einem Harz. Was ist davon zu halten?

Frage 3: Ein weiteres Unternehmen empfahl zur Sanierung eine Art Verschalung des Innenbereiches mit legen einer Horizontalsperre im oberen Bereich, um ein weiteres Aufsteigen der Feuchtigkeit zu verhindern.
Dabei wird bis zur Bodenplatte gegangen und der Wand-Sohlenanschluss erneuert.
Das Mauerwerk würde somit feucht bleiben, die Feuchtigkeit aber nicht mehr nach innen gelangen.
Was ist davon zu halten?

Frage 4: Bei Bauingenieuren scheint sich die Meinung „Aufgraben und neu Isolieren“ als einzig taugliche Methode herauszukristallisieren. Stimmt das?

Ich bin momentan relativ verzweifelt, nicht nur, da es für mich ein finanzielles Desaster ist, sondern da wirklich jeder etwas anderes sagt …

Ich würde mich sehr über fachkundigen Rat freuen!!!

Grüße, Claudia Lienemann

Hallo Frau Lienemann,
Ich hoffe, ich kann Ihnen etwas weiterhelfen.
Diese Einspritzungen mit Kunstharz sind in Ihrem Fall wenig sinnvoll. Sie schreiben „man kann die Schimmel-bildung an den Fugen des Mauerwerks erkennen“. Aus der Ferne sieht es so aus, dass dann nicht der Stein an sich naß ist sondern eben die Fugen. Nun kommt es darauf an, ob die schimmeligen, d.h. nassen Fugen auf der ganzen Wand sind oder ob man einen Verlauf von unten nach oben sieht (z.B. aufsteigende Feuchtigkeit von der Bodenplatte her) oder von anderer Stelle einen Verlauf sieht (z.B. bei Arbeiten an den Kelleraußenwänden die Isolierschicht verletzt).

Erfahrungsgemäß verkauft jedes Sanierungsunternehmen nur sein Produkt, d.h. sie sollten sich fachkundigen, neutralen Rat von einem Sachverständigen holen, bevor sie weiteres Geld für zweifelhafte Maßnahmen ausgeben. Ob sie die Firma in Regress nehmen können für die Einspritzung des Kunstharzes kann ich nicht beurteilen - dazu müsste man die ganze Geschichte kennen.

Wenn das Haus Baujahr 1980 ist und die Feuchtigkeit angebl. aus der Verbundstelle Bodenplatte - Außenwand eindringt, muss das ja von Anfang an so gewesen sein. D.h. die Wand ist seit ca. 30 Jahren der Feuchtigkeit ausgesetzt. Warum wurde dann erst vor einem halben Jahr eine Maßnahme ergriffen? Oder wurde die Feuchtigkeitssperre an der Kelleraußenwand verletzt, z.B. bei der Verlegung des Elektrohausanschlusses, Grabarbeiten im Garten, Baumwurzeln, etc?

Die unter Ihrem Pkt. 4 genannte Methode halte ich auch für die beste. Denn dann bekämpfen Sie auch die Ursache und nicht nur die Symptome: Ihr Haus ist ca. 30 Jahre alt. Im Allgemeinen geht man von einer Gesamtnutzungsdauer von Wohnhäusern von 60 - 100 Jahren aus, im Schnitt 80 Jahre. Also soll Ihr Haus noch mind. 50 Jahre bewohnbar sein. Da solle die Entscheidung für die Methode nicht schwer fallen…

Falls Sie einen neutralen Gutachter einschalten wollen, wenden Sie sich am besten an den Ring Deutscher Gutachter unter www.rdg-ring.de
Evtl. kann Ihnen der Kollege auch etwas zu den Regressansprüchen sagen.

