Feuer

was bleibt bei einem feuer bei gipskartonplatten rückstand übrig

erstmal
Guten Tag karlheinz

Nun zu Deiner Frage:
Es kommt darauf an, wie lange und wie heiß das Feuer ist. Die Papierschicht wird verbrennen und der dahinter liegende Gips=CaSO4 mit 2 H2O (Kristallwasser) bei ca. 140°C bis 150°C zum sog. „Gips-Halbhydrat“ durch Austreiben von 1,5 Wassermolekülen aus dem Kristallgitter, umgewandelt. Die äussere Form der Platte bleibt erhalten, hat aber kaum die Stabilität wie das Doppelhydrat. Führt man wieder Wasser hinzu, so härtet das wieder zu Gips aus. Das was in Säcken zum Antühren auf dem Bau verkauft wird, ist aufgemahlenes Halbhydrat.
Wenn man des Gips auf mehr als 170°C erhitzt, so wird alles Kristallwasser ausgetrieben und der Rest „Anhydrit“ genannt. Das ist sog. „totgebrannter“ Gips. Dieser Anhydrit wandelt sich bei Wasserzugabe nur sehr sehr langsam wieder zum Doppelhydrat um. Er ist mechanisch nicht ganz so stark belastbar wie Gips. Bei der Zugabe von Meerwasser (Deichbau) bindet er etwas schneller ab als mit reinem Wasser, aber immer noch wesentlich langsamer (Monate bis Jahre) als das Halbhydrat.
Durch Zugabe von anderen Sulfaten (Kaliumalaun, KaliumChromalaun und anderen Salzen) kann man die Abbindegeschwindigkeit und die mechanischen Eigenschaften von Gips beeinflussen. Die Fremdionenzugabe liegt in wenige %-Bereich. (Elektrikergips, Rotband Goldband etc.)
Natürlich kommt Gips in Lagerstätten vor (In Deutschland Muschelkalk und Zechstein) Gips ist ein sehr weiches Mineral, Mohs’sche Härte 2 und ab ca. 50 bar wird er plastisch verformbar ohne zu brechen, wenn man ihm Zeit lässt. Kristalle lassen sich mit dem Fingernagel ritzen. Gips ist schwach wasserlöslich (ca. 2 gramm/Liter stubenfliegenwarmes Wasser)
In einer Metallständerwand erfüllt er leicht feuerhemmende Ansprüche, aber da frage besser jemand, der mit Bauvorschriften besser bewandert ist.
Ich habe meine Diplomarbeit in einem Gipsbergwerk am Neckar gemacht.

Gruß von Olschi