'Fiktionsgehalt'

Ist das Wort „Fiktionsgehalt“ ein gutes deutsches Wort?
Kontext: ich meine das Gegenstück von „Realitätsbezug“.
Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Vielen Dank!

Hallo, Caroe,
nein, ich halte es nicht für ein gutes Wort. Dazu ist es zu ungebräuchlich (Googlesuche: 170 Treffer) und auch zu unklar in seiner Bedeutung. Ich würde versuchen die Bedeutung zu umschreiben und dadurch deutlicher zu machen, was gemeint ist.

„enthält hohen Anteil an fiktionalen Elementen“ oder ähnlich könnte (abhängig vom Kontext) treffender sein.

Gruß
Eckard

Ist das Wort „Fiktionsgehalt“ ein gutes deutsches Wort?
Kontext: ich meine das Gegenstück von „Realitätsbezug“.
Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Also ich denke im Kontext würde ich das verstehen („Realismus wird in Brandauers Roman klein geschrieben. Der wohlverteilte Fiktionsgehalt erzeugt beim Leser ein angenehm abgehobenes Bauchgefühl.“). Eventuell würde ich’s sprachlich dann auch gut finden. So für sich hier im Forum hat das Wort mir natürlich erst mal nichts gesagt (ich dachte an ein steuerliches „Fiktions-Gehalt“ oder so :wink:). Vielleicht ist es sprachlich auch ein wenig „kreativ“, weil man das Abstrakte (Fiktion) erst einmal mit dem Gehalt geistig verheiraten muss.

Vielleicht ginge auch „der hohe Anteil fiktiver Geschehnisse“ o.ä.?

Viele Grüße,
Sebastian

In einem Lexikon habe ich das Wort ‚Fiktionalität‘ vorgefunden.
Wäre dieses Wort besser, oder hört es sich auch fremd an?

In einem Lexikon habe ich das Wort ‚Fiktionalität‘
vorgefunden.
Wäre dieses Wort besser, oder hört es sich auch fremd an?

Hallo Caroe,
das klingt schon besser. Ob es allerdings das trifft, was du aussagen möchtest, musst du schon selbst wissen (ich kenne ja den genauen Zusammenhang nicht).
Eine genaue Erläuterung des (lierarischen) Begiffes der „Fiktionalität“ findest Du hier: http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/welcome.ht… (möglicherweise erscheint eine Fehlermeldung bei der Darstellun - einfach wegklicken)

Gruß
Eckard