Für weitere Fragen können Sie mich auch gerne nochmal anmailen.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Koch

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Liebe/-r Experte/-in,
Ich habe in einem Wohnraum (in den Hang hineinragend) meines
Hauses (BJ.1980) erhebliche Feuchtigkeitsprobleme. Es handelt
sich um Ytongsteine.
Vor einem halben Jahr wurde bereits eine Sanierungsmaßnahme
durchgeführt, indem im unteren Bereich ein Kunstharz
eingespritzt wurde. Die Diagnose lautete: eindringende
Feuchtigkeit in der Nahtstelle zw. Bodenplatte und
Horizontalsperre (ganz unten). Dies hat überhaupt keine
Besserung gebracht. Vielmehr hat sich jetzt herausgestellt,
dass die Feuchtigkeit nicht nur am Bodenbereich ist, sondern
auch in der Wand, an der das Erdreich anliegt (man kann die
Schimmelbildung an den Fugen des Mauerwerks erkennen).

Frage 1: Ein Fachmann war der Meinung, dass das Einspritzen
von Harz bei Ytongsteinen gar keinen Sinn mache, sondern so
etwas nur bei rissigen Betonsteinen funktioniere. Stimmt das?

sehe ich auch so

Wurde mir hier eine völlig falsche Sanierungsmaßnahme
verkauft? ich denke ja
Man gab mir eine schriftliche Gewährleistung für 10 Jahre.
Habe ich da Regressansprüche? selbstverständlich

Frage 2: Ein Unternehmen empfahl mir eine Art
„Flächenverpressung“ der gesamten Wand mit einem Harz. Was ist
davon zu halten? nichts denn siehe dazu meinen Beitrag im Anhang

Frage 3: Ein weiteres Unternehmen empfahl zur Sanierung eine
Art Verschalung des Innenbereiches mit legen einer
Horizontalsperre im oberen Bereich, um ein weiteres Aufsteigen
der Feuchtigkeit zu verhindern.
Dabei wird bis zur Bodenplatte gegangen und der
Wand-Sohlenanschluss erneuert.
Das Mauerwerk würde somit feucht bleiben, die Feuchtigkeit
aber nicht mehr nach innen gelangen.
Was ist davon zu halten?

Dazu weiß ich zu wenig von den Materialen und den Tempeaturen

Frage 4: Bei Bauingenieuren scheint sich die Meinung
„Aufgraben und neu Isolieren“ als einzig taugliche Methode
herauszukristallisieren. Stimmt das? nein

Ich bin momentan relativ verzweifelt, nicht nur, da es für
mich ein finanzielles Desaster ist, sondern da wirklich jeder
etwas anderes sagt …

Ich würde mich sehr über fachkundigen Rat freuen!!!

