Feuerlöscher

Liebe/-r Experte/-in,

einen schönen Tag zusammen.

Ich habe follgedes Problem. Bei mir auf der Arbeit stand bis vor kurzem eine Absauganlage für unsere Schleiferei. Wir verarbeiten Stahl und Aluminium. Nun am Freitag den 17.7 ist diese Absauganlage in die Luft geflogen und die Mitarbeiter die anwesend waren haben versucht den Brand mit ABC-Pulver zu löschen. Leider ohne Erfolg. Erst die Feuerwehr, die mit *Wasser* löschte, bekam das Feuer aus. Nun ist es so, dass das Material, Stahl und Aluminium im Umkreis vom Brand Schrott ist.

Nun meine Frage, gibt es eine Möglichkeit solch ein Feuer zu löschen, ohne das es das gute Material angreift.

Die D-Löscher die ich gefunden habe haben auch alle Natrium inne und sind somit nicht so gut. CO2 Löscher scheinen gut, sind aber bei Metall nicht zu gebrauchen. Gibt e noch eine andere Alternative???

Schonmal vielen Dank im Vorraus.

Werde jedem nochmal Danken, bin im Moment aber nicht so oft online. Kann ein paar Tage dauern.

Vielen Dank

Dafür gibt es spezielle „Meteallbrand Loescher“
Eine Firma werde ich Ihnen aber nicht nennen (AGB).

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Es gibt von den führenden Herstellern auch Metallbrandlöscher.
Einfach einmal eine z.B. GLORIA-Verkaufsstelle anklicken.
In der Hoffnung ich konnte Dir weiterhelfen.
Mit freundlichwen Grüssen
Gerd Kalkreuter


Guten Tag Herr Fischbach,

zu Ihrem Thema ‚Metallbrände und Branklasse D‘ habe ich Ihnen nachfolgenden Text hier kopiert.

Ich denke - damit werden Sie sicher etwas anfangen können.

Mit freundl. Gruß
Günter Isermann
Brandschutztechnik ISERMANN

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>> Löschmittel für Metallbrände

Metallbrände sind selten, aber ausgesprochen gefährlich.

Die Besonderheit von Metallbränden, die zur Schaffung einer eigenen Brandklasse geführt hat, ist die außerordentlich hohe Temperatur, die dabei erreicht wird. Grundsätzlich gilt =

* ca. 1000 °C bei den meisten Metallbränden,
* ca. 2000 - 3000 °C bei Leichtmetallen und
* ca. 4600 °C (und mehr !) beim Schwermetall Zirkon !

Diese hohen Temperaturen lösen chemische Reaktionen aus, die nicht den üblichen Erfahrungen entsprechen, weil sie bei niedrigeren Temperaturen gar nicht ablaufen können. Daher besteht beim Löschen Lebensgefahr !

> Wasser und Schaum: nicht geeignet !

Wasser wird bei Temperaturen, wie sie bei einem Metallbrand vorherrschen, zu etwa 10 % in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet - es folgt eine heftige Explosion, die so genannte Knallgas-Reaktion. Daher sind sowohl Wasser als auch wasserhaltige Löschmittel (Schaum, Light Water etc.) völlig ungeeignet !

> Kohlendioxid und Stickstoff: nicht geeignet !

Das Löschgas Kohlendioxid (CO2) enthält, wie man der chemischen Formel entnehmen kann, zwei Atome Sauerstoff in jedem Molekül. Bei Temperaturen von 1000 °C und mehr dient auch dieser chemisch gebundene Sauerstoff als Nahrung für den Brand. Die Reaktion ist zwar nicht ganz so heftig als diejenige mit Wasser - dennoch wird der gewünschte Löscheffekt nicht erreicht.

Stickstoff, der normalerweise als ein sehr unreaktives Gas gilt, wird bei diesen Temperaturen ebenfalls zur Reaktion gezwungen und kann von brennenden Metallen sogar als Ersatz für fehlenden Sauerstoff herangezogen werden. Die entsprechende Reaktion heißt Nitrierung, d. h. es entstehen hierbei keine Metalloxide, sondern Metallnitride. Der Brand kann also auch bei Sauerstoffmangel in gleicher Intensität weiterlaufen, sofern ausreichend Stickstoff vorhanden ist !

> Löschpulver ABC und BC: nicht geeignet !

Die Löschpulver in tragbaren Feuerlöschern für die Brandklassen (ABC bzw. BC) sind meist auf der Basis von Carbonaten, Sulfaten oder Phosphaten zusammengesetzt. Diese Stoffgruppen enthalten aber in ihrer Struktur chemisch gebundenen Sauerstoff, der bei den genannten hohen Temperaturen den Brand unterstützen würde. Ein Löschen ist deshalb nicht möglich.

> Metallbrandpulver: geeignet

Speziell für Metallbrände entwickelte Löschpulver sind für Betriebe, in denen die Gefahr von Metallbränden besteht, häufig vorgeschrieben. Bei Metallbrandpulver handelt es sich meist um feinkörnige Alkalisalze wie Kochsalz (Natriumchlorid) oder Kaliumchlorid. Diese Salze schmelzen bei rund 800 °C. Die Salzschmelze breitet sich auf der Oberfläche des brennenden Metalls aus und bildet einen luftdichten Abschluss, der beim Abkühlen verkrustet. Unterhalb dieser Salzkruste muss der Metallbrand nun erlöschen, weil keine geeigneten Reaktionspartner mehr zur Verfügung stehen.

Um den Brand nicht noch weiter anzufachen, ist es überaus schwierig, das Metallbrandpulver gezielt aufzubringen, da die Salze nicht mit Druck in den Brand geblasen werden dürfen. Deshalb besitzen die tragbaren Feuerlöscher für die Brandklasse D eine Pulverbrause, mit der man das Pulver auf den Brandherd weich aufbringen kann. Für größere Metallbrände stellt dies ein Problem dar, da man sich auf Grund der Hitzeentwicklung nicht nahe genug annähern kann, um das Pulver löschwirksam einzusetzen.

> Weitere geeignete Löschmittel

Zum Löschen von Metallbränden sind außerdem geeignet:

* Grauguss-Späne (schmelzen an der Oberfläche des brennenden Metalls und erzielen dadurch einen Luftabschluss);
* Zement oder trockener Sand (zum Ersticken des Brandes wird ebenfalls der Luftabschluss angestrebt).

Brandschutztechnik ISERMANN, im Juli 2009
http://www.brandschutz-isermann.de

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