FI Schalter / Welcher Auslösestrom?

Hallo,

wir haben in der Firma einige Baustellenstromkästen mit denen wir Pumpen zur Grundwasserabsenkung anschließen. Die Stromkästen besitzten FI Schalter mit einem Ansprechstrom von 500 mA. Nun sagte mir jemand das die FI Schalter nur mit 30 mA Ansprechstrom zulässig sind. Dann wären die FI Schalter mit 500 mA und anderen Ansprechströmen sinnlos? Gibt es eine Vorschrift die über Einsatzzweck und Ansprechstrom Auskunft geben ?

Rainer

Hi,

also es gibt FI schutzschalter in verschiedenen Grössen. Je nach Anwendung musst du den entsprechenden nehmen. Für einen Baustromverteiler ist ein 0,5 A Schalter in ordnung. alles andere wäre Sinnlos, da er sonst nur abschalten würde.

Ciao Alex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Alex,

das Problem hatten wir heute. Wir haben eine Pumpe im Stern-Dreieck hochfahren lassen. Under Schaltschrank hat einen Nockenschalter für Stern-Dreieck und einen 500 mA FI Schalter. Der Strom wurde uns von einem Gebäude geliefert, der einen FI Schalter mit 30 mA Ansprechstrom hatte. Folge: Bei jedem Anfahren der Pumpe fiel der 30 mA Schalter aus. Ich suche eine Vorschrift in der Regeln für die Bemessung von FI Schaltern stehen? Ich habe mal gelesen, das Baustromverteiler bis 2002 auf 30 mA umgebaut sein müssen (

Das kann durch Leckströme verursacht werden, die zum einen durch Feuchtigkeit in der Maschine, und zum anderen durch Entstörmaßnahmen entstehen. Solche Sachen summieren sich!

Wie die Vorschriften auf Baustellen sind, weiß ich nicht. In der Industrie sind 30mA Vorschrift, im Privathaushalt meines Wissens nach, auch (wo sie denn überhaupt Vorschrift sind!). Für die ganz vorsichtigen (für mich z.B.) gibt es auch 10mA! Bei einer Waschmaschine und einem Geschirrspüler geht’s.

bye
Micha

Hallo Gustav,

soweit ich weiss, gibt es keine verbindliche Vorgabe für das Nachrüsten von FI-Schutzschalter. Ob es im konkreten Fall sinvoll ist und auf welche Weise es vorgenommen werden sollte, muß jeweils von einer Elektrofachkraft beurteilt werden.

Allerdings kann deine Berufsgenossenschaft etwas anderes
festlegen.

Bernd

Hallo Rainer,

in Deuschland regelt der VDE die Anwendung der elektrischen Schutzvorrichtungen.

Der Auslösestrom von FI-Schaltern hängt vom Schutzziel ab.

Für den Berührungsschutz, d. h. Schutz von Menschen vor schädlichem elektrischem Schlag darf der Auslösestrom max. 30 mA betragen.

In der Industrie wird (wo nicht vorgeschrieben) häufig freiwillig ein FI-Schalter (dann mit höherem Strom, z. B. 500 mA) eingesetzt. Dieser dient rein zum Brandschutz. Er schaltet ab, wenn eine Leiterisolation beschädigt ist und durch einen Erdstrom die Kontaktstelle mit der Erde heiß werden kann. Das hat rein gar nichts mit Berührungsschutz zu tun.

Leitungen im Freien müssen nur dann einen vorgeschalteten FI-Schalter besitzen, wenn irgendwo eine Steckvorrichtung (Steckdose) angeschlossen ist. Ist es nicht möglich, ein anderes Gerät anzuschließen, dann ist kein zusätzlicher FI-Schutz notwendig.

Gruß Bernhard

Rückantwort
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Ich werde die Schaltkästen auf 30 mA umbauen. Sicher ist Sicher.

Rainer

Hallo Rainer,

also ich habe mich mal kundig gemacht. Die Sache sieht so aus. In den Baustromverteier, muss ein 500 mA FI eingebaut sein und zusätzlich für die 16 A wechselstrom stromkreise ein 30 mA FI. Vor dem Baustromverteiler muss kein FI geschalten sein.
Denn überlege einmal im Betrieb hängen zum beispiel 12 Bohrmaschinen dran. Es fängt an zu regnen. Die Bohrmaschinen bringen dann locker 20 mA fehlerstrom, was ausreicht um einen 30 mA Schalter auszulösen. Eine Liste, wo Du die Grössen von FI findest ( Wann, wo welcher eingebaut sein muss), bekommst du bestimmt beim Elekrogrosshändler ( III, Siemens, Stahl+elektro etc.)

Ciao Alex