Grüße, Claudia Lienemann

Anhang
Verbraucherinformation von Isar Bautenschutz

Welche Abdichtungsarbeiten sind im Keller machbar/notwendig?
Immer wieder gibt es heftige Diskussionen welche Abdichtungsarbeiten im Keller notwendig sind.
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Wenn Keller an der Innenseite feucht sind, dann empfehlen sehr viele Fachleute: da hilft nur außen Aufgraben, Abdichten, Einbauen einer Drainanlage und dann auch noch alles mit einer Wärmedämmung versehen usw…
Vorab sollte jedoch immer genau geprüft werden, woher denn die Feuchte kommt?
Denn dies muss nicht immer von außen sein!
Diese Feststellung ist jedoch nicht einfach, und ich kämpfe oft gegen viele alte Vorurteile. Wenn ich ein feuchtes Objekt besichtige, stelle ich oft fest, dass eine Abdichtung überhaupt nicht möglich ist. Interessant ist, kaum jemand weiß, gegen welch drückendes Wasserwas, sollte abgedichtet werden und dann, auch noch wie?
Denn wenn eine Abdichtung (je nach Lastfall) sinnvoll sein sollte, so müsste man auch darüber diskutieren, wie hoch denn das Wasser an der Außenseite anstehen könnte. Aber auch wie unter dem Haus eine Ergänzung dieser Abdichtung hergestellt werden könnte. Viele Hausbesitzer wissen überhaupt nicht, ob Stauwasser entstehen kann und kennen auch die Grundwasserstände nicht.
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Meine erste Frage ist oft, wie hoch steht das Wasser im Keller?
Die Antwort ist meist - Wasser steht nicht im Keller, „nur“ die Wände sind feucht.
Dies wird dann davon abgeleitet, dass Wasser eindringen muss, wenn innen die Wände feucht sind. Dass es auch noch andere Möglichkeiten von Feuchteschäden im Keller gibt, ist oft erst nach einer längeren Diskussion verständlich.
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Ein Beispiel aus meiner Praxis.
An einem großem Gebäudekomplex in der Bundeshauptstadt wurde die Planung für die Abdichtung von einem namhaften Planungsbüro durchgeführt. Bei der Diskussion ergab sich dann, dass die Abdichtung so ausgeführt werden solle, dass diese einen Wasserdruck von
1,5 Meter standhalten müsste. Dies auch deswegen, weil in unmittelbarer Nachbarschaft ein Wasserlauf war. Dieses Gebäude war aus Ziegelstein gemauert und es war schon vorgesehen, dass als Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt die Abdichtung mit Chromstahlplatten ausgeführt werden sollte. Nun ist zwar das Verfahren durch Eintreiben der Chromstahlplatten
als eines der sichersten Verfahren gegen kapillare Saugfähigkeit anzusehen. Es ist jedoch nicht geeignet, um eine Abdichtung im Querschnitt gegen Wasserdruck herzustellen. Da Wasser (als Flüssigkeit) ja durch die Anschlussfugen zwischen den Chromstahlplatten eindringen könnte. Des weiteren wurde diskutiert wie dem Wasserdruck von 1,5 Meter Wassersäule entgegen gewirkt werden könnte. Dabei ergab sich, dass zumindest im Bodenbereich eine 75 cm starke Betonplatte eingebaut werden müsste um diesem Druck stand zu halten. Außerdem müssten auch die Wände in einer Art Wanne nach den statischen Erfordernissen wasserdicht angeschlossen werden. All diese Maßnahmen waren jedoch sowohl räumlich als auch technisch als sinnwidrig bezeichnet worden.
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Bei der weiteren Diskussion ergab sich, dass auch eine Abdichtung mit anderen Verfahren und Produkten nicht besser abschneiden könnte.
Nach dieser Diskussion habe ich mir erlaubt zu fragen, wie oft der Keller im Laufe der letzten Jahre mit den Problemen eindringenden Wassers belastet wurde, dabei stellte sich heraus, dass in den letzten 100 Jahre nie Wasser eingedrungen ist. Hierbei zeigt sich natürlich wieder ganz deutlich, dass alleine wegen der spekulativen Stauwasserhöhe ein nicht zu vertretender Aufwand betrieben worden wäre.
Es gab noch viele Diskussionen, aber ich konnte mich letztendlich durchsetzen, dass dann auf eine Abdichtung, sowohl im Mauerwerksquerschnitt als auch gegen aufstauendes oder drückendes Wasser ganz zu verzichten ist.
