Fibromyalgie

Gibt es wirklich nichts das man gegen diese schlimme Krankheit machen kann? Auch kein linderndes Mittel? Hat jemand Erfahrungen bitte?

Hi Pete,

hab gerade mal gelesen, was das für eine Krankheit ist und Wiki hat jede Menge Behandlungsmöglichkeiten, die aber nicht heilen, sondern nur lindern…das war ja deine Frage…?

Wenn du da schon geguckt hast, müsstest du das ja wissen. Für den Fall, dass nicht, hier ein nützlicher Auszug (meiner Meinung nach):

"Es gibt bisher keine kausale Therapie. Es bestehen die Gefahren des Medikamentenmissbrauchs, der Sucht, sowie unabsehbarer Folgeschäden durch Dauermedikation mit diversen Schmerzmitteln. Ein Behandlungskonzept ist heute die multimodale Therapie entsprechend den Erkenntnissen der modernen Schmerzforschung. Diese beinhaltet als simultane Maßnahmen:

-eine ausreichende schmerzlindernde Therapie, in erster Linie mit sogenannten Coanalgetika (Antidepressiva, Antikonvulsiva)

-sparsamer und keinesfalls kontinuierlicher Einsatz von klassischen Schmerzmitteln, v.a. vorsichtiger Gebrauch von Opiatagonisten

-eine systematische Belastungssteigerung durch Sporttherapie

-eine psychologische Therapie und

-eine weitestgehende Rückübernahme der sozialen Verantwortung in Familie und Beruf.

-Krankengymnastik, teilweise mit sehr langsam steigender Anforderungen, angesichts des teilweise erheblichen Schmerzpegels.

-Oft hilft eine symptomatische Therapie, die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Eine symptomatische Therapie zielt auf das Abmildern oder Beseitigen von Symptomen ab. (Die Ursache der Krankheit scheint nicht beeinflussbar, da sie häufig auch nicht ausreichend bekannt ist.)

-umfassende Information über die Krankheit (Bücher, Internet, Selbsthilfeorganisationen)

-Muskelschmerzen: Sauna, Rheumabäder, (leichtes!) Gerätetraining, Massagen

-Magen-Darmbeschwerden: Tees, Ernährungsumstellung (z. B. bei Reizdarm: indische Flohsamenschalen)

-Entspannung (autogenes Training, Meditation usw.), Stressfaktoren minimieren

-bei Müdigkeit/Erschöpfung: Schilddrüsenhormone überprüfen lassen, evtl. liegt eine Hypothyreose vor

-Genusstraining

-Nach einer neueren Untersuchung scheinen mehr als 50 % der Betroffenen von einer Ernährungsumstellung zu profitieren, die spezifische IgG vermittelte Nahrungsmittelallergien vermeidet.

(Eine in letzter Zeit in die Debatte gekommene operative Behandlung, bei der Verdickungen bzw. Verklebungen an so genannten Fibromyalgie-Druckpunkten entfernt werden, ist äußerst umstritten und nicht genügend geprüft.)

In wärmeren Klimazonen können die Symptome abklingen oder ganz verschwinden."

Hab den ganzen Artikel etwas vereinfacht, denn es ist schon umfassend, aber, hey! Da sind jede Menge Möglichkeiten, die helfen können.

Hoffe, ich / Wiki konnte dir helfen.

LG, Bomba

Sagen wir mal so: Es ist eine wenig standardisierte Entität, und mancher Rheumatologe stellt in Zweifel, ob der Begriff Krankheit dafür angebracht ist. Es gibt Triggerpunkte, auf die man drücken soll. Häufig hat man den Eindruck, dass seelische Faktoren eine Rolle spielen, dass es Persönlichkeiten gibt, die zu diesen Beschwerden neigen. Einiges deutet m. E. auf eine psychosomatische Konstellation hin. Auch das oft schlechte Ansprechen auf Analgetika aller Couleur.

pp

Hallo Pete!

Der Begriff Fibromyalgie wird bei einigen Medizinmännern nicht gern gehört, wird als Sammelbegriff für verschiedene Symptome angesehen.

Mir geht es ganz erheblich besser, seitdem ich wegen eines Hashimoto-Syndroms (Schilddrüsen-Auto-Immunerkrankung) behandelt werde.
Außerdem kenne ich noch mehrere Hashis, die ebenfalls an Fibromyalgie leiden und eine Linderung der Fibromyalgie bemerken, nachdem die Schilddrüsenfehlfunktion behandelt wurde.

