hallo meine lieben,
wir haben unseren Ficus Benjamina von einer ehemaligen nachbarin (eine ältere dame) bekommen und er ist wahrscheinlich schon ein uropa (wir haben ihn schon seit 12 Jahren und da war er schon riesen groß).
unser Benjamina steht im wintergarten ob sommer oder winter auch seit 12 jahren und es ist noch nie etwas gewesen mit ihm
aufjedenfall diesen winter wie immer, wir fahren in den ski urlaub und mein vater gießt ihn nochmal ordentlich (aber er glaubt diesmal ein bisschen mehr als sonst).
es war ja diesen winter nich unbedingt warm…wir kamen nach einer woche zurück.
der baum ist zur hälfte gelb und die andere hälfte grün aber trocken!!!
was uns jetzt aber angst macht ist das die blätter nicht abfallen nur wenn man an ihnen zeiht und das nich leicht!!!
mein vater ist der meinung er ist tot, doch geht das wirklich so schnell???
wäre echt lieb wenn ihr mir da helfen könntet, wäre schade wenn er jetzt wirklich tot ist
halbe entwarnung - das sieht wahrscheinlich schlimmer aus, als es ist.
schau mal hier im archiv, da gibt es unmengen an beiträgen zum ficus benjamini, pflegehinweise, rettungsaktionen etc.pp. darin dürfte alles wesentliche gesagt sein.
ein paar kurze anmerkungen aber nachstehend:
ficus b. ist extrem „sensibel“ - jede änderung der gewohnheiten bestraft er mit blattwurf etc.
ficus b. mag´s bei weitem nicht so „naß“, wie die gutmeinenden menschenkinder immer denken. ich jedenfalls habe selten einen f.b. vertrocknen sehen, wohl aber „ersaufen“
gelbe blätter sind ein untrügliches zeichen von „zuviel wasser“ (staunässe)
schaut mal nach, ob aus der erde kleine „mücken“ kommen, wenn ihr ein wenig dain herumwirbelt (oft laufen die viecher auch am topfrand herum). falls ja, hier im archiv unter „trauermückenbekämpfung“ schauen
auch wenn ein f.b. aussieht, als würde er gleich das zeitliche segnen, sind die pflanzen doch äußerst robust, wenn man nicht gerade die wurzeln verfaulen läßt. ein starker rückschnitt (auch wenn das erstmal übel aussieht) hilft dem f.b., schnell wieder auf die beine zu kommen. er treibt dann aber umso stärker und dichter wieder aus. wo das holz schon tot ist und wo nicht, bekommt ihr leicht durch stufenweises rückschneiden heraus. die „blutenden“ wunden mit leicht feuchter erde stillen - einfach erde draufdrücken, dann gibt´s auch kein „milchblutbad“
ansonsten: f.b. erstmal in ruhe lasen und weiter beobachten. ist die erde noch feucht bis nass, dann unbedingt erstmal gut trocknen lassen, staunässe auf jeden fall vermeiden. eventuell war´s dem f.b. auch einfach zu „kalt“ (kräftiges gießen bei gleichzeitigem absenken der raumtemerpatur bei urlaub = kalte füße).
die „blutenden“ wunden mit leicht
feuchter erde stillen - einfach erde draufdrücken, dann gibt´s
auch kein „milchblutbad“
BLOSS NICHT!!!
Wunden an Pflanzen werden NIEMALS NIE NICHT mit Blumenerde zugeschmiert!
Damit bringst du dir Pilze und Viren in die eh schon geschwächte Pflanze ein!
F.b. (wie du ihn so nett nennst) verträgt auch ohne Wundverschluss einen kräftigen Rückschnitt. Auch bei radikalem Vorgehen habe ich noch keinen Ficus verbluten sehen. Es sieht immer schlimmer aus, als es ist. Lieber bluten lassen. Der Baum schwemmt damit nämlich Fremdstoffe aus der Wunde. Das ist wie bei uns.
LG Anja