Stattdessen konnte ich den Vorschlag einbringen, dass eine Instandsetzung mit dem I-Bau-System © geeignet ist. Dabei handelt es sich um eine Instandsetzung der durch Feuchte und Salz geschädigten Wandinnenseite. Durch das Aufbringen einer dampfdichten Folie mit einem aufgebrachten Putzträger - auf den dann in der Regel mit Sanierputz eine trockene Oberfläche herzustellen ist.
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Eine Abdichtung an der Außenseite, sowie an der Unterseite im Mauerwerksquerschnitt könnte zwar auch eine „trockenere“ Wand ergeben. Es bleibt die Frage, ob dies nachträglich technisch überhaupt herzustellen ist?
Dabei ist zu berücksichtigen, dass trotz dieser sehr teuren Maßnahme (Abdichtung von außen) an der Innenseite die gleiche Problematik, nämlich die Tauwasserentstehung und damit der Wechsel zwischen - feucht und trocken - weiterhin stattfinden würde, was zu den bekannten Problemen führt. Nämlich, dass durch diesen Wechsel, Salze
a) Feuchtigkeit (hygroskopisch) aufnehmen, und
b) beim Abtrocknen einen sehr hohen Druck durch die Kristallisation aufbauen werden und weiterhin die Oberflächen zerstören bzw. schädigen.
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Der Bierkrug im Sommer gibt ein gutes Beispiel.
Um zu verdeutlichen welche Problematik gelöst werden muss, gebrauche ich gerne den Vergleich: Man denke an einen schönen Biergarten, vor sich eine schöne kühle frische Maß und jedem wird sofort klar, dass der Maßkrug an der Außenseite beschlägt, d.h. es entsteht sehr schnell Tauwasser auf Grund der Feuchte in der warmen Luft und der kalten Oberfläche des Kruges. Wobei kein Mensch auf die Idee käme, diesen Krug an der Innenseite abdichten zu wollen, um an der Außenseite das Tauwasser wegzubringen.
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Neben den vielen eigenen Messungen, sowohl der Temperaturen als auch der Feuchte in Kellern, verweise ich insbesondere auf Arbeiten von Herrn Prof. Dr. J. Dreyer und Herrn Dr. Clemens Hecht von der TU in Wien.
Denn daraus ergibt sich eindeutig, dass es bei Feuchteschäden im Keller sehr oft „nur“ Tauwasserprobleme sind.
Außerdem kam Prof. Dr.- Ing. L. Weichert (ehemals Universität der Bundeswehr München), bei Feuchte,- und Temperaturmessungen an Gebäuden, ebenfalls zu solchen Ergebnissen.
Deren Ergebnisse sind bei meinen Überlegungen entscheidend mit eingeflossen, nach abwägen von Aufwand und Ergebnis, und insbesondere der Kosten eine Instandsetzungen „nur“ noch von innen durchzuführen.
Daraus kann auch abgeleitet werden, wenn es gelingt, dass die Salze in Lösung bleiben (die Mauer also feucht bleibt) und auch die damit zusammenhängenden Kristallisationsprobleme an den Oberflächen wegfällt und außerdem die Feuchteabgabe in dem Raum verhindert wird, dann sind diese Keller hochwertig zu nutzen. Im Bedarfsfall ist es ohne Problem auch eine Wärmedämmung in das System einzubauen.
Nur Nichtfachleute suggerieren den Hausbesitzern, dass durch die Feuchte, die Wände bzw. Mauern geschädigt werden. Es werden nur Ängste geschürt, es stimmt einfach nicht, denn weder der Ziegel noch der Mörtel fault. Logisch ist aber auch, dass es hinter Sanierputzsystemen (auch mit Dichtschlämmen) auch feucht bleibt. Wände „atmen“ schließlich die Feuchte nicht aus.
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Noch ein Beispiel aus meiner Praxis:
1994 landete eine sehr umfangreiche Ausschreibung für die Instandsetzung der „neuen“ Architektenkammer Bayerns auf meinem Schreibtisch.
Darin war - wie bei solchen Vorhaben üblich - davon die Rede, „das Gebäude außen aufzugraben, eine neue Abdichtung und eine Wärmedämmung aufzubringen…“ usw. Um ein Angebot für die Abdichtungsarbeiten auszuarbeiten, begab ich mich zur genaueren Inspektion vor Ort.
Es handelte sich um ein Gebäude aus der Jahrhundertwende mit mehreren Anbauten, einer überdachter Auffahrt, sowie einer großen Terrasse und Treppenaufgängen mit schönem Natursteingeländer.

