Feuerschlucker?

Huhu,
gerade war ich seit langem im Circus und habe mich gefragt, was für eine Substanz die Feuerschlucker eigentlich verwenden. Weiß das einer von Euch? Von Feynman weiß man ja, daß man die Hände in reinen Alkohol tunken und anzünden kann, wenn man sich die Haare gründlich abrasiert und die Hände befeuchtet. Aber der Geruch im Zelt deutet doch eher auf ein organisches Lösungsmittel, welches offenbar ein vergleichsweise geringe Flammentemperatur besitzt. Weiß einer von Euch etwas?
Grüße vom

Bärchen

Alkan spucker
Hallo Bärchen,

ich hab mal mit so einen Typen reden koennen und glaube mich erinnern zu koennen, dasz er von Lampenoel /welches auch in vielen buten Farben zu kaufen gibt) sprach, d.h. es handelt sich um mittellange Alkane/Alkene (kettenfoermig und einfach verzweigte C6-C12/16).
Er sprach auch von Gesundheitsschaeden, die ihn als Semiprofi bewogen etwas kuerzer zu treten:
Die Zaehne werden wohl ausgelaugt.
Und verschlucken sollte es man nicht, ansonsten droht Krankenhaus. Von einem Mediziner habe ich von Faellen gehoert, wo Leute Lampenoel verschluckt haben, dasz sie einige Wo Intensivstation folgten.

Tschuess Marco.

Hallo Bärchen
normalerweise benutzt man Petroleum, das funktioniert gut.
Für spezielle Effekte kann man auch Benzole zugeben, dann wird es explosiver, ist aber nur was für Profis.
Gruß
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Leider habe ich meine Literaturquelle nicht griffbereit, aber aus dem Gedächtnis zitiert muß man klar unterscheiden, zwischen feuerschlucken, also feuer im mund ausmachen und dem feuerzauber auf der hand. Im ersten fall nimmt man tatsächlich oft das (mehr oder weniger) giftige „lampenöl“. Im zweiten fall oft alkohl, da er einen niedrigen dampfdruck hat und schnell verbrennt.

gerade habe ich noch die literatur bei bol gefunden, nachlesen kann ich erst am wochenende.

Houdini, Moretti & Co. : Die besten Tricks der großen Sensationsdarsteller
von Rau, Robert
Taschenbuch | DROEMER/KNAUR | 1999 | ISBN 3426774291 Buch anschauen Preis: 14,90 DM

Gerhard

Lycopodium
Eine alternative (allerdings nicht billig) ist Bärlappsporen (auch Lycopodium oder Hexenmehl). Es ist ungiftig, erzeugt allerdings im Mund ein etwas eigentümliches Gefühl, das aber nicht lange anhält. Für erste Versuche ist ein gehäufter Teelöffel ausreichend. Geben tut es das in Apotheken oder Läden für Gauklerbedarf.

Gandalf

Huhu Gandalf! *freu*

Vielen Dank für Deinen Tip. Allerdings geht es mir nicht darum, zum Feuerschlucker zu werden. Mich interessierte tatsächlich „nur“ die chemisch-technische Seite, d.h. was das für eine Flüssigkeit ist (Petroleum finde ich übrigens rein vom Gefühl her ziemlich widerlich!) und wie es angeht, daß man einen getränkten Wattebausch entzündet und dann auf dem Arm ausdrückt und weiter brennen läßt, ohne das auch nur eine Rötung zu sehen ist.

So ganz habe ich das bei Petroleum auch noch nicht verstanden, wie das zugehen kann. Aber wahrscheinlich ist die Zeit des brennens doch vergleichsweise kurz und der untere blaue Teil der Flamme „kühl“ genug. Oder verdampft das Zeug auf der Haut und brennt gar nicht direkt auf dieser?

Grüße vom

Bärchen

Re^2: Heisser Tip :wink:

Huhu Gandalf! *freu*

Vielen Dank für Deinen Tip. Allerdings geht es mir nicht
darum, zum Feuerschlucker zu werden. Mich interessierte
tatsächlich „nur“ die chemisch-technische Seite, d.h. was das
für eine Flüssigkeit ist (Petroleum finde ich übrigens rein
vom Gefühl her ziemlich widerlich!) und wie es angeht, daß man
einen getränkten Wattebausch entzündet und dann auf dem Arm
ausdrückt und weiter brennen läßt, ohne das auch nur eine
Rötung zu sehen ist.

Das schmeckt nicht nur übel, es ist auch gesundheitsschädlich, Paraffin ist viel besser, das russt auch nicht so.
Bekommst Du in der Apotheke oder als Fertigprodukt mit Geschmack (Pyrofluid)
Das Spezialisten-Forum für solche Sachen ist feuerfonger:
http://cgi00.puretec.de/cgi-bin/fo?clsid=b8bde82267b…
Schau auch hier rein, viele Tips:
http://fire.is-here.de/
Gruß
Rainer