Angelika

Hallo Pete,

in München gibt es einen Arzt, der tiefliegende Akupunkturpunkte operiert. Zumindest vermutet er, dass die anatomische Struktur von Nerven und Gefäßen, die durch eine Schicht in die nächste durchtreten müssen, die ist, die die tiefliegenden Punkte erklären könnte. Er hat jahrelang Carpaltunnel operiert und dabei häufig Nerven- und Gefäßdurchtritte entdeckt, die verklebt waren.
Dann hat er die Patient/innen (meist) gefragt, ob sie zusätzlich zum Carpaltunnelsyndrom noch andere Beschwerden haben, was sie immer hatten, und dann hat er angefangen, sie um Erlaubnis zu fragen, diesen Durchtritt bei der Op mit befreien zu dürfen und hat nach dem Eingriff die Symptome beobachtet und siehe da: Es ging sehr stark zurück.
Seit dem hat er viele OPs gemacht.
Außerdem hat er Daten aus den Anamnesen der Patientinnen gesammelt.
Alle hatten ähnliche Vorkommnisse. Stürze, Operationen und ähnliches. Und zwar dort, wo die Schmerzen anfingen.
Dort fing er auch an, die verklebten Durchtritte zu suchen und hat für jeden Quadranten des Körpers je einen wichtigen gefunden. Jeweils an jedem Bein und jedem Arm.

Ein Beispiel für eine Möglichkeit.

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, Fibromyalgie zu behandeln.
Die einzige und wichtigste Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Patient/die Patientin bei der Diagnose nicht resigniert hat.
Denn es ist eigentlich nur ein Wort für „Wir wissen es eigentlich nicht“
Und Patienten die kommen und erzählen: „Mir tut dies weh und jenes, und welches. Was können Sie tun?“ " Ach ja, und ich hab ja Fibromyalgie, da kann man ja nichts machen"
Tja, was soll ich sagen. Da kann ich nicht helfen, denn die glauben ja nicht dran, dass man was machen kann.
Die Osteopathen, die Brügger-Therapeuten, Ärzte, die Applied Kinesiology und/oder Elektroakkupunktur nach Voll anwenden, all diese und noch mehr, haben Erfahrungen in erweiterter Ursachensuche und Behandlung.
Ich habe leider auch schon zu viele Fibromyalgiepatienten erlebt, bei denen keine richtige Ausschlußdiagnostik gemacht wurde. Die Diagnose wurde ohne weitere Blutuntersuchungen gestellt. Rein von den Symptomen her und nach Drücken der Triggerpunkte. Das reicht so nicht aus!
Es gibt wichtige Infektionen, die diese Beschwerden auslösen können.
Außerdem reichen auch simple muskuläre Überlastungen. Auch für die vegetativen Symptome.
Beispiel: Patientin, neben typischen Schmerzen auch Menstruationsbeschwerden, in meinem Denksystem, Osteopathie, finde ich einen vor 20 Jahren umgeknickten Fuss mit einem fixierten Beckenschiefstand.
Kann eine Ursache sein. Da die vegetativen Nerven, die zur Gebärmutter führen dann auch mit „schiefstehen“ kann es dort zu einem Ungleichgewicht kommen.
Also bitte nicht resignieren, sondern versuchen von der Diagnose frei zu machen. Ich benutze lieber Arbeitshypothesen, als Diagnosen.
Bei der Patientin vom Beispiel kann es Fibromyalgie heißen, oder: Zustand nach Distorsion mit muskulo-fascialer Kette hoch zum Becken, Beckenschiefstand mit vegetativer Dysbalance der Gebärmutter.
Bewahrheitet sich dann dadurch, dass ich den Fuss und das Becken behandel und die Beschwerden besser werden. Unter anderem entdecke ich immer wieder an den Punkten, die der Arzt operiert, Verklebungen und Verspannungen, die ich löse und es danach besser geht.

Vielleicht ist das alles ja eine Anregung. Falls noch Fragen sind, einfach mailen.

Gruß
Kathy

Hi Kathy, herzlichen Dank fuer die Info. Hast Du vielleicht namen und Kontaktdaten fuer den Arzt in Muenchen den Du hier erwaehnst?
Danke
Pete

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Hi Pete,

hab Dir gemailt.

Gruß
Kathy

hallo pete,

kuckste hier:

http://www.schmerzpraxis-muenchen.info/html/fibromya…

strubbel
%:open_mouth:)