Architektenkammer München in der Waisenhausstrasse erbaut 1906

Ich stellte fest, dass die Arbeiten gemäß der Ausschreibung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand durchführbar wären. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass immer die Gefahr besteht, wenn außen aufgegraben wird, eine Entlastung durch den Anpressdruck (aber auch durch die fehlende Auflast) entsteht, und erst recht durch das Verdichten beim Auffüllen Verschiebungen der Wand aber auch Risse auftreten können.
Deswegen machte ich den Alternativvorschlag, das Gebäude mit dem von uns entwickelten I-Bausystem© nur von innen zu bearbeiten. Dieses besondere System bietet ein neues, außergewöhnliches Verfahren für die Trockenlegung und Instandsetzung feuchter Keller, die gegenüber den althergebrachten Methoden neben Zuverlässigkeit und erheblich geringerem finanziellen Aufwand eine Vielzahl weiterer Vorteile hat.
Es war nicht einfach, beim Bauherrn eine Lösung durchzusetzen, die der traditionellen Methode widersprach. Letztendlich jedoch konnte ich ihn vollends von den Vorzügen des I-Bausystems überzeugen. Dabei waren nicht nur die nicht unerheblichen Kosteneinsparungen von ca. € 900.000 (da die Außenbauteile nicht ab- und wieder angebaut werden mussten), sondern auch die kürzere Bauzeit und schnellere Wiedernutzung wichtige Entscheidungshilfen.
Seit der Instandsetzung ist der gesamte Kellerbereich als hochwertiger Bürobereich und zum Teil als Wohnung genutzt.
Letztendlich wird die von unserer Firma seit über 25 Jahren gemachte Erfahrung mit dem
I-Bausystem bestätigt, dass durch eine sogenannte Innen-Instandsetzung die Mauer, aber auch der Beton zwar feucht bleibt, aber damit eine kostengünstige und sichere Sanierungsmöglichkeit möglich ist.

In diesem Zusammenhang ist auch zu fragen, was hilft in einem solchen Fall eigentlich eine Drainanlage?
Hierzu wird auch sehr oft kontrovers diskutiert.
Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?
Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?
In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drainanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.
Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht. Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor erhöhtem Wasserdruck zu schützen.
Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewogen werden.
Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.
War bisher Erdreich - und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.
Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhanden ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.
Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte Erfolg möglich ist bleibt fraglich.
Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken - nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.

Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vibration des ganzen Hauses entstehen.
Beim Verdichten entstehen beträchtliche - auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.
.
Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.
Es bleiben sicher noch genügend offene Fragen.
In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.
Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA* ist sicher besser als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.

Edmund Bromm
Geschäftsführer Isar Bautenschutz

Merkblatt WTA http://www.wta.de/de/system/files/4-3-98.pdf

© Das Verfahren ist beim Patentamt unter Nr.: 295 21 952.1 als Gebrauchsmuster einge¬tragen. Es wird von unserer Firma seit Jahren mit Erfolg eingesetzt. (siehe Referenzen: www.isarbautenschutz.com)

Meine Antwort: 1. Viele Köche verderben den Brei. Ich habe absolutes verständnis dafür, daß Sie jetzt verunsichert sind.
2. In Ihrem Falle tendiere ich auch auf 4. Alles aufmachen und neu von außen abdichten. Porenbetonsteine sind wie ein Schwamm. Man muss sie komplett vor Wasser schüten.
Gruss
V.K.

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Liebe Frau Koch!
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!
Vermutlich haben Sie recht und ich sollte erstmal einen neutralen Gutachter hinzuziehen.
Ich würde, wenn irgend möglich, das Aufgraben gerne vermeiden, da der Bereich durch die Hanglage wohl nicht mit Maschinen bearbeitbar ist.
Ich selbst möchte das Haus ohnehin gerne verkaufen und daher gerne finanziell im Rahmen bleiben, zumal ich vermutlich das Geld für eine dermaßen große Maßnahme nicht habe.
Deshalb nochmals meine Frage: Wenn eine Innensanierung möglich ist, welche Methode?
Liebe Grüße, Claudia Lienemann

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Sehr geehrter Herr Kriegsmann!
Da ich das Haus verkaufen möchte und meine momentanen finanziellen Möglichkeiten sehr beschränkt sind, möchte ich noch einmal nach den Alternativen einer Innensanierung fragen. Sind diese Methoden auch erfolgversprechend?
GRüße, Claudia Lienemann

