ich stehe bei einer bestimmten Krankheit vor einem Rätsel und würde gern wissen, was man da machen sollte/muss.
Ein Patient bekommt Halsschmerzen mit einer Kehlkopfentzündung und starke Ohrenschmerzen mit Fieber (etwa 39 Grad), was mit einer Antibiotikagabe nach ein paar Tagen abklingt, er beschwert sich aber nach wie vor über Abgeschlagenheit und Schwindel. Nach c.a. 1 Monat kommt diese Erkrankung wieder und lässt sich mit Antibiotika behandeln, die Abgeschlagenheit wird stärker, die Ohren- und Halsschmerzen lassen jedoch nicht nach und werden stärker. Die Fieberschübe kommen nun alle 2 Wochen, Antibiotika helfen nur noch kurz, mittlerweile tauchen auch neurologische Symptome wie Verwirrtheit und Sprachschwierigkeiten auf. Das Fieber wird jedes Mal höher.
Nach einem Zahnarztbesuch und einer Wurzelbehandlung werden die Symptome besser und der Patient gesundet langsam ohne einer gezielten Behandlung.
Nach mehreren Wurzelbehandlungen geht es dem Patient immer besser, er kann nach 1 Monat sogar wieder Sport betreiben.
Eine Blutuntersuchung zeigt eine erhöhte Blutsenkung, sonst nichts auffälliges.
Was könnte es gewesen sei?
Sollte der Patient weiterhin behandelt werden, wenn ja von wem?
Hinweis: Der Hausarzt hat jedes Mal nicht gezielt behandelt.
Ich würde mich sehr über irgendeinen Hinweis freuen.
Nach mehreren Wurzelbehandlungen geht es dem Patient immer
besser, er kann nach 1 Monat sogar wieder Sport betreiben.
Eine Blutuntersuchung zeigt eine erhöhte Blutsenkung, sonst
nichts auffälliges.
Was könnte es gewesen sei?
Sollte der Patient weiterhin behandelt werden, wenn ja von
wem?
Hinweis: Der Hausarzt hat jedes Mal nicht gezielt behandelt.
Gehen wir mal von folgender Tatsache aus: Die sensiblen Nerven des Gesicht sind eng miteinander verschaltet, so eng, daß der Schmerz von einem Nerven auf den anderen überspringen kann.
So kann eine Mittelohrentzündung zu Zahnschmerzen führen und umgekehrt, Zahnschmerzen im Oberkiefer werden durch eine Karies eines Unterkieferzahns verursacht usw.
Das macht für alle Beteiligten die Diagnose sehr schwer. Hier ist dann tatsächlich ein Fall gegeben, wo man mehrere Ärzte aufsuchen muß.
zu den beiden Fragen:
Frage 1. Ich tippe (Lotto!) mal auf eine Kieferhöhlenentzündung, die antibiotisch kuriert wurde. Hinzu Schmerzen durch eine tiefe Karies, das hat der Zahnarzt beseitigt.
Frage 2. Keine weitere Behandlung. Es ist doch jetzt alles in Ordnung. Die erhöhte Blutsenkung läuft nach, das hat man in solchen Fällen.
Ja, so etwas dachte ich mir ja auch. Allerdings hätte die Krankheit dann doch nach den ersten paar Antibiotikagaben abklingen müssen? Sie wurde jedoch erst ein paar Tage besser und dann während der Antibiotikagaben wieder schlechter (jedes Mal), das macht die ganze Sache so merkwürdig.
Ich habe schon öfter Patienten mit einer apicalen ostitis an einem Zahn erlebt, deren Symptome während der Antibiotikagabe wieder schlimmer wurden nachdem sie schon mal fast weg waren. Wenn es sich um einen Backenzahn drehte auch mit Hals- und Ohrenschmerzen. Wenn die Wurzeln in die Kieferhöhle ragen, kann sich dort auch eine Zyste bilden.
Ein solcher Patient ist beim MKG-Chirurg meist gut aufgehoben, da der sich sowohl im Kiefer als auch mit allem Umliegenden gut auskennt.
Warum die Syptome da mal kommen und mal gehen, weiß ich leider nicht. Aber das scheint ja öfter vorzukommen. Vielleicht hilft das dabei, das ganze zu klären.
Erstmal vielen Dank für deinen Bericht, das ist sehr interessant. Allerdings verstehe ich dann immer noch nicht, wieso es dann zu solch starken Fieberschüben kam, eine apicale Ostitis ist ja im Grunde nichts anderes als Zahnschmerzen, das kennt ja fast jeder von uns. Aber wenn es zu sehr hohem Fieber und sogar zu neurologischen Symptomen kommt, ist doch noch etwas anderes im Busch?
Ich will mich keinesfalls streiten, ich will einfach nur verstehen. Irgendwie passt das alles nicht, dennoch war es so, wie ich es erzählte.