Hallo Geschichtekenner!
Gibt es denn eigentlich den Begriff „Feudalkleriker“?
Danke.
Gruß
taboga
Hallo taboga,
Gibt es denn eigentlich den Begriff „Feudalkleriker“?
ich habe ihn noch nie gehört, habe aber eine Vorstellung, was er zu bedeuten hat.
Früher waren viele (höhere) Geistliche mit sogenannten Pfründen versehen worden, die ihnen ein gutes Auskommen sicherten.
In diesen Ländereien residierten sie wie Feudalherren.
Es gibt auch Begriffe wie Fürstbischof, die wohl ähnliches ausdrücken.
Gandalf
Moin taboga,
meine nicht vorhandenen Kenntnisse in historischer Terminologie kann ich hinter Googlologie verstecken:
Gibt es denn eigentlich den Begriff „Feudalkleriker“?
Nein - „Ergebnisse 1 - 2 von 2 für Feudalkleriker“
Grüße 
Pit
Gibt es denn eigentlich den Begriff „Feudalkleriker“?
Hallo,
taboga!
Sobald jemand einen Begriff verwendet, „gibt“ es ihn.
Wenn dir der Feudalkleriker in der Literatur begegnet, käme es auf den Kontext an, was damit gemeint ist. Die Spanne könnte von der mittelalterllichen Kichengeschichte bis zur zeitgenössischen Polemik reichen.
Der F. könnte ein Geistlicher sein, der für seine Einkünfte mit Grundbesitz, einer Pfründe, ausgestattet ist. Das stammt aus dem Mittelalter, reicht aber, regional unterschiedlich, bis in die Gegenwart herauf.
Soweit mir bekannt ist, werden die Einkünfte aus solchen Pfründestiftungen (Einnahmen aus der Verpachtung von Wiesen und Feldern, Ertrag des Holzeinschlags im Pfründewald) verrechnet mit der regulären Besoldung des Geistlichen und an die Diözesanverwaltung abgeführt. Ob dem Geistlichen oder der Ortskirche etwas daraus verbleibt, weiß ich nicht.
Gruß!
Hannes
Danke euch allen!