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Hallo Frau Lienemann,
Die Innensanierung sollten Sie mit einem Sachverständigen vor Ort besprechen. Denn aus der Ferne kann ich Ihnen da wirklich keinen fundierten Rat geben.
Es ist nur so, dass Sie beim Verkauf das angeben müssen. Wenn Sie das verschweigen kann der Käufer Sie in Regress nehmen. Wenn Sie die Arbeiten dann ausführen lassen, lassen Sie sich vom Auftragnehmer ein eGarantie geben, die sie im Ernstfall vor Regressansprüchen Ihres Käufers schützt.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Koch

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Hallo !
Im Prinzip ist eine Innenabdichtung machbar. siehe nachstehenden Link :
http://www.remmers.de/html/doc/systeme/LB1027.pdf

Aber ist dabei zu beachten, daß im Gegensatz zu Beton, Bims, Kalksandsteine oder Poroton der Porenbeton(also Ytong) wenn er Wasser zieht, seine Druckfestigkeit verliert und Sie evtl. ein statisches Problem mit Ihrer Wand/Wänden bekommen. Was nutzt Ihnen eine trockene Wand, die hinter der Abdichtung fault und irgendwann aufgibt und evtl. einstürzt?
Gruß
VK

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Hallo Frau Lienemann,

es wäre günstiger gewesen diesen Teil des Bauwerkes als weisse Wanne auszubilden bei Bau (Beton), entsprechend der vor Ort herrschenden hydrologischen Verhältnisse.
Allen Anschein nach drücken vom Hang her Schichten- und Sickerwässer durch die so genannte „Abdichtung“. Diese Bitumenbeschichtung stellt keine druckwasserhaltende Maßnahme dar.
Bei dem Baujahr müsste eine vorhandene Horizontalsperre noch funktionieren.
Frage1: stellt nicht die Ursache ab
Ihre Ansprüche ergeben sich aus dem Vertrag.
Frage2: stellt nicht die Ursache ab
Frage3: stellt nicht die Ursache ab
Frage3: aufgraben, Drainage legen (in geeigneter Weise, diese nimmt den Wasserdruck weg)mal googlen nach „Draenage_Drainage“ (mit den Zeichen), Beschichtung gegen Erdfeuchtigkeit ertüchtigen, Wand austrocken über ein Putzsystem mit entsprechenden physikalischen Eigenschaften (keine Salzaufnahme, wasserdampfdiffusionsoffen) - mal googlen „Spezialputz für feuchte und salz belastete Wände“
So wird die Wand knochentrocken.
Kopf hoch

MfG Mauertrocken

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Merkwürdigerweise ist an der Seite, wo der Raum komplett unter dem Erdreich liegt, nur der untere Teil feucht; deshalb die Vermutung mit der Horizontalsperre.
Das Problem mit dem Aufgraben: Für mich nicht finanzierbar; durch die Hanglage müsste das wohl mit Hand gemacht werden.
Ich weiß, dass die Innenverschalung die Ursache nicht abstellt, aber ist es dennoch eine praktikable Lösung?
Grüße, C. Lienemann

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Hallo Frau Lienemann,

verstehe Ihre Anfrage jetzt nicht mehr, da Sie ja eine Lösung wünschten. Wenn Sie doch den vermeindlich einfacheren Weg wählen um Ihr Geld zu verbrennen, werden Sie auch weiterhin der Lösung des Problemes hinterher rennen.

MfG Mauertrocken

Nun gut, dann danke für die klare Stellungnahme!
Grüße

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Hallo Frau Lienemann,

es ist wie es ist und gibt wie immer im Leben nur zwei Möglichkeiten. Etwas aufschachten kann nicht das Problem sein. Verwenden Sie als Dränagerohr eines mit Fuß z.B. Strasil. Eine Zeichnung können Sie mit Anleitung von mir bekommen.

