FI Schutzschalter

Hallo,

ich habe ein kleines Kind und die Steckdosen entsprechend gesichert.

Ist dies heute überhaupt noch nötig oder ist beispielsweise der FI Schutzschalter schneller im Fall der Fälle. Natürlich würde man immer auf Nummer sicher gehen und die Steckdosen trotzdem sichern.

Mir sagte mal einer Baden mit dem Föhn wäre heute ungefährlich.

Danke und Grüße

Thomas

Hallo,

Auch hallo,

ich habe ein kleines Kind und die Steckdosen entsprechend
gesichert.

Ist dies heute überhaupt noch nötig oder ist beispielsweise
der FI Schutzschalter schneller im Fall der Fälle. Natürlich
würde man immer auf Nummer sicher gehen und die Steckdosen
trotzdem sichern.

Ein FI löst bei einem Fehlerstrom von 30mA aus. Man kann davon ausgehen, dass dieser Strom im Normalfall bei einem gesunden, erwachsenen Menschen nicht zu bleibenden Gesundheitsschäden führt.

Die Betonung liegt auf „gesund“,„erwachsen“ und „bleibende Schäden“ . Für ein Kind, aber auch für einen Herzkranken, dürfte dieser Strom auf jeden Fall lebensbedrohend sein.

Du solltest, schon im Interesse Deines Kindes, jede mögliche Schutzmaßnahme ergreifen.

Mir sagte mal einer, Baden mit dem Föhn wäre heute ungefährlich.

Das ist auch eine von diesen lebensgefährlichen Sch…hausparolen.
Verlass Dich besser nicht darauf.

Danke und Grüße

Thomas

Bitte und auch Grüße
merimies

Hallo Thomas,

ich habe ein kleines Kind und die Steckdosen entsprechend
gesichert.

Ist dies heute überhaupt noch nötig oder ist beispielsweise
der FI Schutzschalter schneller im Fall der Fälle. Natürlich
würde man immer auf Nummer sicher gehen und die Steckdosen
trotzdem sichern.

Der RCD (FI) schützt nur in einem Fall:
Wenn man den L-Leiter berührt und der Strom gegen den Schutzleiter oder irgendwo in den Boden fliesst.

Wenn man einen Finger beim N-Leiter und den anderen beim L-Leiter reinsteckt und auf einem isolierenden Boden steht (z.B. Laminat, PVC) löst der RCD NICHT aus !

Mir sagte mal einer Baden mit dem Föhn wäre heute
ungefährlich.

Im Prinzip ja …
… aber nur wenn der RCD vorhanden und richtig verdrahtet ist und auch funktioniert !

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

dass ein Körperstrom, welcher zwischen L und N fließt, nicht als Fehlerstrom erkannt wird, habe ich bei meiner Antwort garnicht berücksichtigt. Das kommt also noch erschwerend hinzu.

Aber meine Aussage, dass „Föhn in Badewanne“ auf jeden Fall gefährlich ist, halte ich uneingeschränkt aufrecht.

mfG merimies

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Hallo merimies,

Aber meine Aussage, dass „Föhn in Badewanne“ auf jeden Fall
gefährlich ist, halte ich uneingeschränkt aufrecht.

Habe ich dir darin wiedersprochen ?

MfG Peter(TOO)

Hallo merimies,

Auch so,

Aber meine Aussage, dass „Föhn in Badewanne“ auf jeden Fall
gefährlich ist, halte ich uneingeschränkt aufrecht.

Habe ich dir darin wiedersprochen ?

Nicht direkt, aber - bei zugegeben kleinlicher Auslegung - Du hast sie relativiert.

MfG Peter(TOO)

MfG merimies

dass ein Körperstrom, welcher zwischen L und N fließt, nicht als Fehlerstrom erkannt wird, habe ich bei meiner Antwort garnicht berücksichtigt. Das kommt also noch erschwerend hinzu.

