Auf einem nicht isolierten (nur mit Unterspannbahn unterhalb der Dachpfannen)Dachboden (das Gebäude ist ca. 10 Jahre alt und die DG-Wohnung erst jetzt erstbezogen worden) befindet sich ein Dachfenster und ein etwa ein Meter langer Abzugsschlauch der Dunstabzugshaube aus der Küche im Dachgeschoß zum Dach nach aussen.
Bei Minustemperaturen ab ca. 4 Grad sammelt sich Feuchtigkeit im Bereich des Dachfensters und tropft auf den Dachfußboden.
Ebenso tropft es in der Küche aus der Dunstabzugshaube auf die Herdplatte. Hier wurde bereits der o. a. Abzugskanal zwischen Dachbodenplatte und Dach (Pfannen) mit einer ca.10 cm starken Dämmschicht aus einer Art gelber Glaswolle isoliert. Der Zustand war hier behoben, bis die Temperaturen noch stärker sanken. Es tropfte wieder in der Küche auf den Herd.
Es könnte sich in beiden Fällen um Kondenzwasser handeln.
Wie kann der Zustand bzgl. der auftretenden Feuchtigkeit bei beiden Schwachstellen auf Dauer, auch bei sehr hohen Minustemperaturen, gänzlich behoben werden ?
Hallo!
Fenster:
Möglicherweise ist die Folie im Fensterbereich nicht korrekt angeschlossen,es läuft von Oberseite Folie etwas zurück zum Fensterrahmen.
Lüftungsrohr:
Das Isolieren des Rohres ist schon richtig und wichtig. Wenn es dort kondensiert(warme Abluft trifft auf kalte Bodenluft),dann läuft es bis Abzugshaube zurück.
Aber es tropft auch vom Dunstrohraufsatz selbst zurück. Wenn das die einfachen Aufsätze für Abwasserleitungen (z.Belüftung) sind. Bei Abwasser ist das egal,Kondensat läuft innen ab und macht keine Probleme.
Aufsätze für Lüftungen sind anders konstruiert. Die haben außen ein Doppelrohr,bei dem das Kondensat auf die Dachfläche abgeleitet wird. Es läuft nicht im Rohr bis Küche/Bad zurück !
Außerdem legt man in dem Rohrstück auf dem kalten Boden einen sog. Wassersack im Rohr an. Füge unter dem Dunstrohraufsatz einen HT-Rohr Abzweiger mit 45° ein. Oder vergleichbares Bauteil aus dem Lüftungszubehör im passenden Durchmesser.
Das untere Ende des Abzweigers mit Dichtring(ist drin) und Blinddeckel versperren.
Einleiten der Lüftung in die 45°-Seite des Abzweigers.
So hat man etwas Auffangvolumen für Kondensat,es läuft in das Totende des Abzweigers auf den Blinddeckel.
Dort kann man es auch mal ablassen.
Im Sommer wird es auch verdampfen und abtrocknen.
mfG
duck313
Um Kondenswasser zu verhindern bleibt nur die Möglichkeit die Abluftstrecke so kurz wie möglich zu halten. In der Regel ist dies nur durch eine Mauerwerksdurchführung des Abluftkanals durch die Außenwand ins Freie zu gewährleisten. Das Abluftrohr muß bei Abluftbetrieb denselben Durchmesser ( mind. 150mm ) wie der Gebläseaustrittstutzen haben.