Gutes Gelingen

MfG Mauertrocken

Hallo,

ich habe aus unerfindlichen Gründen deine Anfrage erst heute bei WWW gefunden. Aber hier mein Wissen:

Also mein Kenntnisstand ist der, dass eine Harzverpressung bei Ytong-Steinen eigentlich nicht durchgeführt wird, weil deren poröse Struktur im Vergleich zu z. B. Kalksandsteinen gigantisch stärker ist.
Im Grunde genommen werden die Ytong (Gasbeton) doch auch gar nicht für den Erdverbau verwendet.

Doch nun zu meinem Rat:
Aufgraben bzw. Aufbaggern lassen mit Minibagger und isolieren mit Produkten der Fa. Remmers sowie eine Drainage ist das (einzig?) wirklich wirksame Mittel.

Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, denn an unserem Haus haben wir in mehreren Monaten des Jahres einen so hohen Grundwasserstand, dass es quasi im Wasser steht.
Unser Keller besteht aus Kalksandstein. Hier hat wirklich die obengenannte Methode zu 100 % geholfen.
Das Abgraben und Isolieren hört sich teilweise schlimmer an, als es wirklich ist! Echt.

Bei weiteren Fragen bitte gern melden.

Gruß
Jörg

Hallo! Vielen Dank für die Antwort und die Mühe!
Grüße, Claudia

Hallo Claudia,
erst einmal bitte ich um Entschuldigung dass ich (urlaubsbedingt) jetzt erst antworte.

Grundsätzlich bin ich nicht der Feuchtigkeitsexperte sondern eher ein an diesem Problem „Interessierter“.
Darum kann ich hier auch kein Fachurteil abgeben.
Bei unseren von Feuchtigkeit betroffenen Altbau Häusern (älter 100 Jahre) haben wir tatsächlich ringsum bis unter die Bodenplatte aufgegraben, verputzt und mehrfach isoliert.
Das hat geholfen.

Dein Haus ist von Bj 1980 und wurde mit Yton Steinen gebaut. Also keine 100 Jahre alt. Gut möglich dass die Probleme anders zu lösen sind.
Grundsätzlich ist es aber schon so, dass die Isolierung von der Seite aus durchzuführen ist, von wo das Wasser eintritt.

Haftung: Kann ich nichts zu sagen, da ich nicht weiss was die Fa bei Vertragsabschluss zugesagt hat und worauf sich die Gewährleistung bezieht. Hat die Firma zugesagt die Feuchtigkeit zu beseitigen oder hat sie nur zugesagt gegen „eindringende Feuchtigkeit in der Nahtstelle zw. Bodenplatte und Horizontalsperre“ zu isolieren ?
–> Auftrag prüfen und ggf Rechtsanwalt falls Rechtschutzversicherung vorhanden.

Ansonsten: Bevor noch viel Geld für wirkungslose Maßnahmen ausgegeben wird, unabhängigen Sachverständigen (IHK fragen) oder Architekten befragen.
Das ganze Geschäft ist zu teuer als dass man sich da auf Amateur Aussagen verlassen kann.

Evtl. könnte ich Dir die Adresse einer Fachfirma aus Essen geben, welche mehrfach erfolgreich für uns gearbeitet hatte. Das macht aber nur Sinn, wenn du in der entsprechenden Region wohnst. Wenn das gewünscht ist, schick bitte mir eine mail an [email protected])

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Hemmert

Hallo Helmut!
Danke für den Rat! Essen ist leider zu weit für mich.
Grüße, Claudia

Hallo Claudia,

sicher hat es keinen Zweck, wenn die Firma erst durch die halbe Republik anreisen muss. Sicherlich wird es auch in deiner Umgebung Fachfirmen für diesen Zweck geben. Die IHK oder auch die Handwerkkskammer können da sicher beraten.
Aber vorgängig würde ich auf jeden Fall einen Sachverständiggen befragen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall Erfolg bei der Beseitigung des Problems.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Hemmert

Hallo Helmut!
Danke für den Rat! Essen ist leider zu weit für mich.
Grüße, Claudia