Genau.
Außerdem spricht der Schalter erst an, wenn bereits über 30 mA fließen und benötigt dann noch kurze Zeit zum Trennen. Er begrenzt den Fehlerstrom nicht und schaltet auch nicht ab, bevor man einen „Schlag“ bekommt, sondern erst während dessen. Ein kurzes Zucken und ein Schreck bleiben trotzdem.

Er ist also kein Schutz vor einem elektrischen Schlag, sondern Schutz vor gesundheitlichen Dauerschäden.

Ach ja: Die Funktion muss regelmäßig geprüft werden. Wer macht das schon?
–> ein fehlerhafter Schutzschalter wird oft nicht bemerkt.

–> zusätzlichen Schutz an den Steckdosen kann ich durchaus empfehlen.

Bernhard

Moin,

Genau.
Außerdem spricht der Schalter erst an,
wenn bereits über 30 mA fließen . . .

Das ist leider, eine falsch Aussage!

**Ein RCD muß zwischen, >50% und
Wenn die Auslösung früher als 50% oder erst >100% erfolgt, liegt ein Fehler vor.

5. Auslösebedingungen
Die Tabellen 19 bis 21 enthalten für die 
Fehlerstromschutzschalter mit den Nennauslöseströmen  
IΔn 10 mA, 30 mA und 300 mA die von der   
Norm EN 61008-1 geforderten Auslösezeiten tA in  
Abhängigkeit der Fehlerströme IF. Zu beachten ist,
dass die Auslöseströme auch bei pulsierenden Gleichströmen
als Effektivwert angegeben werden.

Fehlerstromschutzschaltung - Einsatz, Anwendung und Normen - PDF Deutsch 0.47 MB
http://library.abb.com/global/scot/scot209.nsf/verit…

Bernhard

mfg
W.**

Außerdem spricht der Schalter erst an, wenn bereits über 30 mA fließen . . .

Das ist leider, eine falsch Aussage!

OK, das war nicht korrekt formuliert, es sollte lauten „… spricht der Schalter erst dann sicher an, wenn bereits 30 mA oder mehr fließen…“

Aber selbst beim artithmetischen Mittelwert (22,5 mA) liegt der Scheitelwert (bei sinusförmigem Verlauf) über 30 mA.

Abschaltverzug von max. 400 ms (40 Halbwellen bei 50 Hz) ist ziemlich lang. Bei höherem Fehlerstrom wird die Zeit in der Praxis etwas kürzer.

http://library.abb.com/global/scot/scot209.nsf/verit…

Guter Link.

Bernhard

Außerdem spricht der Schalter erst an, wenn bereits über 30 mA fließen . . .

Das ist leider, eine falsch Aussage!

OK, das war nicht korrekt formuliert, es sollte lauten „…
spricht der Schalter erst dann sicher an, wenn bereits 30 mA
oder mehr fließen…“

Auch falsch,

  1. Ein 30-mA-Fehlerstromschutzschalter, ist so eingestellt,
    dass er ab einem Fehlerstrom von etwa 20 mA, die Auslösung erfolgt.

  2. Da immer mit Kurvenform d. Messgröße Sinus (Abweichung zwischen Effektiv und
    Gleichrichtwert ≤ 0,1 %), bei zugelassenen Prüfgeräten gemessen wird.

Aber selbst beim artithmetischen Mittelwert (22,5 mA) liegt
der Scheitelwert (bei sinusförmigem Verlauf) über 30 mA.

Und was hat der damit zutun?

Schau Dir mal die Funktion des RCD(FI)
http://library.abb.com/global/scot/scot209.nsf/verit…
und die Prüfbedingungen, DIN VDE 0470 Teil 1 Prüfgeräte und Prüfverfahren, genauer an.

Abschaltverzug von max. 400 ms (40 Halbwellen bei 50 Hz) ist
ziemlich lang. Bei höherem Fehlerstrom wird die Zeit in der
Praxis etwas kürzer.

Steht alles in den Tabellen.

Bernhard

mfg
W.