Feuchtigkeit in der Wand

Hallo Forum,

habe Ende September, nach den starken Regenfällen, das Problem das ich an einigen Innenwänden im Erdgeschoss aufsteigende Feuchtigkeit hatte. Ich habe ohne Keller gebaut. Dieses Problem ist in den vorherliegenden Jahren nie aufgetreten. Die Regen- und Brauchwasserentsorgung funktioniert auch einwandfrei.
Der einzige Unterschied zu den letzten Jahren ist, das mein Nachbar, direkt an der Grundstückgrenze, einen Art Brunnenschacht angelegt hat mit Betonringen, der das Wasser aus seiner Drainage auffängt. Dieses Wasser benutzt er zum Bewässern seines Gartens. Dieser Schacht ist mit einer Pumpe versehen die bei zu hohen Stand ein Überlaufen verhindern soll. Diese Pumpe war zu dem Zeitpunkt wohl defekt.
Die Frage ist, kann das der Grund sein warum unter meinem Haus das Wasser hochdrückt? Interressant ist auch das die Außemwand die zu diesem Schacht liegt nicht feucht wurde.

Ich bedanke mich schonmal im voraus für die Antworten

Hallo!

Also ich sage mal, durch die starken Regenfälle im Sommer ist der Grundwasserspiegel derzeit extrem hoch,
sowas hab ich in meinem Leben noch nicht erlebt,
ich hab z.B. in der Montagegrube meiner Werkstatt etwas Wasser stehen gehabt,
das gab es noch nie.
Auch die Landwirtschaft hat extreme Probleme, weil die Bauern ihre Felder z.T. nicht bearbeiten können, da die Traktoren im Schlamm versinken würden.

Das sehe ich erstmal als Ursache, und nicht den Schacht des Nachbarn.

Weiterhin könnte das auch für eine unsolide Bauweise des Hauses sprechen,
ev. wurden Feuchtigkeitssperren vergessen, eingespart oder schlampig ausgeführt.
Ich weiss jetz nicht ,wie Du das Haus gebaut hast, oder bauen lassen hast,
aber normal macht man die Bodenplatte ja aus WU-Beton, und mauert dann nochmal die erste Ziegelreihe auf einer Sperrfolie. Die soweit übersteht, dass der Putz die Bodenplatte nicht berührt.

Grüße, E.

Hallo,
also in relativ kurzer Zeit sehr viel Wasser von oben und gleichzeitig Einleitung des Nachbar-Dachabwassers in einen Brunnnenschacht in unmittelbarer Nähe Deiner feuchten Wand? Das spricht tatsächlich dafür, dass die Wand möglicherweise sehr viel Wasser von unten abbekommt, aufsaugt und ggf. die Sperrschicht zwischen Kriechkeller und Obergeschosswänden entweder überfordert wird oder das Grundwasser gleich höher auf die Wand auftrifft. Ist das Gelände dort angeschüttet oder gibt es keinen „Spritzschutzstreifen“, in den das Wasser erst mal ablaufen kann?

Wie tief ist denn die Betoneinfassung und die Bohrung? Das klingt alles eher nach einer Zisterne als nach einem Brunnen :wink:

Dass die Außenwand trocken ist, könnte schlichtweg am Wind oder am wasserabweisenden (und damit die Wand zusätzlich nach außen versiegelnden) Putz liegen. Ich nehme an, es handelt sich um gewöhnlichen Mineralputz und nicht um Vollklinker/WDVS?

Gruß vom
Schnabel

Hallo Edelherb,

ja es war sehr viel Wasser was in den Tagen herunterkam.
Dieses Problem hatte ich auch die Jahre vorher noch nicht gehabt.

Ja, die Bodenplatte wurde aus WU-Beton gegossen, eine Sperrfolie wurde auf die erste Ziegelreihe aufgebracht. Das sollte soweit i.O. gewesen sein.

Was mir Sorgen bereitet ist, das es nicht die Außenwände sind die von unten feucht geworden sind sondern einzelne Innenwände. Ich hatte als erstes die Bodenheizung im Verdacht. Nachdem ich diese aufgedreht habe sind die Wände getrocknet und keine neue Feuchtigkeit aufgestiegen. Also lag es auch nicht an der Heizung.

Gruß
Thomas

Hallo Schnabel,

ich habe die Feuchtigkeit im Erdgeschoss. Habe ohne Keller gebaut. Die Außenwände sind von der Feuchtigkeit nicht betroffen. Die Feuchtigkeit ist vereinzelt an Innenwände aufgestiegen.

Die Zisterne (du hast mit der Bezeichung recht) ist ca. 1,5- 2m tief und einen Meter im Durchmesser (Angaben geschätzt).

Wasser sucht sich ja immer so seinen eigenen Weg. Jetzt kann es ja sein das dass Wasser erst unter meinem Haus anfängt noch oben zu drücken, Da müsste es durch die Bodenplatte, an der Sperrfolie vorbei und dann in die Wand.

Gruß
Thomas